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Heimische Skilangläufer überzeugen auf WM-Strecken

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Er bestätigte in Oberstdorf seine gute Form: Florian Knopf aus dem heimischen Stützpunkt. (Foto: DSV)

Das war eine reizvolle Herausforderung für die heimischen Skilangläufer: Sie durften beim Deutschlandpokal mit Deutscher Meisterschaft für Jugend und Junioren auf den WM-Strecken von 2021 in Oberstdorf an den Start gehen, wohin die Veranstaltung wegen des Schneemangels in Isny verlegt worden war. »Das war schon sehr attraktiv. Das Stadion wurde ja auch für die WM etwas erneuert und die Strecken waren sehr anspruchsvoll«, freut sich Frank Nitsch aus dem heimischen Trainerteam.


Die heimischen Sportler bewältigten ihre Aufgaben gut. Erfreulich dabei war, dass es deutlich weniger regnete als angekündigt. Es wurden drei Wettbewerbe ausgetragen: Ein Skating-Sprint, ein Einzellauf in klassischer Technik und ein Skating-Wettbewerb im Massenstart.

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Für eine positive Überraschung sorgte dabei Miriam Reisnecker (SCMK Hirschau), die am CJD bei Sigrid Wille und Thomas Schöpf trainiert. Sie verbuchte im Prolog die Bestzeit, und im Finale war sie auf der Zielgeraden im Kampf um Platz eins, als sie sich mit einer Konkurrentin verhakte. »Das war einfach Pech, aber sie hat eine herausragende Leistung gezeigt«, lobt Nitsch.

Die Jugend-18-Athletin überzeugte auch als Siebte des KT-Einzellaufs und belegte im Skating-Wettkampf den 15. Platz. Mit ihren Leistungen hat sie sich für den Kader des Continentalcups angeboten, der am kommenden Wochenende in Tarvisio statt wie geplant in Piancavallo ausgetragen wird. »Da gibt es eventuell sogar noch eine Chance auf die Teilnahme an der Junioren-WM«, freut sich Nitsch.

Gut präsentierte sich in der U 18 auch Lisa Zinecker: Im Sprint belegte sie Rang 15, Christina Enzinger kam auf den 18. und Franziska Öttl (alle SV Oberteisendorf) auf den 27. Platz. Auf der Klassik-Strecke wurde Zinecker Zehnte, Enzinger auf Rang 28. Im Skating fehlten Zinecker als Fünfter nur gut 13 Sekunden zu Bronze. Enzinger kam hier auf den 21. Platz.

Doppelsieg durch Sossau und Schröter

Verlass war auch wieder bei den Junioren U 20 auf Leistungsträger Anian Sossau (SC Eisenärzt). Der schon für die Junioren-WM qualifizierte 20-Jährige war nicht nur im Prolog schnellster Läufer seiner Klasse vor seinem Stützpunkt-Kollegen Jonas Schröter (SCMK Hirschau), sondern das Duo machte auch im Finalrennen den U-20-Titel unter sich aus. Sossau wurde Deutscher Juniorenmeister, Schröter Zweiter. Stark präsentierte sich hier auch Alexander Brandner (WSV Bischofswiesen) als Neunter, Sebastian Kistenmacher (SK Berchtesgaden) belegte den 20. Platz.

Über 10 km in klassischer Technik wurde Sossau beim Sieg des hierbei überragenden Jan-Friedrich Doerks (SCM Zella-Mehlis) Sechster. Doerks bezwang sogar den eminent starken Friedrich Moch (WSV Isny/+ 35,4 Sekunden) und war hinter Herren-Sieger Janosch Brugger (WSG Schluchsee) der zweitschnellste Läufer insgesamt.

Bei den Junioren kam Brandner auf Rang 13, Schröter auf Rang 21 und Kistenmacher auf Platz 26.

Über 15 km Freistil ließ dann Moch mit fast einer Minute Abstand Doerks hinter sich. Sossau (+ 1:12,6 Minuten) war als Vierter wieder eminent stark. »Alle drei Wettkämpfe zu machen ist schon hart – aber Anian hat am kommenden Wochenende Rennpause«, so Nitsch. Brandner wurde Achter, Schröter und Kistenmacher waren nicht mehr am Start.

Bei den Männern – hier gab es keine Titelvergabe – »hat Florian Knopf seine gute Form bestätigt – und das, obwohl er in der Woche davor noch Magen-Darm-Probleme hatte. Auch Felian Schubert (beide SLV Bernau, d. Red.) hat sich gut geschlagen.« Im Sprint war Knopf als Gesamtfünfter beim Sieg des Österreichers Benjamin Moser zweitbester Deutscher hinter Max Olex (SC Partenkirchen). Die weiteren Platzierungen (DP-Wertung): 5. Felian Schubert; 10. Jakob Leismüller, SC Partenkirchen; 11. Philipp Stasswender, SC Vachendorf; 12. Moritz Bauroth, SCMK Hirschau. Über 10 km klassisch wurde Knopf Dritter, nur 3,5 Sekunden fehlten ihm zum zweiten Platz. Die weiteren Platzierungen: 7. Felian Schubert; 9. Josua Strübel, SC Seebach; 10. Tobias Alraun, SC Aising-Pang; 11. Philipp Stasswender.

Das 15-km-Skatingrennen entschied Biathlet David Zobel (SC Partenkirchen) bei den Männern mit 2,2 Sekunden Vorsprung vor Jakob Walther (SSV Erfurt) zu seinen Gunsten. Dritter wurde Schubert (+ 45,5) vor Strübel (+ 1:52,3). Rang acht erkämpfte Tobias Alraun vor Philipp Stasswender.

Bronze in der männlichen Jugend 18 gab's im Klassik-Wettkampf für Simon Leismüller (SC Partenkirchen). »Das war nicht unbedingt zu erwarten«, lobt ihn der Trainer. Balthasar Strähhuber (SC Traunstein) belegte den 29. Platz. Im Sprint hatten Leismüller (9.) und Strähhuber (13.) sich gut verkauft. Strähhuber belegte über 15 km den 25. Platz.

Nadine Herrmann im Sprint souverän

Souverän präsentierte sich im Sprint bei den Juniorinnen/Damen auch Nadine Herrmann (Bockauer SV): Die Stützpunkt-Athletin war Schnellste des Prologs und setzte sich auch im Finale durch. Sechste wurde Alexandra Danner (SC Lenggries). Die weiteren Platzierungen: 15. Kim Hager, SC/TV Gefrees; 18. Viktoria Valentin, SV Oberteisendorf; 23. Sophie Lechner, TSV Marquartstein. Doch Herrmann »hat auch einen guten Distanz-Wettkampf gezeigt«, freut sich Nitsch über deren 3. Platz über 5 km KT, »auch Alexandra Danner (6.) war gut.« Neunte wurde Kim Hager, während Valentin Zehnte der Juniorinnen wurde. Im Skating wurde Lechner Achte der Juniorinnen, Hager Fünfte der Damen vor Danner.

In der männlichen Jugend 16 gab es folgende Ergebnisse: Sprint: 28. Janne Rein, SC Ruhpolding. – KT: 25. Janne Rein, 26. David Holz, SC Vachendorf. – Skating Massenstart: 20. David Holz; 26. Janne Rein. In der weiblichen J 16 sorgte Lina Geistanger (SC Eisenärzt) für die besten heimischen Ergebnisse: 14. Sprint, 14. KT und 17. Massenstart. Zudem kam Ioanna-Mara Benberg (SC Vachendorf) auf die Plätze 29 (Sprint) und 30 (KT).

»Wir sind ein gut eingespieltes Betreuerteam und hatten in allen drei Rennen gute Ski«, freut sich Nitsch. Zu diesem Team gehörten diesmal noch Sigrid Wille, Thomas Schöpf, Manuel Schnurrer, Fabian Heibler aus dem Jugendtrainerteam sowie Martin Werner, »der sich auch um die Unterkünfte kümmert und auch sonst vieles an Organisationsarbeit macht.« who

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