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Heimische Piloten auf der Vollgasbahn »ausgebremst«

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Auch er tat sich beim WM-Lauf in Krasnogorsk schwer: der Ruhpoldinger Eisspeedway-Pilot Stefan Pletschacher (Archivbild). (Foto: Weitz)

»Das war schwer für uns alle«: So kommentierte Stefan Pletschacher das Geschehen aus deutscher und westeuropäischer Sicht beim Auftakt der Eisspeedway-Weltmeisterschaft in Krasnogorsk (Russland).


Denn der Ruhpoldinger selbst, Günther Bauer (Schleching) und der Niederösterreicher Harald Simon (Pfaffenschlag) taten sich beim Grand Prix I und II allesamt schwer.

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Am schlimmsten aber erwischte es Franz Zorn (Österreich): der Saalfeldener stürzte gleich zu Beginn seines ersten Laufes im GP I, durfte beim Wiederholungslauf aber wieder antreten. »Dann hat es ihn genau an der gleichen Stelle erwischt«, berichtet Pletschacher.

Zorn zog sich unter anderem einen Schambeinbruch zu und muss am kommenden Wochenende bei der Team-WM in Togliatti ebenso pausieren wie beim GP III und IV in Blagowestschensk (Russland). Dort wird er von Max Niedermaier (Edling) ersetzt.

Schwer genug sind die Aufgaben aber auch für diejenigen, die fit sind. Beim GP in Krasnogorsk bei Moskau beherrschten erwartungsgemäß die Russen das Geschehen. Neben den fünf gesetzten Fahrern sowie dem mit Veranstalter-Wildcard nominierten Witali Khomisewitsch kam auch noch Wasily Kosow – als Reservefahrer vor Ort – regelmäßig für Zorn zum Einsatz, Jewgeni Kosow bei vereinzelten Ausfällen anderer Piloten.

Am ersten Tag belegte Pletschacher Rang 14 vor Bauer (je 3 Punkte), am zweiten kam der Schlechinger auf Rang 14 vor dem Ruhpoldinger (je 2). Pletschachers Teamkollege vom Team Stahlwerk Annahütte, Harald Simon, wurde im GP I mit vier Punkten Elfter, tags darauf brachte ihm die gleiche Punktzahl Platz 13 ein.

»Im Training noch gut«

»Im Training ging es noch richtig gut, am ersten GP-Tag hat es dann gar nicht mehr geklappt«, bedauert Pletschacher. Auf der ca. 440 Meter langen »Vollgasbahn« waren nämlich schon die Starts vorentscheidend – »und die liefen bei mir erst gar nicht, dann habe ich einmal den Start und auch gleich das Rennen gewonnen.«

Auch Günther Bauer merkte man an, dass er in dieser Saison noch kaum trainieren oder Rennen bestreiten konnte. Nun gilt es für das heimische Duo – gemeinsam mit Niedermaier – schon bei der Team-WM am kommenden Wochenende besser in Schwung zu kommen.

Nach den zwei GP-Tagen führen die drei Russen wieder das Gesamtklassement an, die – auch in der gleichen Reihenfolge – in der WM 2013 ganz vorne gelegen hatten. Spitzenreiter ist Titelverteidiger Daniil Iwanow (36 Punkte) vor Dimitri Koltakow und Dimitri Khomisewitsch (je 34).

Finne Aakko hält mit

Es folgen mit Witali Khomisewitsch (30), Igor Konjonow (26) und Sergej Makarow (24) drei weitere Russen. Bester »Nicht-Russe« ist der Finne Antti Aakko (14) auf Rang 7, der mit neun Zählern am ersten Tag sogar ins Halbfinale eingezogen war, dort aber ohne weitere Punkte blieb.

Gleichauf mit ihm liegt Wasily Kosow, dahinter folgen die Schweden Stefan Svensson (12) und Per-Anders Lindström (11); Bauer (14./5 Punkte) und Pletschacher (15./5) haben da schon etwas Rückstand.

Gar nicht nach Wunsch lief es für den im Vorjahr in Russland starken Grzegorz Knapp (Polen), der diesmal an beiden Tagen ohne Punktgewinn blieb. Auch er wird sich am kommenden Wochenende bei der Team-WM in Togliatti mit den deutschen Piloten messen. who