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Heimische Motorsportler auf verschiedenen Rennstrecken gefordert

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Flott unterwegs: Jesse Krohn/Martin Tomczyk (vorn) wollen zum Auftakt im ADAC GT Masters mit guten Leistungen überzeugen. (Foto: ADAC Motorsport)

Mehrere Motorsportler aus der Region sind an diesem Wochenende im Einsatz. Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) ist in der Superbike-WM in Assen (Niederlande) am Start. Dagegen fahren im ADAC GT Masters zum Saisonauftakt in Oschersleben die Autorennfahrer Christopher Haase (Kirchanschöring) und Martin Tomczyk (Rosenheim) bei den Tourenwagen-Rennen mit, während die ebenfalls dem ADAC Südbayern angehörende Sophia Flörsch (Grünwald) in der ADAC Formel 4 antritt.


Markus Reiterberger will beim vierten WM-Lauf der Superbike-Serie in den Niederlanden wieder an seine Glanzleistungen von den ersten zwei Veranstaltungen anknüpfen. Zuletzt im spanischen Aragón »war der Hund drin« bei der Abstimmung, so der 22-Jährige. In Assen feierte er im Vorjahr auf seiner BMW einen Doppelsieg in der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Jetzt will er in der WM mit seinem Team Althea BMW Racing wieder voll angreifen.

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Routinier Martin Tomczyk ist heuer normalerweise im Deutschen Tourenwagen Masters (Saisonbeginn: 6. bis 8. Mai in Hockenheim) für das Freilassinger Team BMW Schnitzer am Start. Doch schon an diesem Wochenende gibt er einen Gastauftritt im ADAC GT Masters in Oschersleben. Dort teilt er sich mit BMW-Motorsport-Junior Jesse Krohn (25, Finnland) das Cockpit. Tomczyk vertritt Stammfahrer Louis Delétraz (19 Jahre/Schweiz), ebenfalls BMW-Motorsport-Junior, der wegen Terminüberschneidungen passen muss.

Schlag auf Schlag geht es für Christopher Haase: Am vergangenen Wochenende war er für das Team Saintéloc Racing Audi im Rahmen der Blancpain Endurance Series in Misano (Italien) am Start, nun ist er im ADAC GT Masters dabei, ebenfalls mit einem Audi R 8 LMS.

Im Audi-Team Car Collection Motorsport ist er mit Kelvin van der Linde (Südafrika) am Start. Beide sind ehemalige GT-Masters-Champions: Christopher Haase wurde im Jahr 2007 Gesamtsieger, der jetzt 19-jährige Kelvin van der Linde wurde 2014 Titelträger.

Christopher Haase freut sich auf »starke Meisterschaft«

Haase ist begeistert: »Die Rückkehr in das GT Masters freut mich besonders, zumal die Meisterschaft enorm stark besetzt ist. Es wird mit Sicherheit ein tolles Jahr.«

Im Rahmen des ADAC GT Masters werden mehrere Rennserien ausgetragen: Dazu gehören unter anderem die ADAC Formel 4, der Deutsche Tourenwagen Cup und der Porsche-Carrera-Cup.

In der Formel 4 geht ein wahrlich großer Name an den Start. Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher. Mick Schumacher feierte am vergangenen Wochenende bereits in der italienischen Formel 4 einen Doppelsieg und gilt auch in der ADAC Formel 4 als einer der Favoriten. Der 17-Jährige fährt für das Prema Powerteam. Dieses gehört zu den namhaftesten Rennställen in Europa. Jacques Villeneuve und Robert Kubica sind ehemalige Fahrer des Teams, denen der Aufstieg in die Formel 1 gelang. Das lässt auch Schumacher hoffen.

Zu seinen 37 Konkurrenten gehören vier Fahrerinnen: Die 17-jährige Carrie Schreiner vom Team US Racing, die 20-jährige Marylin Niederhauser (Team Rennsport Rössler), die 16-jährige Michelle Halder (Liqui Moly Team Engstler) sowie die 15-jährige Sophia Flörsch vom Team Motopark.

Flörsch war zunächst im Kartsport erfolgreich und verdiente sich im Vorjahr in der Ginetta Junior Championship ihre Meriten. Zwei Siege und mehrere Spitzenplätze brachten ihr den Beinamen »the German Blondie« ein. Doch zur Saisonmitte stieg sie als Gesamtdritte der Serie aus und konzentrierte sich auf die Formel-4-Vorbereitung. Rund 20 Trainingstage kamen so zusammen. Zudem veröffentlichte Flörsch bereits ihr erstes Buch »Auf der Überholspur« (Komplett-Media GmbH; ISBN 978 - 3 - 8312 - 0428 - 1), geschrieben mit dem renommierten Motorsportjournalisten Klaus-Eckhard Jost.

Hierbei beschreibt sie zunächst sich und ihre Karriere. Im Wesentlichen ist das Buch aber ein Fitness-Ratgeber: zunächst mit dem Themenbereich mentale Fitness, dann körperliche Fitness. Dabei stellt Flörsch mit Personal-Trainerin Katrin Böning zahlreiche Übungen und einen Acht-Wochen-Fitnessplan vor.

Sophia Flörsch will »auf Überholspur« bleiben

An mangelnder Fitness sollte es also nicht liegen, wenn Flörsch am Wochenende im Rennen noch nicht »auf der Überholspur« sein sollte. Den richtigen »Riecher« bewies sie schon im Hinblick auf die kommende Formel-1-Saison, als sie voraussagte: »Wenn Nico Rosberg im nächsten Jahr mehr Konstanz zeigt, kann er Lewis Hamilton schlagen« – was ja zuletzt passierte.

Nun hofft sie, auch für ihre Karriere den richtigen »Riecher« zu haben. 2016 Formel 4, 2017 Formel 3, 2018 Formel 1 – so lauten ihre ehrgeizigen Ziele. Als Fernziel hat sie sich vorgenommen, »Formel-1-Weltmeisterin« zu werden. who