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Heimische Judoka in Leipzig erfolgreich

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Sie durften sich über gute Ergebnisse beim renommierten AT-Cup freuen (von links): Louis Flemming, Laura Cerovac, Lea Rasch und Betreuer Tino Flemming vom TSV Palling.

Vor Beginn der sich anbahnenden »zweiten Welle« des Covid-19-Virus bot sich den Judokämpfern noch eine große Chance, um doch noch einen anspruchsvollen Wettkampf im »Seuchen-Jahr 2020« bestreiten zu können. Und diese nutzten die Pallinger und weitere oberbayerische Judoka für mehrere Spitzenplätze.


Der international renommierte JC Leipzig aus Sachsen profitierte für diesen stark beachteten Plan der Ausrichtung eines internationalen Turniers von niedrigen Inzidenzzahlen im Osten von Deutschland. Der JCL bekam die Erlaubnis des Innenministeriums Sachsens, des Gesundheitsamts der Stadt Leipzig sowie des Sächsischen Judoverbandes. Dies wurde dank eines hervorragenden Sicherheits- und Gesundheitskonzeptes möglich. So konnte der Verein den renommierten Internationalen AT-Cup U 18 und zeitgleich ein Sichtungsturnier der Altersklasse U 13/U 15 ausrichten.

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Eine Grundbedingung war es, dass nur Sportler teilnehmen dürfen, die aus keinem Risikogebiet (laut Robert-Koch-Institut) stammen oder dort trainieren. Hier galt sogar eine Inzidenzzahl von unter 25 als Voraussetzung. Zuschauer und Sportler waren strikt getrennt und es galt ausnahmslos das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung. Trainer Tino Flemming (TSV Palling) nutzte die Chance und startete eine Umfrage unter vielen hundert Sportlern der Region. Das Echo war sehr interessant, aber auch differenziert.

Letztlich meldeten sich sechs Judokämpfer des TSV Palling, aber auch eine Sportlerin des TuS Holzkirchen und drei junge Talente des FC Puchheim beim Organisator für die Teilnahme an. Flemming musste sich aber mit zwei kurzfristigen krankheitsbedingten Absagen von Theodoros Siminidis aus Palling und Oliver Halewizki aus Palling/Töging abfinden. Zu allem Übel wurden die Puchheimer Nachwuchstalente Emanuel Schön, Philipp Gonschorek und Raphael Kunz von der Wettkampfleitung in Leipzig ausgeschlossen, da ihr Landkreis die Schwelle der Inzidenzzahl kurz vor dem Wettkampf überstieg.

Trotz der zahlenmäßig dezimierten oberbayerischen Vertretung des Judosports wurden tolle Erfolge gefeiert. Von 52 teilnehmenden Vereinen belegte die »oberbayerische Auswahl« aus Palling und Holzkirchen den erfreulichen 12. Platz. Bei den Junioren U 18 schrammte Louis Flemming (Palling) an Bronze im starken Teilnehmerfeld vorbei und errang Platz 5. Die Jugend U 15 wurde von Lea Rasch (Palling) mit einer sehr guten Bronzemedaille und Laura Cerovac (Palling) sogar mit der Silbermedaille abgeschlossen.

In der Jugend U 13 verlor das Pallinger Talent Moritz Langner etwas knapp das Halbfinale und auch den Kampf um Bronze, aber sein 5. Platz war für ihn dennoch ein großer Erfolg. Letztlich holte auch noch die Holzkirchner Teilnehmerin des oberbayerischen Teams, Leonie Zeller, eine Medaille. Nachdem sie zunächst kampflos eine Goldmedaille bekommen hatte, organisierte der oberbayerische Betreuer einen Wertungskampf gegen die Siegerin der nächsthöheren Gewichtsklasse. Leonie Zeller gewann dieses Duell souverän mit einer Würgetechnik und holte sich noch einmal Gold.

Für den Organisator und Betreuer aus dem Chiemgau, Tino Flemming, war es ein Beweis dafür, dass Sport die Menschen verbindet und unter bestimmten Voraussetzungen auch derzeit sportlicher Wettbewerb möglich ist. Die Kooperation zwischen Vereinen und Sportlern, wie in diesem Fall dem FC Puchheim, dem TuS Holzkirchen und dem TSV Palling, sowie dem Ausrichter JC Leipzig und dem Sächsischen Judoverband, führten zu einer gelungenen Veranstaltung. fb

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