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Heimische Biathleten streben Spitzenplätze an

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Auch er will in der heimischen Chiemgau-Arena beim Deutschlandpokal wieder für Spitzenplätze sorgen: Dominic Reiter vom ausrichtenden SC Ruhpolding. (Foto: Weitz)

Mit starker Besetzung wird der Deutschlandpokal im Biathlon in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena über die Bühne gehen: Insgesamt 235 Sportler sind gemeldet, darunter auch sechs Gäste aus Österreich. Für diejenigen, die dann am Samstag (ab 10 Uhr) und Sonntag (ab 10 Uhr) an den Start gehen, wird es am zweiten Wettkampftag eine spannende Neuerung geben: das »Super Einzel«.


»Bei dieser Wettkampfform geht es vom grundsätzlichen Reglement her wie beim normalen Einzellauf zur Sache. Es gibt vier Schießeinlagen – nämlich liegend, stehend, liegend, stehend. Aber die Strecken sind mit 5 x 1 Kilometer bei den weiblichen Athleten und 5 x 1,5 Kilometer bei den männlichen Sportlern deutlich kürzer als beim normalen Einzellauf. Dafür gibt es pro Fehlschuss auch nur 15 Sekunden Zeitaufschlag«, so Wettkampfleiter Alois Reiter.

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Auch die Startintervalle – bereits 15 Sekunden nach dem ersten Athleten wird der nächste auf die Strecke geschickt – sind verkürzt. Sie können somit einerseits für einen schnelleren Ablauf des Wettkampfes, andererseits aber auch für mehr Spannung sorgen.

Es werden auch zahlreiche heimische Athleten mit Aussichten auf Spitzenplätze an den Start gehen. Denn in fast allen Altersklassen mischen die heimischen Sportler in der Gesamtwertung vorne mit – und das wollen sie bei ihrem »Heimspiel« natürlich wieder tun.

In der männlichen Jugend 16 sind Johan Werner (SC Aising-Pang/3.) und Florian Arsan (SC Vachendorf/5.) gut im Rennen, in der J 17 vor allem Marc Hoheisl 4.) vom ausrichtenden SC Ruhpolding. Bei der weiblichen Jugend 17 gewann Lisa Spark vom SC Traunstein unlängst den Sprint in Kaltenbrunn und ist Gesamtvierte.

In der Jugend II (18/19) stellt der SC Ruhpolding in Raphael Lankes (6.), Simon Groß (7.), Christoph Müller (9.) und Lucas Lechner (12.) gleich vier Kandidaten auf vordere Ränge – allerdings fällt Simon Groß diesmal aus. In der Jugend II weiblich liegen die heimischen Hoffnungen bei Franziska Pfnür (SK Ramsau/3.).

Der Deutschlandpokal-Wettkampf ist auch heuer wieder als Theo-Merkel-Gedächtnis-Lauf ausgeschrieben. Dabei wird an das »Biathlon-Urgestein« des SC Ruhpolding erinnert – Merkel hatte unter anderem mehr als 20 Jahre als Schießstandchef von nationalen Wettkämpfen, Weltcups und Weltmeisterschaften fungiert und sich besonders der Förderung des Nachwuchses verschrieben.

Diesen Ehrenpreis gewannen im Vorjahr Vanessa Hinz und Fabian Bekelaer. Entscheidend ist dabei bei Damen/Juniorinnen und Herren/Junioren jeweils die Gesamtzeit aus den beiden Wettbewerben, die die Athleten gebraucht haben.

Einige der Favoriten aus diesem Altersbereich sind jedoch heuer nicht in der Chiemgau-Arena am Start. Denn die Sportler, die für die kommenden IBU-Cups nominiert wurden, bereiten sich gezielt auf diese Wettkämpfe vor und werden daher in Ruhpolding nicht antreten. Doch hier werden unter anderem Marco Groß und Dominic Reiter (beide SC Ruhpolding) die heimischen Farben vertreten, im Damenfeld werden unter anderem Marie Heinrich (Großbreitenbacher SV) und Luise Kummer (SVE Frankenhain) mitmischen, die auch schon einige Einsätze im IBU-Cup erhalten hatten.

Ebenfalls nicht in Ruhpolding am Start sind auch die Nachwuchsathleten Dominic Schmuck (SC Schleching), Marinus Veit (Stützpunkt), Anna Weidel (WSV Kiefersfelden/Stützpunkt) und Sophia Schneider (SV Oberteisendorf): Sie wurden für die Junioren-WM in Osrblie (Slowakei/ab 21. Februar) nominiert und sind daher in der WM-Vorbereitung aktiv. Dennoch: Die Zuschauer dürfen sich in Ruhpolding auf hochwertige Wettkämpfe und spannende Rennen freuen. who