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Heimische Asse überzeugen in Assen

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Er fuhr beim Eisspeedway-Grand-Prix in Assen am zweiten Tag ins WM-Halbfinale: der Schlechinger Günther Bauer. (Foto: Weitz)

Das gab es im Eisspeedway-Grand-Prix 2016 noch nie: Beim vorletzten Wettkampf-Wochenende in Assen (Niederlande) stand an beiden Tagen ein Deutscher im Halbfinale. Überraschte am ersten Tag im Grand Prix VII Stefan Pletschacher (MSC Ruhpolding) mit seinem Einzug unter die besten Acht, so zeigte der am Vortag als Neunter knapp gescheiterte Günther Bauer (Schleching) im Grand Prix VIII seine Routine. Er schaffte es erstmals in dieser Saison unter die besten acht Fahrer nach den normalen Punkteläufen.


Damit machte das Chiemgauer Duo beste Werbung für das Finale im Eisspeedway-GP, das am kommenden Wochenende in der Inzeller Max-Aicher-Arena ausgetragen wird.

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Bauer holte am ersten Tag schon sieben Punkte und wurde guter Neunter, aber im letzten Lauf des Tages landete er hinter Pletschacher. Damit hatte Pletschacher 8 Punkte gesammelt und kam auf Platz 8 der Tageswertung. Mit 3 Punkten erkämpfte Max Niedermaier (Edling) den 12. Rang.

Tags darauf fuhr Bauer mit 7 Punkten auf den 8. Platz. Bei Pletschacher lief es nicht mehr ganz so gut, der 37-Jährige kam mit 3 Punkten auf den 14. Rang. Max Niedermaier steigerte sich dagegen auf 4 Punkte und den 11. Platz. In der WM-Gesamtwertung rückte Bauer auf den 9. Platz vor, Pletschacher belegt den 15. Rang vor Niedermaier.

An der Spitze war Franz Zorn (Österreich) der einzige nicht-russische Fahrer, der mit dem führenden russischen Quintett mithalten konnte. Der Saalfeldener wurde jeweils Fünfter. Im Kampf um den Titel rückte Dimitri Khomisewitsch nach vorn. Im GP VII gewann er seine fünf Vorläufe, sein Halbfinale und das Tagesfinale – das brachte ihm 21 Punkte ein. Im GP VIII holte er 14 Punkte aus den Vorläufen, wurde Zweiter im Halbfinale und gewann den Endlauf – das macht 19 Punkte. Zweiter des Endlaufes wurde Dimitri Koltakow, der ebenso wie Khomisewitsch mit 138 WM-Punkten nach Inzell anreist. Titelchancen hat aber auch noch Daniil Iwanow (133).

Im Roelof-Thijs-Pokal am Tag vor dem GP VII zuvor für die nicht fest im GP aktiven Fahrer waren Johann Weber, Sebastian Gegenbauer und Reinhard Greisel mit dabei – Luca Bauer (Reit im Winkl) musste nach einem Sturz im Training (leichte Gehirnerschütterung) pausieren.

Der Sieg im Pokal ging an Viktor Svensson (Schweden) vor Mikko Jetsonen (Finnland), Martin Haaralitunen (Schweden/) und Charly Ebner (Österreich/beide Sturz im Finale). Fünfter wurde Hans Weber, der durch einen Ausfall im Halbfinale seine Siegchancen einbüßte, dann aber das Rennen um Rang 5 zu seinen Gunsten entschied. Neunter wurde Sebastian Gegenbauer, auf Rang 11 landete Reinhard Greisel.

Jetzt freuen sich die heimischen Fans auf das GP-Finale am kommenden Wochenende in Inzell – und dort wird ja neben Günther Bauer und Stefan Pletschacher auch Luca Bauer im Hauptfeld mitfahren. who