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Heberle geht – Habl kommt

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Günter Heberle verlässt Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring. Sein Nachfolger wird Uli Habl. (Foto: Butzhammer)

Der Fußball-Landesligist SV Kirchanschöring und sein bisheriger Cheftrainer Günter Heberle gehen ab sofort getrennte Wege. Als Nachfolger des Ex-Profis hat der Tabellenfünfte der abgelaufenen Saison Uli Habl (letzte Station: SB Chiemgau Traunstein) verpflichtet. Habl und der bisherige Co-Trainer Sepp Aschauer werden gleichberechtigt fungieren.


Heberle meldete sich gestern telefonisch aus seinem Urlaub. Als Grund für seinen Rückzug nannte der A-Lizenz-Trainer massive Probleme bei der Kaderzusammenstellung für die neue Saison. »Wir sind in der Winterpause zu dem Ergebnis gekommen, dass der Kader zu klein ist – vor allem im Hinblick auf den Trainingsbetrieb in Phasen, in denen die Studenten fehlen«, erklärte der Ex-Zweitliga-Kicker, »deshalb wollten wir externe Spieler holen, um diese Defizite auszugleichen. Ich habe damals auch nur unter dieser Voraussetzung für die neue Saison zugesagt.«

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Allerdings seien es der Abteilungsleitung und auch Heberle selbst »leider nicht in ausreichendem Maße gelungen, neue Spieler für den Landesliga-Fußball in Kirchanschöring zu begeistern.« Bislang stehen nur Sebastian Fial vom SV Laufen (Torwart), Tobias Janietz vom SV Oberteisendorf, Christian Jung vom ESV Freilassing und Rückkehrer Andreas Siegel (ebenfalls SV Laufen) fest. Diverse andere Landesligisten fallen durch zweistellige Zahlen von Neuzugängen – auch aus höheren Ligen – auf.

»Ich habe meine Ziele mit dem SVK erreicht, aber es macht für mich unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn, weitere, höhere Ziele zu setzen. Wir waren letzte Saison Fünfter in der Landesliga, ich habe meine Arbeit also getan«, meinte Heberle. Der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel sei nach dem Ende der abgelaufenen Spielzeit gut, »die Mannschaft ist intakt und für die Landesliga gut aufgestellt«, betonte Heberle. Er sei »mit viel Spaß« in Kirchanschöring tätig gewesen; »Ich habe sehr gerne meine Kraft in den Verein investiert.«

Beim Testspiel am Samstag (16 Uhr) zu Hause gegen Regionalligist 1860 Rosenheim wird Uli Habl noch nicht auf der Bank Platz nehmen. »Ich werde aus beruflichen Gründen erst in zwei Wochen beim SVK einsteigen«, erklärte Habl gestern auf Anfrage. Der SVK sei jedoch für ihn als ehemaligen Spieler des Vereins eine Herzensangelegenheit, »sodass ich mich kurzfristig entschieden habe, zuzusagen.« Einschneidende Veränderungen plane er nicht, so Habl, »ich würde gerne das fortführen, was Günter und sein Trainerteam hier aufgebaut haben«. cs