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Harter Kampf »über dem Limit« bringt vordere Platzierung

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Er fuhr auch diesmal wieder eng in die Kurven, aber es reichte nicht zum Sieg: Markus Reiiterberger wurde in Imola Fünfter. (Foto: MPAfoto)

Kleiner Rückschlag für Markus Reiterberger: Beim dritten Lauf der Saison zur Superstock-1000-Europameisterschaft musste sich der Obinger Motorradrennfahrer nach zuvor zwei Siegen mit dem fünften Platz begnügen. Damit schrumpfte sein Vorsprung in der EM-Gesamtwertung auf einen Zähler. Rang 4 in der Supersport-300-WM erreichte zudem Luca Grünwald (Waldkraiburg).


Reiterberger hatte es schon zuvor geahnt: »In Imola werden die italienischen Piloten besonders stark sein«, hatte er gemutmaßt. Das stimmte. Zudem musste das Team alpha Racing-Van Zon-BMW ohne Referenz aus der Vergangenheit für die Rennstrecke auskommen und sich mit der BMW S 1000 RR erst einmal herantasten.

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Das gelang weitgehend, doch beim Reifenpoker im Qualifying auf teils nasser, teils trockener Strecke lief es nicht optimal. Der 24-Jährige belegte »nur« den 9. Platz. »Wir haben dann noch etwas an der Rennabstimmung gefeilt, was sich nach ein paar Runden aber stark negativ ausgewirkt hat. Ich musste konservativer fahren und mich aufs Bremsen konzentrieren. Irgendwann habe ich dann heftige Probleme mit dem Vorderrad bekommen und bin einige Male fast gestürzt«, berichtet der 24-Jährige.

Er machte zwar im Rennen zunächst relativ schnell einige Positionen gut. Doch ab der Rennmitte traten die Probleme auf. So gab es letztlich »nur« den fünften Platz, »und dafür musste ich heute weit über meinem Limit fahren«, bekennt er – und zeigt sich gleichzeitig erleichtert: »Zum Glück hat ein Wildcard-Fahrer das Rennen gewonnen und ich bin noch knapp Gesamtführender.« Denn der Sieg in Imola ging an den Italiener Matteo Ferrari (Ducati). Dahinter folgten Reiterbergers härtester EM-Konkurrent Roberto Tamburini (Italien/BMW/Berclaz Racing Team), Maximilian Scheib (Chile/Aprilia) und Federico Sandi (Italien/Ducati). Mit Rang 14 holte Reiterbergers Teamkollege Jan Bühn (Kronau) noch zwei EM-Zähler.

In der Gesamtwertung liegt Reiterberger (61 Punkte) vor Tamburini (60), Scheib (45), Sandi (42) und Florian Marino (Frankreich/Yamaha/31), der diesmal Siebter wurde. Bühn (8) belegt den 13. Rang.

Mit ihrem Start-Ziel-Sieg in der Klasse Supersport 300 übernahm dagegen die 21-jährige Spanierin Ana Carrasco (Kawasaki/jetzt 48 Punkte) zugleich die Gesamtführung vor Luca Grünwald (Waldkraiburg/Freudenberg KTM Team/45), der diesmal Vierter wurde. In einem Rennen, in dem zwar 26 Piloten ankamen, aber auch zwölf ausfielen, erwischte es auch den bisherigen Spitzenreiter Scott Deroue (Niederlande/Kawasaki), der nun Gesamtdritter ist, gemeinsam mit Glenn van Straalen (Niederlande/KTM/je 36). Vor Grünwald landeten neben Siegerin Carrasco noch Borja Sanchez (Spanien/Kawasaki) und Kevin Sabatucci (Italien/Yamaha).

In der Königsklasse Superbike gewann WM-Spitzenreiter Jonathan Rea (Großbritannien/Kawasaki) den ersten Lauf vor Tom Sykes (Großbritannien/Kawasaki) und Marco Melandri (Italien/Ducati). Im zweiten Durchgang setzte sich Rea (209 WM-Punkte) vor Chaz Davies (Großbritannien/Ducati/162) und Tom Sykes (137) durch, Gesamtvierter ist Melandri (132).

Der nächste Lauf der Superbike-WM mit der Supersport-300-Klasse und der Superstock-1000-EM findet vom 25. bis 27. Mai in Donington (Großbritannien) statt. Und da hat sich Reiterberger schon einiges vorgenommen: »Wir müssen jetzt schauen, dass wir fürs nächste Rennen wieder auf unsere Pace kommen.« Gelingt das, soll möglichst der dritte Saisonerfolg her. who