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Harter Kampf in Kalifornien

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Er holte sich nach harten Positionskämpfen auch in Laguna Seca weitere WM-Punkte: Markus Reiterberger (vorn). (Foto: BMW Motorrad Motorsport)

Mit zwei Punkterängen hat sich Motorradrennfahrer Markus Reiterberger (Obing) in die Sommerpause der Superbike-Weltmeisterschaft verabschiedet. In Laguna Seca (USA) erkämpfte sich der Pilot des Teams BMW Motorrad WorldSBK auf seiner BMW S 1000 RR einmal den 15. und einmal den 13. Platz. »Es war ein schwieriges Wochenende, aber wir konnten wieder ein paar Punkte holen«, zog er Bilanz.


Schwierig waren schon die Voraussetzungen, hatte ihn doch gut eineinhalb Woche vor dem Rennen ein grippaler Infekt außer Gefecht gesetzt – was zum Startverzicht für Donington (Großbritannien) geführt hatte. Auf der für ihn neuen Strecke in Kalifornien gewöhnte sich der 25-Jährige schnell ein und konnte sich sogar den 12. Startplatz sichern.

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»Im Rennen haben wir heute leider die falsche Reifenwahl getroffen und einige Veränderungen, die wir am Set-up gemacht haben, waren leider nicht zielführend. Dann ist im Rennen auch noch ein heftiger Rutscher übers Vorderrad und ein Ausflug ins Kiesbett dazugekommen und ich bin am Ende nur 15. geworden. Damit bin ich natürlich nicht zufrieden«, gab er offen zu.

Im zweiten Lauf konnte Reiterberger zunächst auf einen Platz unter den Top Ten hoffen. Er hatte sich mit dem Team für einen anderen Reifen als am Vortag entschieden, »und der hat sich die ersten 15 Runden lang bewährt. Danach ließ die Performance des Reifens leider nach und ich hatte wieder viel Bewegung im Bike«, berichtete er. So verlor er bei insgesamt 25 Runden noch zwei Positionen, »ich konnte aber den 13. Platz ins Ziel retten«, zeigt er sich teilweise zufrieden.

Er gibt aber auch zu: »Natürlich hatte ich mir mehr erhofft, weil ich weiß, dass ich mehr kann, aber momentan lässt es leider nicht mehr zu.« So hofft er nun, dass er und das Team »noch ein paar Sachen finden«, damit er mit dem Motorrad richtig schnell werden könne. Das Team arbeite hart und unterstütze ihn sehr gut. Daher »müssen wir weiterarbeiten und dürfen jetzt nicht aufgeben.«

Mut machen auch die guten Ergebnisse seines Teamkollegen Tom Sykes. Im ersten Lauf wurde der Brite hinter seinen beiden Landsmännern Jonathan Rea (Kawasaki) und Chaz Davies (Ducati) sowie Toprak Razgatlioglu (Türkei/Kawasaki) Vierter. Rang 14 ging hier an Sandro Cortese (Berkheim/Yamaha). Im zweiten Lauf gewann Davies vor Rea und Razgatlioglu. Sykes wurde Fünfter, Cortese landete wieder auf Rang 14.

Pech hatte Alvaro Bautista (Spanien). Der Ducati-Pilot, der im ersten Rennen durch einen Sturz ohne Punkte geblieben war, wurde im Superpole-Rennen (Kampf um die Startplätze) von einem auf die Strecke zurückkehrenden Fahrer getroffen, zog sich eine Schulterverletzung zu und konnte so zum zweiten Lauf gar nicht mehr antreten. So baute nun Rea (433) seine Führung vor Bautista (352) deutlich aus, auf Rang drei folgt Alex Lowes (Großbritannien/Yamaha) mit 220 Zählern. Tom Sykes (170) ist Achter, Cortese (100) Zehnter und Reiterberger (60) nimmt den 14. Platz ein.

Er würde gerne nach der Sommerpause in der Gesamtwertung weiter nach vorne rücken. Daher werde er »die Sommerpause nutzen, um mich so gut es geht, auf die letzten vier Rennen der Saison vorzubereiten«, kündigt er an.

Fortgesetzt wird die WM nämlich am Wochenende vom 6. bis 8. September in Portimão (Portugal). Es folgen die Läufe in Magny-Cours (Frankreich/27. bis 29. September), San Juan (Argentinien/11. bis 13. Oktober) und Doha (Katar/24. bis 26. Oktober). who

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