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Harte Trainingsarbeit für eine erfolgreiche Saison

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Triathlet Julian Erhardt hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen und ist mit seiner bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden.

Julian Erhardt steckt mitten in der Vorbereitung auf die neue Wettkampfsaison – und für den jungen Triathleten aus Übersee läuft es zurzeit richtig gut. »Ich konnte gefühlt zum ersten Mal in den letzten zehn Jahren ohne eine Krankheit über den Dezember und Januar kommen«, freut er sich. »Ich bin froh, hier gut durchgekommen zu sein.« Jetzt hat er noch einige Wochen Zeit, um am Feinschliff zu arbeiten, ehe im April die Saison startet. Über seine Wettkampfplanung mochte Erhardt noch nicht zu viel verraten – nur so viel ließ er sich entlocken: »Es werden sowohl bekannte als auch neue Rennen dabei sein.«


Neuer Trainer, neue Trainingsmethoden

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Ihm zur Seite steht mit Philipp Seipp ein neuer Trainer. Die ersten Neuerungen im Trainingsablauf gab's damit natürlich auch schon. Erhardt, der wohl auch in dieser Saison wieder für das Team Erdinger Alkoholfrei starten wird, hat sein Training etwas umgestellt. »Als vierte Disziplin neben dem Schwimmen, Radfahren und Laufen, bildet für mich das Krafttraining mittlerweile mehrmals wöchentlich einen wichtigen Baustein«, betont er. »Hier arbeite ich spezifisch an meinen Schwächen und hoffe so auch im Schwimmen, Radfahren und Laufen nochmal eine ordentliche Schippe drauflegen zu können.«

Aber auch das Radtraining schaut mittlerweile anders aus, verrät der 25-Jährige: »Ich verbringe jetzt viele schweißtreibende Stunden auf der Rolle.« Zudem wählte Erhardt, der 2016 unter anderem beim Chiemsee-Triathlon mit dem 2. Gesamtplatz über die Mitteldistanz für Aufsehen sorgte, zuletzt auch eine neue Trainingsvariante.

Nach den ergiebigen Schneefällen in der Region schnallte sich der ehrgeizige Sportler auch die Langlaufskier das eine oder andere Mal an. »Intensive Einheiten hatte ich bisher auf den schmalen Brettern zwar noch nie absolviert, aber es war eine interessante neue Variante, die das Herzkreislaufsystem ordentlich fordert«, betont er.

Und weil es ihm offensichtlich Spaß macht, startete er zusammen mit Andi Dreitz, Micha Raelert und Michi Ole Ager auch bei der Chiemgauer-Team-Trophy. Dabei geht's eigentlich weniger um die Platzierungen, als vielmehr darum, Spaß am Langlaufen zu haben. Erhardt achtete dennoch natürlich genau darauf, an welcher Position er ins Ziel kam. »Nach 45 km in traumhafter Umgebung konnte ich zusammen mit Andi immerhin an Position drei von über 500 Startern das Ziel erreichen«, freut er sich. »Für uns Sommersportler war das in meinen Augen gar nicht so schlecht.«

Der Triathlet war aber natürlich auch schon in wärmeren Gefilden unterwegs. Das erste Trainingslager – Erhardt war zehn Tage im spanischen Palamos – war ebenfalls ein voller Erfolg. »Dort hatten wir bei 10 bis 17 Grad für meinen Geschmack ideale Trainingsbedingungen.«

25-Jähriger möchte die Trainerlaufbahn einschlagen

Aber auch beruflich ging's für Erhardt zuletzt weiter voran. In seinem Studienort Saarbrücken absolvierte er den letzten Teil der B-Trainer-Ausbildung Leistungssport. »Über kurz oder lang werde ich es vermutlich dann auch mal als Coach versuchen, da hier eine gute Kombination zwischen meinem Studium, den Trainerscheinen und meiner Leidenschaft dem Triathlon gegeben ist«, verrät er.

Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt konzentriert sich Julian Erhardt erst einmal ganz auf den Sport. Mitte Februar geht es für ihn auf die kanarische Insel Lanzarote ins zweite Trainingslager. Anfang April steht dann noch das traditionelle Ostertrainingslager im La Cecinella in der Toskana an. »Das ist dann der letzte Feinschliff für die kurz danach startende Saison«, betont er – und für diese hat er sich eine ganze Menge vorgenommen. SB