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Harte Nuss für Kirchanschöring

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Auf ihn und seine Vorderleute in der Abwehr ist beim SV Kirchanschöring meist Verlass: Torwart Lukas Hoyer. (Foto: Butzhammer)

Das wird eine knifflige Prüfung für die Bayernliga-Fußballer des SV Kirchanschöring! Am Sonntag um 14 Uhr gastiert die Truppe von Trainer Patrick Mölzl, die sich in der vergangenen Woche mit einem 2:0 über Hankofen-Hailing auf Rang zehn verbessern konnte, beim Tabellensechsten TSV Schwabmünchen.


Gerade in der Offensive dürften die Hausherren Vorteile besitzen, da ihnen im bisherigen Saisonverlauf fast doppelt so viele Treffer gelangen (nämlich 29) wie den Gelb-Schwarzen (16). In der Defensive liegen dagegen die »Anschöringer« vorne: Während die beiden SVK-Torhüter Lu Hoyer und Christian Schlosser den Ball nur 20 Mal in 19 Spielen aus dem Netz holen mussten, klingelte es im Schwabmünchner Gehäuse schon 23 Mal.

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Sieht man einmal vom 0:5 vor 14 Tagen bei der stark aufgestellten »Zweiten« von Jahn Regensburg ab, so war die Kirchanschöringer Abwehr in den vergangenen Wochen nicht zu knacken: In vier der letzten fünf Spiele blieben Kapitän Albert Eder, Hoyer und Co. ohne Gegentreffer. Das kann kein Zufall sein, sondern zeugt von großer Qualität in Sachen mannschaftstaktisches Verhalten.

Trotzdem weiß natürlich auch Ex-Profi und »A-Lizenz-Musterschüler« Mölzl, dass am Sonntag ein »schweres Auswärtsspiel« auf seine Jungs wartet. Der Gegner sei »gut organisiert«, erklärt der SVK-Trainer, und war schon im Hinspiel (0:0 vor knapp 600 Fans im Stadion an der Laufener Straße) keine leichte Nuss. Mölzl betont außerdem, dass es in Schwabmünchen auch deshalb unangenehm zu spielen sei, weil dort stets eine aufgeheizte Stimmung herrsche.

Doch davon wollen sich Yunus Karayün, der gleich im ersten Spiel nach abgelaufener Rotsperre als Torschütze in Erscheinung trat, und seine Teamkollegen nicht verrückt machen lassen – und mit mindestens einem Zähler im Gepäck die Heimfahrt antreten.

Beim Blick in die Bayernliga-Statistik sticht eine Parallele zwischen beiden Teams ins Auge: Sowohl der TSV als auch der SVK sind ziemlich schwer auszurechnen, weil sie jeweils acht Akteure in ihren Reihen haben, die sich schon in die Torschützenliste eintragen konnten. Während Manuel Omelanowsky mit vier Toren der erfolgreichste Gäste-Knipser ist, haben die seit fünf Begegnungen unbesiegten Schwabmünchner – zuletzt 4:2-Sieger beim TSV Dachau – mit Bastian Renner (6), Thomas Rudolph und Gabriel Merane (beide 5) immerhin drei Offensivleute in ihren Reihen, die fünf oder mehr Treffer vorweisen können.

Wie SVK-Teammanager Michael Wengler mitteilte, wird die Reise ins Schwabenland am Sonntag um 8.45 Uhr am »Anschöringer« Vereinsheim mit einem großen Bus angetreten. Drei Stunden vor dem Spiel gibt’s wieder ein Essen, genauer gesagt Kohlenhydrate für die Spieler. »Nach dem Essen machen wir einen kurzen Spaziergang, und zwei Stunden vor Anpfiff wollen wir vor Ort sein«, so Wengler zum Ablaufplan.

Die SVK-Kicker »sind derzeit gut drauf«, so der Manager, »und wir hoffen natürlich, dass es uns in Schwabmünchen zum ersten Mal seit unserem Landesliga-Süd-Aufstieg vor fünf Jahren gelingt, mal ein Tor zu schießen und einen Punkt mitzunehmen.« Die bisherigen beiden Duelle hatte der SVK mit 0:2 und 0:1 in den Sand gesetzt. Zudem hofft Wengler, dass viele SVK-Fans das Team begleiten, die der von Mölzl erwähnten »aufgeheizten Stimmung« einen kleinen Gegenpart liefern sollen. cs