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Zweiter Teil der DM in der Chiemgau-Arena: Auch Langlauf-Elite am Freitag am Start – Karolin Horchler nach Verletzung gut in Form

Harte Konkurrenz für die heimischen Biathleten

Zu einer Erfolgsgeschichte war der erste Teil der Deutschen Meisterschaften im Biathlon für die Athleten des Stützpunkts Ruhpolding geworden.

Sie mischte trotz ihrer Verletzung im Juli schon beim ersten Teil der DM gut mit: Stützpunkt-Athletin Karolin Horchler, die nun in Ruhpolding auf weitere erfreuliche Ergebnisse hofft. (Foto: DSV)

Am Arber hatte sich unter anderem Denise Herrmann (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) einen Doppelsieg in Sprint und Verfolgung geholt.

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Doch beim zweiten Teil der Biathlon-DM, der in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena ausgetragen wird, müssen sich die heimischen Athleten vor allem am Freitag (Männer 11 Uhr/10 km, Frauen 13 Uhr/6 km) harter Konkurrenz erwehren. Da wird ein Speziallanglauf auf Skirollern ausgetragen, und daher »sind die heimischen Stützpunkt-Langläufer mit allem, was Rang und Namen hat, vertreten darunter auch Jonas Dobler«, so Wettkampfleiter Alois Reiter von der Chiemgau-Arena.

Langlauf-Nationalteam aus Schweden ist dabei

Hinzu kommen das Langlauf-Nationalteam aus Schweden, das italienische Biathlon-Weltcup-Team und das belgische Team, unter anderem mit Michael Rösch. So sind bei den Männern 85 Meldungen eingegangen, bei den Frauen 75.

Natürlich gibt es eine eigene Biathlon-Wertung, und an den beiden folgenden Wettkampftagen sind die Langläufer nicht mehr vertreten. Dennoch sind bei den Massenstarts am Samstag (Männer 11 Uhr/15 km und Frauen/13 Uhr/12,5 km) immer noch ca. 60 Männer und 60 Frauen gemeldet. Am Sonntag (11 Uhr Männer/3 x 7,5 km und Frauen 13.30 Uhr/3 x 6 km) bilden die Landesverbands-Staffeln den Abschluss der DM.

Für die Zuschauer kostenlos sind am heutigen Donnerstag die Trainingseinheiten (10 bis 12 und 13 bis 15 Uhr), an den Wettkampftagen können die Fans an der Arena kostenlos parken. »Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse«, informiert Alois Reiter.

Nun hoffen die Fans, dass die Stützpunkt-Athleten weiter gut in Form sind. Im Sprint der Männer hatte sich am Arber Matthias Dorfer (SV Marzoll) nur Benedikt Doll (SZ Breitnau) geschlagen geben müssen, Simon Schempp (SZ Uhingen) war Dritter geworden. In der Verfolgung zog Schempp der Konkurrenz davon. Michael Willeitner (SK Berchtesgaden) wurde hier Vierter (7. Sprint) vor Dorfer, Niklas Homberg (SK Berchtesgaden) verbesserte sich vom 13. auf den 8. Rang. Marco Groß (SC Ruhpolding), jetzt im zweiten Jahr bei den Erwachsenen, stürmte mit der sechstbesten Leistung im Verfolgungslauf von Rang 15 auf Platz 9 vor. Elfter (12. im Sprint) wurde Lukas Rombach (SC Wehr).

Sechs Schießfehler warfen Florian Graf (WSV Eppenschlag/5. im Sprint) auf den 13. Platz zurück. Unter 38 Teilnehmern belegten Dominic Reiter (SC Ruhpolding/2. Jahr Erwachsene) die Ränge 14 (Sprint) und 15, Dominic Schmuck (SC Schleching/1. Jahr) die Plätze 11 und 16. Sechs Schießfehler im Sprint und acht in der Verfolgung verhinderten mögliche Spitzenplätze von Johannes Kühn (WSV Reit im Winkl/19. und 25.). In der Junioren-Wertung gab es folgende Platzierungen: Simon Groß (SC Ruhpolding) 6. und 10.; Tobias Wanninger (SC Bayerisch Eisenstein) 8. und 9.; Marinus Veit (SC Bayrischzell) 9. und 6.

Doppelsiegerin Denise Herrmann

Bei den Damen wurde Denise Herrmann Doppelsiegerin. Im Sprint folgten Stützpunkt-Kollegin Maren Hammerschmidt (SK Winterberg/5. Verfolgung) und Laura Dahlmeier (SC Partenkirchen). Im Sprint wurde Dahlmeier Vizemeisterin vor Nadine Horchler (SC Willingen/5. Sprint). Aus dem Stützpunkt folgten: Franziska Preuß (SC Haag/je 4. Platz); Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld/7. und 6.), Vanessa Hinz (SC Schliersee/8. und 8.), Annika Knoll (SC Friedenweiler/9. und 11.) sowie Marion Deigentesch (SV Oberteisendorf/15. und 12.).

Drittschnellste Juniorin war Sophia Schneider (SV Oberteisendorf/5. Verfolgung) vor Nina Slivensky (WSV Kiefersfelden/6. Verfolgung), die Ränge 11 und 12 bei den Juniorinnen für Jessica Lange (SC Ruhpolding). Linda Artinger (Jg. 99, SC Bodenmais) verwies als Angehörige der Jugend II einige ältere Konkurrentinnen auf die Plätze.

Bei den Frauen war Karolin Horchler etwas angeschlagen in die Rennen gegangen. »Ich bin Anfang Juli im Training gestürzt und habe mich an der Schulter verletzt, erst seit gut drei Wochen kann ich voll trainieren«, berichtete sie. Die sichere Schützin, die in den vergangenen Jahren noch nicht die erhofften läuferischen Fortschritte gemacht hatte, hatte für diese Saison in Absprache mit IBU-Cup- und Heimtrainer Remo Krug (Inzell) »einige Dinge geändert, wo ich das Gefühl habe, das bringt mir was. Ich arbeite nun in einigen Bereichen individueller«, berichtet die 28-Jährige. Nach den Strecken am Arber, »die ich auch gerne mag«, freut sie sich nun auf ihr Heimspiel in Ruhpolding. »Da trainieren wir, klar ist das etwas Besonderes hier anzutreten«, sagt sie – eine Aussage, die wohl für alle Stützpunktathleten gilt ... who