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Hart umkämpft, aber nicht unverdient

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Einen hart umkämpften, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg feierte der ASV Grassau im Derby der Fußball-Kreisklasse I beim TuS Prien. Dass es bis zum Schluss spannend blieb, musste sich das Team von Trainer Robert Veichtlbauer selbst zuschreiben, da man trotz einiger guter Konterchancen keinen dritten Treffer nachlegen konnte. Prien hätte, bei einer besseren Chancenauswertung, die Niederlage durchaus vermeiden können.


Nachdem die Platzherren das Spiel offensiv und druckvoll begonnen hatten und in den ersten vier Minuten zweimal gefährlich im Fünf-Meter-Raum der Grassauer zum Schuss kamen, wurden die Priener von den Veichtlbauer-Schützlingen geradezu klassisch ausgekontert. Der schnelle Florian Hächl erlief einen Befreiungsschlag auf der linken Seite, setzte sich schön durch und flankte maßgerecht auf Daniel Clews, der den Ball schön annahm und mit seinem scharfen Schuss TuS-Torwart Ceman keine Chance ließ – 1:0 für die Achentaler.

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Doch Prien blieb gefährlich. In der 15. Minute kam Torjäger Thomas Staber im Fünf-MeterRaum an den Ball. Was aber bei ihm in dieser Saison bereits zehnmal geklappt hat, schaffte er diesmal nicht – ASV-Torwart Markus Gschossmann blieb Sieger. In der Folge streifte ein Freistoß der Priener knapp über die Latte.

Das 2:0 für die Achentaler fiel nach dem wohl schönsten Spielzug der Partie. Thomas Färbinger sprintete steil die rechte Außenbahn entlang, ging leicht nach innen und passte, 25 Meter zentral vor dem Tor, auf Thomas Sollacher. Der Grassauer Mannschaftskapitän spielte einen sehenswerten Doppelpass exakt in den Lauf von Färbinger, der mit einem fulminanten Schuss aus 14 Meter ins lange Eck die Führung für den ASV ausbaute (25.). Besonders in dieser Spielszene war erkennbar, wie wichtig es für den ASV Grassau war, dass Sollacher, der aufgrund einer Handverletzung mit einer Schiene spielte, trotz seines Handicaps aufgelaufen war.

Der TuS Prien drängte weiter auf das Grassauer Tor und es ergaben sich für Semmler und erneut Staber gute Möglichkeiten, die aber nicht verwertet werden konnten. Aber auch dem ASV boten sich immer wieder Konterchancen, die allerdings ebenfalls nicht erfolgreich zu Ende gespielt wurden.

In der zweiten Halbzeit griffen die Gastgeber nicht mehr ganz so ungestüm an. Dadurch kam Grassau zu mehr Ballbesitz und erarbeitete sich durch Hain, Färbinger und Stelzer gute Chancen, ohne dass jedoch Zählbares dabei heraussprang. Der TuS blieb dagegen weiter gefährlich und machte in der 84. Minute die Begegnung noch einmal spannend. Jury Guwa hämmerte den Ball aus gut 25 Meter zum Anschlusstreffer genau unter die Latte.

Nun warfen die Priener alles nach vorne und setzten den ASV unter Druck, der den Vorsprung jedoch geschickt verteidigte. Die letzte Großchance hatten die Platzherren in der Nachspielzeit. Aber ASV-Torsteher Markus Gschossmann hielt den Sieg für seine Farben fest. Er verkürzte gegen den von links anstürmenden Johannes Semmler geschickt in den Winkel und parierte aus sechs Meter. fxh