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Hans Schwabl verteidigt die bayerische Ranggler-Krone

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Erfolgreiche Titelverteidigung: Hans Schwabl (hinten, Zweiter von rechts) durfte erneut über die bayerische Ranggel-Krone jubeln. Ihm gratulierten (von rechts) Philip Gollinger, Vizemeister Stefan Plenk und Stefan Zeller. Auch Schwabls Söhne Tobi (vorne, links) und Maxi waren bei den Wettkämpfen dabei. (Foto: Schick)

Spannende Kämpfe und ausgesprochenes Wetterglück kennzeichneten die Titelvergabe bei der Bayerischen Landesmeisterschaft der Ranggler auf der Bichler-Alm bei Weißbach. So konnten die teilweise hitzig, aber fair geführten Duelle bis zum Finale bei idealen Bedingungen durchgezogen werden. Den Titel holte sich wie im Vorjahr Hans Schwabl vor Stefan Plenk.


Die beiden bärenstarken Inzeller Pfoadathleten, die ihren Kontrahenten nicht nur körperlich, sondern auch technisch überlegen waren, ließen bereits in den Vorrunden nichts anbrennen und legten ihre Gegner im Sekundentakt aufs Kreuz.

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Schnelles Wettkampfende nach sechs Sekunden

Das schnellste Kampfende markierte in Runde vier Hans Schwabl nach nur sechs Sekunden durch seinen Spezialwurf, den Armzug. Stefan Plenk kam seinerseits mit blitzschnellen Beinstellern auf der etwas abschüssigen Wiesenarena zum Erfolg. So lief alles auf den Endkampf hinaus, auf den die zahlreichen Zuschauer, Almgeher und Bergradler mit Spannung hinfieberten.

Da Plenks Zeitkonto gegenüber Schwabl ein Manko aufwies, hätte dem Titelträger von 2017 nur ein glatter Schultersieg während der sechsminütigen Auseinandersetzung weitergeholfen. Doch Klasse-I-Kämpfer Schwabl ließ alle Angriffe ins Leere laufen und sicherte sich mit dem Remis erneut die Meisterehren. Auf den Plätzen drei und vier folgten Stefan Zeller aus Ruhpolding und Philip Gollinger.

Etwas überraschend, was den Weißbacher Philip Gollinger betrifft, fanden sich zwei gewichtsmäßig leichtere Athleten im kleinen Finale wieder. Für den Neuling Gollinger war das ein riesiger Achtungserfolg, schließlich hatte er zwei nicht erwartete Schultersiege auf dem Konto. Da musste Stefan Zeller, der seit zwei Jahren aufsteigende Tendenz zeigt, alle Hebel in Bewegung setzen, um den quirligen Weißbacher mit Armzug in die Schranken zu weisen. Schultersiege konnten auch Alex Maier (2), Lukas Stöberl, Michael Bacher (je 1/alle Inzell), sowie Philipp Mittermaier aus Chieming (1) aufweisen. Für sie reichte es letztlich aber nicht, in den Preisrängen zu landen.

Nachwuchs zeigt großes Kämpferherz

Großes Kämpferherz zeigte auch der Nachwuchs, der sich mit rasanten Aktionen in die Herzen der Zuschauer – darunter auch Schneizlreuths Bürgermeister Wolfgang Simon – ranggelte. Den Schwabl-Buben Tobi (1. Platz) und Maxi (Zweiter), die schon erstaunlich routiniert zu Werke gingen, merkte man an, dass sie vom Papa gecoacht werden und auch schon viele Einsätze in Österreich auf dem Buckel haben. Dritter wurde Kilian Huber, der ebenfalls aus Inzell stammt. Die Jugendklasse machten die beiden Ruhpoldinger Lukas Wieser und Sem Sieber unter sich aus.

Angeführt vom Ziacherer Michi Gstatter, der auch als umsichtiger Schiedsrichter fungierte, gehörte auch diesmal der Einmarsch der »Gladiatoren« zum Auftakt des schweißtreibenden Nachmittags. Paul Sieber, selbst jahrelang Klasse-I-Athlet stellte die Teilnehmer einzeln vor und führte mit viel Sachverstand durch die Veranstaltung. Die hölzernen Siegertrophäen hatte Walter Schmidberger gefertigt. ls

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