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Hans Eckl siegt in Grabenstätt

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Auf der Sebastianischeibe war Hans Eckl von der FSG Nabburg mit einem 13,0-Teiler nicht zu schlagen. Auch 2017 gibt es in Grabenstätt wieder ein Sebastiani-Schießen. (Foto: M. Müller)

Bereits zum elften Mal veranstaltete die Zimmerstutzen Schützengesellschaft Grabenstätt/Chiemsee das Sebastiani-Schießen mit alten traditionellen Zimmerstutzen. 106 Teilnehmer aus Bayern und Österreich nahmen daran im ZSG-Schützenheim teil.


Auf der Sebastianischeibe gelang Hans Eckl von der FSG Nabburg mit einem 13,0-Teiler der beste Schuss. Als Belohnung bekam er einen handgeschnitzten Heiligen Sebastian und einen Wachler – ein Seidentuch an einer Fahnenstange, das der siegreiche Schütze früher als äußeres Siegeszeichen erhielt. Auf der Jubiläumsscheibe siegte Hermann Gfaller von der FSG Dachau mit einem 15,0-Teiler vor Georg Menter von der Bavaria Maisach (19,2) und Herbert Haberl vom SV Holzhausen (25,8).

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Bei der Ring/Blattl-Scheibe »in vererbter Wertung« gewann Toni Eisner von der FSG Haag mit 46 Ringen vor Hans Rinnergschwendtner aus Langkampfen/Österreich mit einem 7,6-Teiler. In der Veteranenklasse war Werner Hack von der FSG Bad Tölz der Beste mit 49 Ringen. Den Überraschungspreis, einen italienischen Geschenkkorb, erhielt Rudolf Immler aus Weißenberg mit einem 103-Teiler.

Mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Sebastiani-Schießen will der Veranstalter die Tradition der Gründungsväter fortführen und pflegen. Geschossen wird ausschließlich in Tracht oder traditioneller Schützenkleidung. Moderne Hilfsmittel wie Schießjacken, Schießhosen oder Schießschuhe sind nicht zugelassen.

Als Preise wurden speziell für dieses Schießen silberne Hutnadeln entworfen und angefertigt. Zusätzlich zu den 30 Nadeln auf die Ring/Blattl-Scheibe gab es anlässlich des 150-jährigen Bestehens der ZSG Grabenstätt/Chiemsee in diesem Jahr weitere 30 Nadeln auf die Jubiläumsscheibe zu gewinnen. Diese und rund 40 Sachpreise lockten 106 Teilnehmer aus fast allen bayerischen Regierungsbezirken und aus Österreich nach Grabenstätt.

Aber nicht nur das attraktive Schießprogramm, sondern auch das Bemühen um das leibliche Wohl und die Geselligkeit ist ein Grund dafür, dass das Sebastianischießen im Terminkalender der bayerischen Traditionsschützen längst einen festen Platz eingenommen hat. Zum Abschluss der Siegerehrung lobte der Schützenmeister der ZSG Grabenstätt/Chiemsee, Alois Binder, seine Mitglieder für die engagierte Mitarbeit und ermunterte alle Schützen zu einem Wiedersehen im Jahr 2017. mmü