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Hannes Namberger eilt von Erfolg zu Erfolg

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Ein starkes Team: Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer Hannes Namberger (links) und der Spanier Oriol Cardona Coll holten sich beim »Dynafit TrailRun3« in Imst in Tirol den Gesamtsieg. (Foto: Dynafit)

Nach seiner starken Vorstellung und seinem Sieg beim »Mayrhofen Ultraks« ist es für Hannes Namberger nun gleich weiter im Wettkampfprogramm gegangen. Der Ruhpoldinger Extrem-Bergläufer startete jetzt beim Team-Wettbewerb »Dynafit TrailRun3« in Imst in Tirol. Das Rennen ging über drei Tage und dabei mussten an jedem Tag verschiedene Strecken bewältigt werden.


Namberger startete dabei mit Oriol Cardona Coll aus Spanien. Die beiden präsentierten sich als überaus starkes Duo – der Lohn: Sie sicherten sich den Gesamtsieg bei dieser ersten und wohl einzigen Auflage des »Dynafit TrailRun3«! Das Rennen wurde nämlich aufgrund der zahlreichen anderen Absagen wegen der Coronavirus-Pandemie kurzerhand ins Leben gerufen.

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Die Konkurrenz bei diesem Rennen war groß

»Uns war von Anfang an klar, dass wir sehr schnell laufen werden müssen, wenn wir gewinnen wollen«, erzählte Namberger. Denn die Konkurrenz bei diesem Rennen war groß. »Unsere härtesten Gegner waren Jakob Herrmann, der beste österreichische Skibergsteiger, und ein italienischer Skyrunner namens Daniel Antonioli«, erzählte Namberger. »Beide konnten bei Skyraces schon Weltcup-Siege erlaufen.«

Doch auch das Team Dynafit Squad mit Hannes Namberger und Oriol Cardona Coll musste sich nicht verstecken. Der Spanier etwa ist einer der weltbesten Skyrunner auf der Marathondistanz. Er wurde 2019 Gesamtzweiter im Skyrunner-Weltcup und Dritter bei der Langdistanz-WM im Berglauf in Argentinien. Und auch Namberger bewies in den vergangenen Jahren immer wieder eindrucksvoll, dass mit ihm immer ganz weit vorne im Klassement zu rechnen ist!

Am ersten Wettkampftag stand beim »Dynafit TrailRun3« ein Bergsprint mit 6,4 Kilometer und 906 Höhenmeter an. »Dieses Format ist nicht gerade meine Lieblingsdisziplin«, gestand der Ruhpoldinger. »Dennoch konnte ich den Abstand zu dem Tagessieger in Grenzen halten.«

Der zweite Renntag sah dann einen Einzellauf mit 29,4 Kilometern und 1676 Höhenmetern vor. Dabei lief Namberger die zwei Kilometer längere Route. »Die zwei Strecken hatten verschiedene Startorte, nur der Zielort war der gleiche«, erzählte Namberger. Er konnte seine Etappe dann auch gewinnen – sein Vorsprung war mit vier Sekunden aber hauchdünn! Als Zweiter ging der Italiener Daniel Antonioli über die Ziellinie. »Oriol lief auf der anderen Strecke gegen Herrmann und konnte acht Minuten auf ihn herauslaufen, was uns ein gutes Zeitpolster einbrachte«, freute sich Namberger.

Spannung pur versprach somit der letzte Tag: Beim Skyrace im Team waren 33 Kilometer mit 2270 Höhenmetern zurückzulegen. »Hier liefen wir zu Beginn in einem sehr schweren und steilem Gelände«, berichtete Namberger. Man habe Jakob Herrmann und Daniel Antonioli auch etwas ziehen lassen müssen. Herrmann ist ein Weltklasse-Skibergsteiger und zählt zu den schnellsten Männern im Uphill. Auch Antonioli ist eine Klasse für sich. »2019 gewann er das für mich schwerste Skyrace der Welt, das Matterhorn Ultraks Rennen in Zermatt.«

Doch Namberger und Cardona Coll kämpften sich im Downhill wieder zurück und machten Boden gut. Dabei, gestand der Ruhpoldinger, »war ich etwas müde, weil ich ja von letzter Woche noch ein Rennen in den Beinen hatte und auch am zweiten Wettkampftag schon am Limit gelaufen bin«. Die beiden kamen dennoch als Zweiter mit einem Rückstand von lediglich zehn Sekunden auf Herrmann/Antonioli über die Ziellinie – und damit stand ihr Gesamtsieg beim »Dynafit TrailRun3« fest! Sie benötigten für die drei Rennen insgesamt 9:08:47 Stunden und lagen damit über acht Minuten vor dem Duo Herrmann/Antonioli (9:17:00,2 Stunden) und knapp 50 Minuten vor den beiden Deutschen Marc Dürr/Christoph Wachter (9:58:14,5 Stunden).

»Letzter Wettkampf in dieser speziellen Saison«

Für Hannes Namberger war es »dann auch mein letzter Wettkampf in dieser etwas speziellen Saison«. Gerade die letzten zwei Wochen hatten es für den Bundespolizisten auch richtig in sich. »In neun Tagen vier Wettkämpfe zu laufen, geht nicht ohne Spur an mir vorbei«, lachte er. »Daher werde ich jetzt etwas den Trainingsumfang verringern.«

Aber sein Blick geht freilich auch schon voraus: »Und dann werde ich mich gezielt auf die nächste Saison vorbereiten.« Die Rennen für die neue Saison sind übrigens schon geplant. Welche das sind, verriet Hannes Namberger aber noch nicht. Eines wünschte er sich aber: »Jetzt heißt es Daumen drücken und hoffen, dass wir 2021 wieder in den gewohnten Rennalltag zurückfinden können.« SB

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