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»Hätte es nicht ertragen, da nicht dabei zu sein«

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Außergewöhnliche Aussichten wird es bei der Veranstaltung Salomon 4 Trails in der Region nicht zu wenig geben. (Foto: Wisthaler)

Bei den »Salomon 4 Trails«, einem viertägigen Berglauf-Wettkampf in der Region mit Start in Berchtesgaden und Ruhpolding als Etappenort, nehmen neben Bergläufern aus ganz Europa, aber auch aus Brasilien und Südafrika, zahlreiche Lokalgrößen teil. Insgesamt sind rund 500 Teilnehmer aus gut 30 Nationen am Start. Der Dritte des Stoißer-Alm-Berglaufs und frischgebackene Inzeller Dorflauf-Sieger Stefan Holzner (Klasse Master Men) aus Bad Reichenhall gilt als aussichtsreicher Kandidat für eine Top-Platzierung.


Für den 47-jährigen ehemaligen Triathlon-Profi ist es eine absolute Premiere: »Ich habe so etwas überhaupt noch nie gemacht, vier sehr schwierige Bergläufe an vier aufeinanderfolgenden Tagen – das wird schon hart.« Besonderen Respekt hat Stefan Holzner vor dem Bergab-Laufen, etwas, das er ebenfalls noch nie gemacht hat: »In den letzten Wochen habe ich das am Zwiesel trainiert, allerdings weiß ich natürlich nicht, wieviel mir die Profis auf den Bergab-Passagen abnehmen werden«, sagt der Familienvater.

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Holzner wird nach jedem Lauf nach Hause fahren, weil im heimischen Hotel am Thumsee gerade Hochsaison herrscht. »Da kann ich nicht so einfach wegbleiben.« Das Gros der Teilnehmer verbringt die Nächte zwischen den Läufen in den jeweiligen Etappenorten. Zwar sind die Salomon 4 Trails ein Heimspiel für Holzner, dennoch kennt er viele der Strecken noch nicht. Allerdings fühlt er sich topfit und hat unter anderem mit Stephan Tassani-Prell trainiert. »Letztlich hätte ich es nicht ertragen, bei einem derartigen Spitzen-Ereignis vor der Haustüre nicht live mit dabei zu sein«, schmunzelte er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Stephan Tassani-Prell aus Ainring ist ebenfalls in der Kategorie Master Men vom Team Salomon Deutschland am Start. Auch er ist gut in Form. Der 44-Jährige nimmt zum dritten Mal an den Salomon 4 Trails teil. Gerade daheim möchte er nach den Plätzen 5 (2011) und 7 (2012) wieder im Vorderfeld landen – in erster Linie aber gesund und sturzfrei ins Ziel kommen. Bei den Master Men ist auch Rainer Haarfeldt am Start, in der Männer-Hauptklassee sind dies unter anderem Andreas Oberleitner, Florian Freimoser, Robin Frost (alle Ruhpolding) sowie der Traunsteiner Andreas Schmelzer. Aus Reit im Winkl sind Susanna Hanicke (Frauen) und Andreas Mößner (Senior Master Men) gemeldet.)

Gute Chancen besitzt auch Cilly Schreyer (Master Women) vom SC Ainring. Die Karlsteinerin feierte Ende Mai den Bayerischen Seniorenmeister-Titel auf der Stoißer Alm, außerdem wurde sie Gesamtzweite beim Hochkönigman-Speedtrail. Die Salomon 4 Trails »sind für mich schon lang, so einen Etappen-Wettkampf habe ich noch nie gemacht«, so die 39-Jährige. »Das Bergab-Laufen ist zwar nicht meine Paradedisziplin, das mache ich aber schon auch wettkampfmäßig wie beim Gaisbergtrail, den ich gewonnen habe«, so Schreyer.

Top-Favorit der Salomon 4 Trails ist der Dimitios Theodorakakos. Der Grieche und Freund von Stephan Tassani-Prell hat bereits den Transalpine-Run gewonnen und ist einer der besten Marathonläufer seines Landes: »Ein super Typ«, so der Freilassinger. bit