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Härtetest für den Spitzenreiter

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In der Fußball-Kreisklasse IV hat der SV Oberteisendorf am vergangenen Spieltag die Tabellenführung übernommen. Am letzten Hinrundenspieltag soll diese nun beim heimstarken BSC Surheim verteidigt werden.


Trotz der guten Hinserie bleibt man beim SVO (29 Punkte) bescheiden und will das Wort Aufstieg noch nicht in den Mund nehmen. »Zur Zeit läuft es ganz gut. Wir wollten ja vorne mitspielen und unser Ziel ist es, unter die ersten Vier zu kommen. Wir werden sehen, was dabei am Ende rauskommt«, sagte Kapitän und Torjäger Hannes Bachmaier, der zum jüngsten 4:0-Heimerfolg gegen Chieming einen Treffer beisteuerte. Im Gastspiel in Surheim am Samstag dürfte Bachmaier und seinen Kameraden allerdings mehr abverlangt werden als beim Pflichtsieg gegen das ersatzgeschwächte Schlusslicht. Der BSC (6. Rang/17) hinkt zwar hinter den eigenen Erwartungen hinterher und hat schon einen gehörigen Rückstand auf die Aufstiegsränge, doch vor eigenem Publikum ist der Vorjahreszweite immer noch schwer zu bezwingen. Saisonübergreifend 17 Heimspiele in Folge blieb die Streitwieser-Elf ungeschlagen, ehe der TSV Grabenstätt dieser Serie vor zwei Wochen ein Ende setzte. Der SVO wird alles daran setzen, ein ähnliches Rezept für die Chiemseer zu finden. Anpfiff ist um 15 Uhr.

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Zur selben Zeit wird der TSV Chieming (13./5) zu Hause versuchen, die Rote Laterne am letzten Vorrundenspieltag doch noch abzugeben. Dazu nötig wäre aber ein Heimsieg gegen den SC Inzell (7./17), der zuletzt mit einem glücklichen 1:0-Erfolg gegen die Kirchanschöringer Reserve seinen Negativlauf gestoppt hat. Bei den Chiemingern ist die Personallage noch immer stark angespannt, sodass die Winterpause herbeigesehnt wird. Zwei Spieler muss die Mannschaft von Trainer Andreas Dörner noch überstehen, dann ist die Pflicht für dieses Jahr erfüllt und einige Verletzte können über den Winter zurückkommen. Ein Punktgewinn gegen Inzell würde der Ausgangslage im Frühjahr aber natürlich nicht schaden.

Um 16 Uhr empfängt der SV Kirchanschöring II (9./12) den Tabellenzweiten TSV Siegsdorf (27) und will sich dabei möglichst teuer verkaufen. Durch die magere Ausbeute aus den letzten Partien wird es für die junge »Anschöringer« Truppe langsam wieder Zeit zu punkten, der Abstand zu den bedrohlichen Rängen ist nicht groß. Die Siegsdorfer haben zuletzt im Spitzenspiel gegen Teisendorf (1:1) immerhin einen Punkt geholt und werden nun sicherlich wieder einen »Dreier« anvisieren, um den SVO in der Tabelle nicht davonziehen zu lassen.

Die drei Sonntagsbegegnungen werden alle um 14.30 Uhr angepfiffen. Der TSV Teisendorf (3./24) hat als Aufsteiger bislang eine ganz starke Hinrunde gespielt und möchte diese mit einem Heimsieg gegen die DJK Otting (11./8) abschließen. Für die Gäste gilt das Gegenteil: Als Kreisligabsteiger steckt die DJK nach einer schwachen Hinserie im Tabellenkeller fest und wird in dieser Saison außer dem Klassenerhalt nicht mehr viel erreichen können. Zuletzt verpasste man im Kellerduell gegen Tengling (2:2) die Gelegenheit, sich etwas Luft nach hinten zu verschaffen. In Teisendorf muss Otting zudem auf Bernhard Zehentner verzichten, der gegen Tengling wegen einer Notbremse Rot sah.

Der TSV Tengling (12./6) konnte mit dem Punktgewinn in Otting aufgrund des Spielverlaufs zufrieden sein und will nun im Heimderby gegen den TSV Petting (10./11) erneut Zählbares einfahren. Gelingt sogar der erste Sieg seit dem 4. August, zieht man den Gegner richtig in den Abstiegskampf. Petting wird die kurze Auswärtsfahrt aber sicherlich mit Selbstvertrauen in Angriff nehmen, zuletzt rang man den Lokalrivalen TSV Fridolfing mit 4:3 nieder.

Unerwartet weit vorne in der Tabelle rangiert der TSV Grabenstätt (4./22). Die Chiemseer haben noch Anschluss zu den vordersten Mannschaften und könnten sich mit einem Sieg in Fridolfing in der Spitzengruppe festsetzen. Zuletzt stellte man mit dem Coup in Surheim seine Auswärtsstärke unter Beweis. Für die Gastgeber (8./15) geht es vor allem darum, das Polster auf die hinteren Ränge zu vergrößern. Nicht zum Einsatz kommt an diesem Wochenende der SV Saaldorf.