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Hält die Serie auch ohne Chef Mölzl?

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SVK-Spielertrainer Patrick Mölzl ist zurzeit in Dortmund bei einem B-Lizenz-Trainerlehrgang. Er kann deswegen am heutigen Samstag auch nicht spielen. (Foto: Butzhammer)

Die Minimalisten der Fußball-Landesliga Südost sind am heutigen Samstag (15 Uhr) beim SV Kirchanschöring zu Gast: Dem Kirchheimer SC haben nämlich zehn Treffer in zehn Spielen (bei 23 Gegentoren) gereicht, um als Rangzehnter im Mittelfeld zu rangieren.


Nun darf man gespannt sein, ob die Crew von Ex-Löwen-Torwart Michael Hofmann auch beim Tabellendritten punkten kann, der seinerseits seit neun Spielen ungeschlagen ist und natürlich darauf brennt, die Serie zweistellig zu machen. Ihre einzige Niederlage (0:1 bei Spitzenreiter VfB Hallbergmoos) kassierten die Kirchanschöringer übrigens am zweiten Spieltag – und der ist schon gut zwei Monate her!

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Auch die bisherige Auswärtsbilanz der Kirchheimer spricht nicht gerade für einen KSC-Erfolg am heutigen Nachmittag. Denn: Der einzige Dreier, den die Hofmann-Schützlinge in der Fremde feierten, liegt schon lange zurück. Am ersten Spieltag setzten sich die Kirchheimer bei Türkgücü-Ataspor München mit 2:1 durch. Damals – und in sieben weiteren KSC-Spielen – im Kasten: Sebi Schreiber, der früher unter anderem auch beim SV Kirchanschöring gespielt hat und in der Sommerpause vom SB Chiemgau Traunstein zu den Münchner Vorstädtern gewechselt ist.

In der Startformation ist Schreiber zuletzt zwar nicht mehr aufgetaucht, dennoch freut man sich im SVK-Lager auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Torwart, der von Hofmann schon einiges dazugelernt hat. Schreiber kommt im bisherigen Saisonverlauf auf eine 3-1-4-Bilanz, 17 der 23 KSC-Gegentreffer musste er hinnehmen, ehe er auf die Bank verbannt wurde.

Beim SVK leitete Co-Trainer Dominik Hausner die letzten Übungseinheiten dieser Woche. Der Grund: Spielertrainer Patrick Mölzl weilt in Dortmund bei einem B-Lizenz-Trainerlehrgang, weshalb er heute auch nicht spielen kann. Und der andere Co-Trainer Stephan Schmidhuber konnte aus beruflichen Gründen nicht auf dem Trainingsplatz stehen – man darf also gespannt sein, ob und wie lange »Schmidi« sich selbst einsetzt, zumal mit Bernd Eimannsberger (zuletzt nur kurz dabei) und Florian Hofmann (zuletzt in der »Zweiten« getestet) zwei wichtige Spieler auf ihr Comeback brennen.

Fraglich ist dagegen, ob Torjäger Sebastian Leitmeier, zuletzt in Hebertsfelden mit einem späten Treffer der Matchwinner, auflaufen kann. Der »Jungvater« musste das Donnerstagstraining grippebedingt sausen lassen. Doch egal wie die SVK-Formation letztlich aussehen wird: Der Kader dürfte durchaus genügend Qualität haben, um diverse Ausfälle zu kompensieren. Das hat die intakte Truppe auch schon in der jüngeren Vergangenheit eindrucksvoll bewiesen. Und mit der Unterstützung zahlreicher Fans sollte das auch heute wieder möglich sein.

Eine besondere Idee fürs heutige Spiel hatte die Vorstandschaft des SVK: Weil mit Michael Hofmann einer der wenigen in der Region verbliebenen »echten Löwen« an der Seitenlinie des Kirchheimer SC steht, wollen die »Anschöringer« viele 1860-Fans ins Stadion an der Laufener Straße locken.

»Wir haben dank der Unterstützung des ARGE 6-Vorsitzenden Christian Schmidbauer alle Löwen-Fanclubs der Region eingeladen und ihnen Freikarten geschickt, damit sie ihrem ehemaligen Idol bei der Arbeit zuschauen können«, informiert SVK-Pressesprecher Sepp Thanbichler, »Michael Hofmann ist sicher weit mehr als nur ein normaler Landesliga-Trainer.«

Für alle, die es nicht mehr genau wissen: Der überaus beliebte Hofmann bestritt 82 Erstliga- (alle für 1860 München) und 92 Zweitliga-Spiele (für 1860 und Jahn Regensburg). Der 41-jährige Torwart der Extraklasse hielt zwischen 1996 und 2010 nicht weniger als 14 Jahre lang für die Löwen seine Knochen hin. cs

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