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Gutes Ergebnis nach »schlechtestem Spiel seit Wochen«

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Er war kaum zu bremsen: Kirchanschörings Yunus Karayün (links, hier gegen Stefan Reiser). Er bereitete zwei Treffer seiner Mannschaft vor und erzielte zudem noch das Tor zum 3:2-Endstand für den SVK. (Foto: Butzhammer)

SV Kirchanschöring: Hoyer, Karayün (ab 92. Jell), Willinger, Köberich, Höller (ab 46. Straßer), Omelanowsky, Gürcan, Vogl, Hofmann, Schild (ab 77. Maierhofer), Manuel Jung.


DJK Vilzing: Caba, Novikow, Kordick, Reiser (ab 79. Bräu), Ertl, Dietl, Niebauer, Völkl, Feldmann (ab 57. Schmid), Oisch (ab 70. Wagner), Schwander.

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Schiedsrichter: Alexander Schuster (SV Hohenau).

Zuschauer: 545.

Tore: 1:0 Omelanowsky (29.), 2:0 Köberich (60.), 2:1 Dietl (62., Foulelfmeter), 2:2 Kordick, 3:2 Karayün.

Gelb-Rote Karte: Omelanowsky (66.)/ -.

Während seine Spieler noch den späten 3:2-Sieg gegen die DJK Vilzing bejubelten, schritt er mit ernster Miene die Seitenlinie entlang: Trainer Patrick Mölzl. »Das war unser schlechtestes Spiel seit Wochen«, ärgerte sich der Trainer des auch nächste Saison fix in der Fußball-Bayernliga Süd antretenden SV Kirchanschöring.

Doch auch wenn der Teamchef am Mittwochabend im Nachhol-Heimspiel gegen die abstiegsgefährdete DJK aus Vilzing die spielerische Linie vermisste, so sahen die 545 Zuschauer eine durchwegs unterhaltsame Partie. Nach Foulspiel von Yunus Karayün an Simon Ertl scheiterte Vilzings Tobias Kordick mit seinem mittig und flach geschossenen Strafstoß an SVK-Schlussmann Lukas Hoyer. Die Gäste spielten im gewohnten Kirchanschöringer Gelb, während der Tabellensiebte ganz in Schwarz antrat.

Nach dem ersten Schock nahm die Mölzl-Elf auch ohne vier Stammkräfte das Heft in die Hand. Über den guten Kapitän Florian Hofmann zog der SVK ordentliche Angriffe auf, doch wollte zunächst der letzte Pass nicht ankommen. Nach »Halbchancen« von Manuel Omelanowsky auf Hausherren-Seite und Alexander Feldmann für die Gäste, durften die Fans der Mölzl-Elf dann in der 29. Minute den schönsten Spielzug des Bayernliga-Abends beklatschen: Yunus Karayün brachte aus dem defensiven Mittelfeld heraus blitzschnell Tobias Schild in Aktion, der im DJK-Strafraum mit viel Übersicht Manuel Omelanowsky zu dessen zehntem Saisontreffer abstauben ließ. Diese 1:0-Führung des SVK hielt bis zur Pause.

Die zweite Hälfte hatte es dann in sich. Auch wenn sich das spielerische Niveau in Grenzen hielt, hatte die Partie hohen Unterhaltungswert. Yasin Gürcan zog ab, doch Torwart Ladislav Caba ließ im letzten Moment den linken Arm nach oben schnellen – es gab Szenenapplaus (49.). Nachdem dann Vilzings Tobias Kordick die Gelegenheit zum 1:1 ausgelassen hatte (52.), war es Omelanowsky, der Manuel Jung in Szene setzte – Caba klärte stark zur Ecke. Diese schlug Karayün punktgenau auf Alexander Köberich, der seine ordentliche Vorstellung mit einem Kopfball zum 2:0 (60.) krönte.

Doch schon 120 Sekunden später wurde Vilzings Bendikt Schmid im Strafraum zu Fall gebracht. Diesen Elfmeter verwandelte Markus Dietl zum 2:1 (62.). Die Partie nahm nun so richtig Fahrt auf, zumal Manuel Omelanowsky wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot sah (66.). Die DJK drängte und kam zum Ausgleich: SVK-Schlussmann Hoyer konnte einen tückischen Fernschuss nur abklatschen, Tobias Kordick war im Fünfmeterraum zur Stelle und vollendete zum 2:2 (72.).

Die DJK kontrollierte in der Schlussphase das Spiel, während der Referee mit einigen Entscheidungen den Unmut der »Anschöringer« Fans auf sich zog. Großchancen konnten sich die Gäste nicht mehr erarbeiten.

Als alles schon mit einem Remis gerechnet hatte, da schlugen die Gastgeber doch noch zu: Ein Ball im DJK-Strafraum landete bei Yasin Gürcan, der das Leder halbhoch in die Gefahrenzone schlug, wo Yunus Karayün konzentriert abschloss - 3:2 (90.). Dann war Schluss, und mit diesem Sieg steht vorzeitig fest, dass der SV Kirchanschöring Bayernligist bleibt. sts