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Gute Stimmung im Team und guter Kontakt zu den Athleten

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Sie stehen stellvertretend für das Shuttle-Team: Mit einem Teil ihrer Einsatzfahrzeuge präsentieren sich (von links) Werner Neunteufel, Alfred Posch, Reinhard Grill und Franz Kress. (Foto: Hohler)

Ob der Präsident des Eislauf-Weltverbands ISU, andere VIPs oder Vertreter der ISU wie zum Beispiel die Schiedsrichter oder Mannschaften: sie alle fahren bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell mit dem Shuttle-Dienst zur Max-Aicher-Arena.


Das gilt aber nicht nur für die Fahrten aus der Unterkunft zum Stadion oder zurück, sondern bereits für An- und Abreise mit dem Flugzeug. »Da holen wir sie dann an den Flughäfen in München oder Salzburg ab«, erläutert Reinhard Grill, der den Shuttle-Dienst koordiniert.

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Kurz vor der WM musste dabei heuer kurzfristig umdisponiert werden. Weil wegen der Schneefälle am Münchner Flughafen viele Flüge ausfielen, musste zum Beispiel ein Großteil des chinesischen Teams kurzfristig nach Salzburg fliegen – »und dort haben wir sie dann abgeholt.« Nach der WM ist der Dienst für die Shuttle-Fahrer übrigens noch nicht beendet. »Die ersten Heimflüge gibt es schon am Samstag, aber es geht noch bis zum kommenden Montag weiter«, weiß Grill.

Heuer hat Grill mit seinem Team zwölf Fahrzeuge zur Verfügung. Drei davon holte er mit seinen Mitarbeitern bereits am vergangenen Freitag bei einem Autohändler in Rosenheim ab, auch ein Traunsteiner Autohaus (2) und ein örtlicher Händler leihen Fahrzeuge aus, je drei Autos stellen der DEC Inzell und die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG. Grill selbst koordiniert die Fahrten seines Teams. »Insgesamt haben wir 15 Fahrer, damit wir auch ein bisschen abwechseln können« erklärt er.

Zwar gibt es immer wieder auch kurzfristige Einsätze, doch meist kann Grill relativ gut im Voraus planen, »weil die meisten Teams am Abend vorher anrufen, was sie am nächsten Tag brauchen.«

Sein Team war ab Montag offiziell bereits für Transfers eingeplant. Grill selbst ist meistens ab 8 Uhr oder etwas früher in der Turnhalle beim Eisstadion – dort ist auch das Pressezentrum – vor Ort, ebenso wie zumindest ein Teil seiner Fahrer. Da zur WM auch Abendveranstaltungen gehören, »kann es dann am Abend für manche von uns schon lange werden, bis ihr Dienst beendet ist«, berichtet der 51-Jährige. Allerdings ist im Regelfall ca. eine Stunde nach den Wettkämpfen Schluss, »und dann setzen wir uns meistens noch einmal zusammen.«

Denn die Stimmung unter den Fahrern ist gut. Viele von ihnen arbeiten schon lange mit, »und auch bei den Neuen schaue ich immer, dass sie auch menschlich zu uns passen«, betont der Inzeller.

Er selbst hatte 1991 seine ersten Einsätze im Fahrdienst, schon im Jahr 2001 war er für die Einteilung der Fahrer verantwortlich. Den Großteil seiner Mitarbeiter stellt die Fußballabteilung des SC Inzell. »Das hat sich so ergeben, weil ja auch wir als SC Inzell vom Stadion profitieren. Da gibt es eine gute Zusammenarbeit mit dem DEC Inzell«, lobt er. Besonders froh ist er übrigens darüber, dass es in der gesamten Zeit im Shuttle-Dienst »noch nie einen Unfall« gegeben hat.

Grill selbst spielte jahrelang beim SCI Fußball, engagierte sich auch zeitweise als Jugendtrainer. Doch auch mit dem Eisschnelllauf hatte er schon lange Kontakt. »So mit zehn, zwölf Jahren« machte er durch den Schulsport aktive Erfahrungen mit dem Eisschnelllauf. Vor allem aber »habe ich mich immer für diesen Sport interessiert. Ich habe die früheren Athleten gut gekannt, und von den jetzigen kenne ich auch praktisch alle«, zeigt er sich begeistert.

So fiebern er und sein Team natürlich auch mit, wenn die Wettkämpfe laufen. Da in dieser Zeit meist wenige Fahrten anstehen, »können wir entweder hier auf der Leinwand oder aber sogar einige von uns direkt im Stadion auch die Rennen mitverfolgen.«

Der Inzeller, der bei der Bundeswehr als Angestellter im öffentlichen Dienst tätig ist, drückt dabei heuer natürlich vor allem dem heimischen Trio mit Gabi Hirschbichler, Roxanne und Joel Dufter die Daumen. Die ohnehin schon gute Stimmung in seinem Team könnte im Falle guter Ergebnisse dieses Trios natürlich noch besser werden, aber auch so gilt: »Wir haben eine richtige Gaudi.« who

 

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