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Gute Nachrichten: TSV Teisendorf wächst wieder

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Vorsitzender Georg Krammer (5. von rechts)  und sein Stellvertreter Gerold Lindner (links) gratulierten  (von links)  Klaus Leder (50 Jahre), Alois Warislohner (50 Jahre), Gisela Höpfl (50 Jahre), Hans-Dieter Fischer (50 Jahre), Georg Fischer (75 Jahre), Sissy Dorfleitner (60 Jahre), Johann Wallner (50 Jahre), Ursula Thanbichler (25 Jahre) und Elisabeth Heilmaier (40 Jahre). (Foto: Mergenthal)

Nach Jahren des Mitgliederschwunds wächst der TSV Teisendorf wieder. Diese erfreuliche Nachricht hatte Schriftführer Thorsten Tomaschko in der Jahresversammlung im Sportcafé Teisendorf. Der Stand von 2012 mit noch 1424 Mitgliedern war im Vorjahr auf 1342 Mitglieder abgesunken. Heuer ging es mit insgesamt 1377 Mitgliedern wieder aufwärts. Ein Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen (siehe eigener Bericht) mit der Würdigung der 75-jährigen Vereinstreue von Georg Fischer und der Verleihung der Anerkennungsmedaille des Marktes Teisendorf an Georg Krammer und Hans Godl junior.


Kinderturnen sorgt für Zuwachs

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Den größten Zuwachs verzeichneten die Abteilungen Turnen und Judo. Die meisten Eintritte verzeichnet der Verein, der in der Altersgruppe 10 bis 15 Jahre besonders stark ist, durch fünf- bis 15-jährige Kinder. Diese kommen vor allem durch das Kinderturnen zum TSV. Im Alter von 16 bis 30 Jahren gibt es viele Austritte. Bei den meisten Abteilungen ist ein Männer-Überhang vorhanden – außer beim Turnen, wo die Frauen stark dominieren, und bei der Leichtathletik, wo sich beide Geschlechter exakt die Waage halten.

Vorsitzender Georg Krammer ging zunächst auf die regen geselligen Aktivitäten des Vereins ein, etwa bei Jubiläen, beim Faschingszug oder durch die Teilnahme an der Diakonweihe von Mitglied Robert Rehrl. Stolz zeigte er sich darauf, dass der TSV mit etwa 90 Personen im Juli zu Fuß vom Marktplatz zur 50-Jahr-Feier des SV Oberteisendorf ging und dass mit der Musikkapelle rund 190 Teisendorfer am Festzug teilnahmen.

Im Juni wurden am Sportgelände der Haupt- und der Trainingsplatz saniert. Beim Sportcafé, das dem TSV Teisendorf gehört, machte der Verein laut Krammer seit Jahrzehnten erstmals keinen Verlust. Heuer zu Pfingsten bekomme das Lokal neue Fenster. Die alten aus dem Jahr 1973 seien teilweise nicht zu öffnen und der Wärmeverlust sei enorm.

Bei der Abfahrt zum Sportcafé entsteht auf der rechten Seite der Abfahrt eine neue Streuobstwiese mit fünf kostenlosen Bäumen von der Biosphären-Region. Krammer rief die Mitglieder – 45 waren erschienen – dazu auf, zu helfen, das Gelände so zu erhalten.

Einen Ausblick gab Krammer auf den Umbau der Turnhalle ab dem Frühjahr 2016. Beim Verlegen des Bodens im Dachgeschoss der Schule Oberteisendorf, wohin die Abteilungen Turnen und Tischtennis ausgelagert werden, solle sich der TSV durch Eigenleistung beteiligen. In die Schule Mehring würden die Judoka und der Kraftraum ausgelagert. Für die vorübergehende Unterbringung der Geräteturner in Waging würden noch Gespräche geführt.

Krammer appellierte an die Mitglieder, die Veranstaltungen der Abteilungen rege zu besuchen. Ein Höhepunkt sei das Konzert des VokalExpress im Eichelgarten am 26. Juni um 19.30 Uhr, das von der Abteilung Tennis mitorganisiert wird. Der Erlös kommt dem TSV und dem Chor zugute.

Von einer soliden Kassensituation konnte Loni Aschauer berichten. Gut 82 000 Euro investierte der Verein in den Sportbetrieb – mit Kilometergeld, Übungsleiterpauschalen und Tennishalle. Gut 24 000 Euro wurden in die Gebäude – Sportcafé, Tennisheim, Strom und Heizung – gesteckt. Auf gut 9800 Euro beliefen sich die Verbandsbeiträge.

Lob für Integration der Asylbewerber

Pfarrer Johannes von Bonhorst lobte das Engagement der Sportler bei der Integration der Asylbewerber. Fünf von ihnen treiben in der Leichtathletik-Abteilung Sport und sind von den Beiträgen befreit. Der Pfarrer regte den TSV dazu an, auch andere sozial Schwächere, die sich die Mitgliedschaft finanziell nicht leisten können, in den Verein einzubeziehen.

Reinhard Prechtl forderte alle Abteilungen dazu auf, auch die übrigen sechs jungen Asylbewerber, die im richtigen Alter für den Sport sind, zu integrieren, trotz so mancher Sprachbarriere. »Die Leute geben sehr viel zurück, und wenn es bloß die Gaudi ist«, betonte er. Die jungen Asylbewerber müssten unbedingt mit jungen Leuten zusammenkommen, die aus der Region sind.

Dritter Bürgermeister Gernot Daxer, der auch den BLSV vertrat, gratulierte dem Verein zu den »tollen Sportanlagen und der schönen Vereinsgaststätte«, zu den sportlichen Leistungen, zur beispielhaften Jugendarbeit und zur guten Zusammenarbeit mit den anderen Sportvereinen und der Gemeinde. vm