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Gute Leistungen auch mit dem Ersatzboot

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Bereit für die Olympischen Spiele: Tina Lutz (links), hier bei der Regatta auf Lanzarote mit Susann Beucke. (Foto: @sailing energy freeeditorial rights)

Der große Tag für Seglerin Tina Lutz aus Holzhausen bei Bergen rückt näher. Am 23. Juli werden in Tokio die Olympischen Spiele eröffnet.


Mit dabei ist dann auch Tina Lutz vom Chiemsee Yacht Club mit ihrer Vorschoterin Susann Beucke in der 49er FX-Klasse. Zuletzt war das Duo auf Lanzarote und nahm dort an einer international stark besetzten Regatta teil. Knapp 50 Teams waren am Start, am Ende sprang nach einem starken Finish der sechste Gesamtrang heraus.

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»Das war eine große Bewährungsprobe für uns, mit etwas Glück hätten wir sogar den dritten Platz erreichen können«, berichtet Tina Lutz. »Wir sind mit unserem Ersatzboot und einem alten Masten in die Bewerbe gegangen«, erklärt die 30-Jährige.

Das Wettkampfboot der Seglerinnen ist nämlich bereits in einem Container verstaut auf dem Weg nach Tokio. »Wir sind trotzdem guter Dinge. Leider haben die Organisatoren auf Lanzarote am Anfang viele Frühstarts durchgehen lassen. Dazu konnten wir mit dem Ersatzboot nicht unseren üblichen Speed-Vorteil nutzen.«

Trotzdem schlugen sich die Siegerinnen der Kieler Woche 2020 hervorragend im Feld der Top-Nationen. Teilweise galt die Regatta noch als Qualifikation für einen europäischen Olympiaplatz, den schließlich das belgische Duo ergatterte. Alles in allem herrschten auf Lanzarote in den vergangenen vier Wochen beste Bedingungen mit hohen Wellen und viel Wind. »Eigentlich wollten wir nur trainieren, doch plötzlich wurde kurzfristig eine Regatta angesetzt. Durch die Corona-Maßnahmen gibt es immer wieder Überraschungen«, erklärt Lutz. Sie weist zusätzlich darauf hin, dass die für April in Frankreich angesetzten Wettkämpfe abgesagt und die Europameisterschaft im Mai in Griechenland in den Herbst verlegt wurden. Dafür soll es laut vorläufigen Plänen im Mai eine Regatta in Portugal geben.

Daher werden sich Lutz/Beucke nach Ostern erneut nach Lanzarote aufmachen, die Feiertage hat Lutz bei ihrem Lebensgefährten in Innsbruck verbracht. Zehn Tage werden Lutz/Beucke auf der spanischen Ferieninsel mit ihrem Trainer Ian Baker verbringen.

Letzte Tipps holten sie sich auch bei ihrem Personaltrainer Johannes Lukas in München ein. Der Trainer der schwedischen Biathleten kümmert sich auch um die Fitness der beiden Seglerinnen. Gewöhnt hat sich Tina Lutz mittlerweile auch an die ausführlichen Hygienemaßnahmen wegen Corona. Im Januar hatte sie sich das Virus eingefangen, aber nur einen leichten Verlauf bemerkt. »Wir sind uns bewusst, dass wir sehr privilegiert sind und sind dankbar dafür, unseren Sport ausführen zu dürfen«, betont sie. SHu

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