weather-image
24°

Gute Fahrten auf dem Lausitzring nicht belohnt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Er hatte bei den WM-Läufen am Lausitzring Pech: Markus Reiterberger. (Foto: Althea)

Das hatte sich Markus Reiterberger anders vorgestellt: Nach fast dreimonatiger Pause kehrte er beim WM-Lauf auf »seinem« Lausitzring wieder in die Superbike-Weltmeisterschaft zurück, doch der Obinger Motorradrennfahrer blieb ohne Punkte. Im ersten Lauf stoppte ihn ein technischer Defekt, im zweiten ein Sturz – und das schmerzt gleich in doppelter Hinsicht.


Zum einen, »weil ich auf der nassen Strecke ohnehin vorsichtig gefahren bin, um sichere WM-Punkte zu holen. Denn ich wusste, dass bei diesen Bedingungen sicher mehrere Fahrer durch Stürze ausfallen werden.« Zum anderen, weil er – ebenso wie im Training am Samstag – stürzte. Der lädierte Rücken tat entsprechend weh.

Anzeige

»Es war wirklich verrückt heute. Ich hab gar nicht so stark gepusht, trotzdem bin ich plötzlich gestürzt«, berichtet der Pilot des Teams Althea BMW Racing über das zweite Rennen. Dieses gewann WM-Spitzenreiter Jonathan Rea (Großbritannien/Kawasaki) vor Alex de Angelis (San Marino/Aprilia), Javier Fores (Spanien/Ducati), Leon Camier (Großbritannien/MV Augusta) und Sylvain Guintoli (Frankreich/Yamaha).

Reiterbergers Teamkollege Jordi Torres (Spanien) schied ebenfalls durch einen Sturz aus. Im ersten Lauf hatte sich Reiterberger sehr gut in Szene gesetzt. Er lag nach dem elften Startplatz bereits auf der achten Position, doch nach sieben Runden tauchte ein technisches Problem auf – und der 22-Jährige musste sein Motorrad in der Box abstellen. »Schade, das Rennen lief gar nicht so schlecht«, bedauert er.

Freuen durfte er sich über den vierten Platz seines Teamkollegen Jordi Torres. An der Spitze lagen die beiden Briten Chaz Davies (Ducati) und Tom Sykes (Kawasaki), Rang 3 erkämpfte Nicky Hayden (USA/Honda).

In der Weltmeisterschafts-Gesamtwertung führt nun Jonathan Rea mit 393 Punkten vor Sykes (346), Davies (295), Michael van der Mark (Niederlande/Honda/203) und Hayden (Honda/195). Torres (168) nimmt den 7. Platz ein, Reiterberger (68) den 16. Rang. Als WM-15. hat sein BMW-Markenkollege Joshua Brookes (Australien/69) einen Zähler mehr geholt als der junge Obinger, der natürlich gerne wieder an Brookes vorbeiziehen möchte. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Wochenende 14. bis 16. Oktober in Jerez (Spanien).

Im Rahmen der WM wurden auch die Superbike- und Supersport-Rennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) ausgefahren.

In der Superbike-Klasse mussten dabei die beiden Piloten des Teams Van-Zon-Remeha-BMW (Stephanskirchen), Mathieu Gines und Marco Nekvasil, noch verletzt aussetzen. Trotz seines längeren Ausfalls ist Gines (158 Punkte) immer noch Dritter der Gesamtwertung, die von Marvin Fritz (Yamaha/256 Punkte) vor Florian alt (Yamaha/206) angeführt wird. Am Lausitzring gewann der Salzburger Lukas Trautmann (Yamaha) vor Alt und Fritz, im zweiten Durchgang setzte sich Alt vor Trautmann sowie Honda-Pilot Matteo Baiocco (Italien) durch.

Sieg für Grünwald im ersten Lauf

In der Superstock-Klasse mischten die Van-Zon-Remeha-Piloten dagegen sehr gut mit. Im ersten Lauf musste sich Teammitglied Pepijn Bijsterbosch (Niederlande) nur Sieger Luca Grünwald (Waldkraiburg/Freudenberg Racing Team Yamaha) und Danny de Boer (Niederlande/Yamaha) geschlagen geben. Van-Zon-Remeha-Pilot Jan Bühn wurde Vierter.

Den zweiten Durchgang entschied de Boer zu seinen Gunsten. Zweiter wurde Stefan Kerschbaumer (Österreich/Kawasaki) vor Lucy Glöckner (MCA Racing BMW), Bijsterbosch und Bühn – Grünwald stürzte in diesem Rennen.

Im Vierkampf an der Spitze kam es in der letzten Runde gleich zu mehreren Zwischenfällen, doch der letzte endete für Grünwald mit einem Abflug ins Kiesbett.

»Das war von Danny keine faire Aktion«

Und der 21-Jährige war verärgert: »Ich bin sehr enttäuscht, weil es meiner Meinung nach keine faire Aktion von Danny war«, kritisierte er das »Zusammentreffen« mit de Boer.

»Es tut mir leid für mein Team, denn dieses Wochenende hätte sich einen anderen Ausgang verdient. Wir sind gestern schon ein starkes Rennen gefahren und heute ebenso. Vielen Dank an meine Jungs, sie haben einen großartigen Job abgeliefert«, lobte Grünwald das Team Freudenberg. Und er versprach: »Am kommenden Wochenende in Hockenheim gilt es nochmals voll anzugreifen, um diese Saison ehrenhaft zu beenden.«

Denn in der Gesamtwertung liegt de Boer (300 Punkte) nun uneinholbar vor Vizemeister Grünwald (225) in Führung, Dritter ist vor dem Saisonfinale in Hockenheim Bühn (163) vor Bijsterbosch (150). who