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Gute Bedingungen trotz aller Änderungen

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Er kann mit dem bisherigen Verlauf der Saisonvorbereitung zufrieden sein: Trainer Remo Krug. (Foto: DSV)

Das Training läuft derzeit fast normal. Doch ansonsten ist auch für die Biathleten in diesem Winter – und in der Vorbereitung darauf – in Zeiten der Corona-Pandemie vieles anders. Dies gilt auch für das Team des Anschlusskaders, der bei den Herren von Remo Krug (Inzell) und bei den Damen von Tobias Reiter (ASV Oberwössen) betreut wird.


Während im Weltcup wohl alle Rennen stattfinden sollen – wenn auch zum Teil an anderen Orten als ursprünglich geplant – »gibt es in den unteren Bereichen deutliche Einschränkungen«, weiß Remo Krug. So waren bereits frühzeitig vom Biathlon-Weltverband IBU die noch im Jahr 2020 geplanten ersten IBU-Cups abgesagt worden.

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Nun gilt es, diese Situation möglichst gut zu bewältigen. Daher werden sich diejenigen deutschen Biathleten, die nicht dem Weltcup-Team angehören, zunächst mit Starts beim Alpencup internationale Erfahrungen verschaffen. »Wir sind froh, dass es diese Wettbewerbe gibt. Allerdings sind da die Startplätze natürlich auch begrenzt«, weiß der 58-Jährige, dass nicht alle Sportler hier zum Zuge kommen werden. Hinzu kommen für einen Teil der Sportler die Wettbewerbe im Deutschlandpokal.

Für den IBU-Cup gibt's für die Veranstaltungen im Jahr 2021 dann ein »Trostpflaster« für die Teams: Denn die besten fünf Nationen – und dazu gehört Deutschland sowohl bei den Damen als auch bei den Herren – erhalten dann je Rennen je acht (statt sonst sechs) Startplätze.

Grundsätzlich wären ja Krugs Athleten nach der erfolgreichen Deutschen Meisterschaft gut gerüstet, »und bis jetzt haben wir auch keine größeren Verletzungen zu beklagen.«

Sogar der Lehrgang am Dachstein in der vergangenen Woche konnte stattfinden – wenn auch verkürzt: »Wir mussten zwei Tage früher abreisen, weil dann bekannt wurde, dass die Steiermark am Samstag früh ab 0 Uhr zum Risikogebiet erklärt würde.« Doch zuvor »hatten wir gute Bedingungen und viel Schnee. Wir konnten die Zeit gut nutzen, und in den zwei letzten Tagen des Lehrgangs haben wir eben wieder in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena auf Skirollern trainiert.«

Auf diese intensive Phase folgt nun eine etwas ruhigere Woche, ehe es dann wieder im üblichen Umfang zur Sache geht. Übrigens können auch die Athleten aus dem Landkreis Berchtesgadener Land normal an der Vorbereitung in Ruhpolding teilnehmen. Schließlich sei der Stützpunkt ja ihr Arbeitsort, »und sie haben auch ein entsprechendes Schreiben bekommen.«

Unklar ist allerdings, ob ein Mitte November geplantes Trainingslager im Martelltal (Italien) stattfinden kann. Doch dies sollte die Vorbereitungen insgesamt nicht zu sehr beeinträchtigen.

Dass der für Januar 2021 in der Ruhpoldinger Chiemgau-Arena geplante Weltcup nicht stattfinden könne, sei »natürlich grundsätzlich sehr schade.« Doch selbst dieses Pech könnte sich zumindest trainingstechnisch erfreulich auswirken: Weil das Schneedepot in der Arena nicht mehr für den Weltcup als Sicherheit bereitgehalten werden muss, könne – je nach Wetterlage – wohl gegen Ende November der Schnee aus dem Depot auf den Strecken in der Arena ausgebracht werden.

»Das dürfen wir dann nutzen. Insofern wären wir dann auch unabhängig davon, ob man woanders auf Schnee trainieren kann oder nicht.«

Während der Saison müssen übrigens die Sportler bei der Anreise zu Wettkämpfen negative Corona-Tests nachweisen, die nicht älter als 72 Stunden sein dürfen. »Und vor Ort finden natürlich auch Tests durch die IBU statt«, erläutert Krug.

Erfreulich sei: Bei den bisherigen Untersuchungen seiner Sportler waren jedenfalls alle Ergebnisse negativ. Daher gilt es nun weiter, sich gut an die Hygieneregeln zu halten – und gleichzeitig möglichst gut zu trainieren. Dann könnte auch bei den Wettkämpfen (fast) alles normal ablaufen ... who

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