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Gute Bedingungen in Russland und neuer Fahrstil

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So möchte er auch in diesem Winter wieder möglichst viele Konkurrenten hinter sich lassen: Der Ruhpoldinger Stefan Pletschacher (Nummer 8), hier vor Max Niedermaier (Nr. 16, außen) und dem Schweden Per-Anders Lindström. (Foto: Weitz)

Das Traumziel ist wieder ein Auftritt beim WM-Finale in Inzell – doch für Stefan Pletschacher geht es erst einmal darum, überhaupt für die kommende Saison in Form zu kommen. Und dabei ist dem Ruhpoldinger Eisspeedway-Piloten der Einstieg ins Training gut geglückt. Er war wieder in Kamensk-Uralsky (Russland) zur Saisonvorbereitung, und dort »hatten wir mehrere gute Trainingstage«, freut sich der 36-Jährige.


»Ich bin heilfroh, dass ich dort fahren konnte«, so Pletschacher über den Aufenthalt im 5000 Kilometer entfernten Ort in Russland. »Alle diejenigen, die eine Vorbereitung in Schweden geplant hatten, konnten dort nichts machen, weil es dort zu warm wurde – so wie jetzt auch in Russland«, berichtet er.

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Doch als er ankam, herrschten Temperaturen von elf Grad minus. Das Eis war daher gut, und so konnten Pletschacher und der mit ihm gemeinsam in seinem Bus angereiste Markus Jell (Altfraunhofen) »viel ausprobieren.« Das galt unter anderem für den Lenker sowie Teile des Motors (besonders die Nockenwelle), den Tuner Klaus Lausch (Edling) geliefert hatte.

Neuer Fahrstil bringt mehr Tempo

»Und ich habe auch meinen Fahrstil geändert: Ich halte jetzt auch den linken Fuß beim Fahren nach vorn, so wie es die Weltspitze tut – nicht wie früher nach hinten.« Diese Umstellung war zwar gewöhnungsbedürftig, aber »ich kann jetzt schneller in die Kurven reinfahren«, freut sich Pletschacher.

Besonders wichtig war es für ihn, »dass ich nach meinem Unfall beim WM-Finale 2015 in Inzell überhaupt endlich wieder auf dem Motorrad sitzen konnte.« Denn beim Grand Prix in der Max-Aicher-Arena hatte er sich am ersten Tag bei seinem dritten Lauf einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Das kostete ihn die Chance, weitere WM-Punkte zu sammeln. So belegte er in der WM-Endabrechnung Platz 16, mit nur zwei Zählern mehr hätte es zu Rang 14 gereicht.

Auch heuer geht es für den Piloten des Teams Stahlwerk Annahütte – dem noch der Österreicher Harald Simon angehört – zunächst einmal darum, sich in Form zu bringen und die Qualifikation für die Einzel-WM (Grand Prix) erfolgreich zu bestreiten. Hilfreich dabei: »Das Team ist für diese und nächste Saison schon fix«, freut sich Pletschacher.

Er selbst will eventuell vor der WM-Qualifikation in Ylitornio (9. Januar 2016) noch einmal nach Schweden zum Training reisen. Ob dies klappt, hängt jedoch davon ob, ob es dort dann auch Eis gibt.

Erste Bewährungsprobe steht in Finnland an

In Ylitornio (Finnland) geht es bei der WM-Qualifikationsrunde I für Pletschacher darum, sich Platz für die Teilnahme bei der letztlich entscheidenden WM-Challenge zu sichern. Diese wird am 16. Januar in Strömsund (Schweden) ausgetragen. Dort werden dann endgültig die Plätze für den Grand Prix vergeben.

Im Vorjahr konnte Pletschacher die komplette WM-Serie bestreiten. Das ist auch in diesem Jahr das Ziel. Außerdem will sich der Ruhpoldinger mit guten Leistungen für einen Platz in der deutschen Mannschaft bei der Team-WM (13. und 14. Februar in Togliatti/Russland) empfehlen und bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin (4. März) möglichst weit vorne landen.

Vor allem aber möchte er beim WM-Finale vor heimischem Publikum in der Inzeller Max-Aicher-Arena überzeugen. Hier geht es am 19. und 20. März zur Sache, und dabei möchte Pletschacher diesmal an beiden Tagen kräftig Punkte sammeln. Dann könnte es in der WM-Endabrechnung im Vergleich zu 2015 noch um den ein oder anderen Platz weiter nach vorne gehen ... who

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