weather-image
22°

Gute Aussichten für den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Von solchen Verhältnissen wie beim Weltcup 2015 – hier die neue Streckenführung am Schießstandberg – können die Organisatoren in Ruhpolding derzeit nur träumen. Doch beirren lassen wollen sie sich nicht: Die angekündigte Kälteperiode ab Ende des Jahres sorgt für große Zuversicht, dass der Weltcup vom 12. bis 17. Januar in der Chiemgau-Arena wieder unter besten Bedingungen stattfinden kann. (Foto: Weitz)

Derzeit ist es nur ein kleines weißes Band, das sich durch die Chiemgau-Arena zieht: Auch in Ruhpolding fehlt derzeit der Schnee. Doch davon will man sich nicht beirren lassen. »Natürlich hat derzeit jeder Bedenken, aber wir sind zuversichtlich, dass es mit dem Biathlon-Weltcup (12. bis 17. Januar 2016, d. Red.) klappt«, so Engelbert Schweiger. Der Leiter der Chiemgau-Arena hat auch gute Gründe, optimistisch zu sein.


Zum einen, weil es bislang noch in jedem Jahr letztlich mit dem Schnee geklappt hatte, zum anderen, weil »in etwa zum Jahreswechsel ein Wetterumschwung angekündigt ist.« Klar ist: »Uns reichen drei bis vier kalte Tage, um für eine ausreichende Beschneiung zu sorgen«, so der Vizepräsident des Weltcup-Organisationskomitees. »Kalt« heißt allerdings: »Es muss unter vier bis fünf Grad minus haben.«

Anzeige

Nervosität »können wir uns nicht leisten«

Doch angesichts dessen, dass bis zum Weltcup noch gut drei Wochen Zeit sind, besteht noch kein Grund zu übermäßiger Nervosität. »Nervös zu werden können wir uns auch gar nicht leisten«, lacht Schweiger.

Denn bis auf den fehlenden Schnee liegen die grundsätzlichen Planungen voll im Zeitplan. »Die Logistik ist schon zu 90 Prozent fertig«, erläutert er. Die Feinjustierung erfolge dann nach der Streckenpräparation. Und die Belegung der Strecken mit Schnee läuft annähernd zeitgleich zur Beschneiung, es entsteht also praktisch kein Zeitverlust.

»Wir haben bereits die Bedingungen genutzt«

Neben dem »übersommerten« Schnee, der bereits aufgetragen wurde, konnte bereits ein wenig neuer Kunstschnee gemacht werden, »da haben wir bereits die Bedingungen genutzt.« Doch das reiche noch nicht aus. Rund 15 000 Kubikmeter Kunstschnee sind nötig für die Austragung des Weltcups. »Und wenn das klappt, sind wir auch für die restliche Saison abgesichert«, erklärt der OK-Vize.

Sehr erfreut ist er auch über die sportlichen Erfolge der deutschen Biathleten zum Saisonbeginn, »zumal es ja viele Sportler aus dem Stützpunkt Ruhpolding waren«, erinnert Schweiger an die Siege von Simon Schempp und Franziska Hildebrand, einen zweiten Platz von Maren Hammerschmidt im Sprint und Rang 2 der ausschließlich aus Stützpunkt-Athletinnen bestehenden Damenstaffel. Hier waren neben Hildebrand und Hammerschmidt auch Franziska Preuß und Vanessa Hinz mit im Rennen. »Die Sportler haben super Werbung gemacht, das ist sehr erfreulich. Das hat für eine sehr positive Grundstimmung gesorgt, und die Fans dürfen natürlich auch beim Weltcup im Januar hochklassigen Sport der heimischen Athleten erhoffen«, freut sich Schweiger.

Die Erfolge haben sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen, »dass der Vorverkauf besser läuft als in den vergangenen zwei Jahren. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die Zuschauerzahlen wieder steigern können.«

Bis zum 7. Januar bleibt Zeit für eine Entscheidung

Jetzt fehlt nur noch der Schnee. Sollte es damit doch noch Probleme geben, hätten die Organisatoren notfalls bis zum 7. Januar 2016 Zeit, dem Weltverband IBU mitzuteilen, dass die Wettkämpfe nicht stattfinden könnten.

Doch selbst im Falle ausbleibender Kälte oder Schneefälle wäre auch hier noch nicht das letzte Wort gesprochen. »Wir haben auch noch einen Plan B, falls es in der Region tatsächlich nicht rechtzeitig kalt wird«, so der OK-Vize. Details dazu könne er noch nicht preisgeben, betont Schweiger – und hofft natürlich, dass es bei »Plan A« bleibt ... who

Mehr aus Traunstein
Mehr aus Traunstein