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Gut gerüstet für das »Heimspiel« in der Max-Aicher-Arena

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Sie punkteten auch in Assen wieder kräftig und zeigten sich gut gerüstet für das WM-Finale in Inzell: Günther Bauer (vorn) und Hans Weber. (Foto: Weitz)

»Vom Speed her sind wir für das Halbfinale bereit«: Das hatte Günther Bauer, stärkster deutscher Eisspeedway-Pilot, nach den ersten drei Grand-Prix-Stationen (insgesamt eine Halbfinal-Teilnahme) gesagt. Nun bestätigte dies der Schlechinger in Assen (Niederlande) eindeutig: An beiden Tagen erreichte er in der WM-Serie jeweils das Halbfinale. Mit dem siebten Rang im Grand Prix VII und dem sechsten Platz im GP VIII zeigte er, dass er bereit ist für das WM-Finale.


»Jetzt läuft es so, wie ich mir das vorstelle«, freute sich der 43-Jährige. Das WM-Finale findet am kommenden Wochenende in Bauers »Wohnzimmer« in der Inzeller Max-Aicher-Arena statt. Dort will er wieder voll angreifen.

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Das Geschehen ganz an der Spitze beherrschte freilich das in der WM fest etablierte russische Spitzenquintett. Von diesem holte sich auch in Assen Dimitri Koltakow wieder die meisten Punkte und fährt als souveräner WM-Spitzenreiter nach Inzell, während dahinter Igor Konjonow, Dimitri Khomisewitsch und Daniil Iwanow einen erbitterten Kampf um die Plätze 2 bis 4 austragen. In Assen siegte Koltakow am ersten Tag mit Punktemaximum vor Iwanow. Tags darauf holte Iwanow zwar weniger Punkte in den Vorläufen als der WM-Spitzenreiter, gewann aber das Finale vor diesem und durfte sich somit als Tagessieger fühlen. Hinter den fünf Russen waren es drei Westeuropäer, die besonders gut mithielten: Günther Bauer, der Saalfeldener Franz Zorn sowie Schwedens Routinier Stefan Svensson. Im GP VII holte Zorn im Halbfinale als Dritter einen Punkt und wurde Sechster vor Bauer und Svensson. Tags darauf trat Zorn nach einem Sturz im letzten Vorlauf zum Halbfinale nicht mehr an und wurde Gesamtsiebter hinter Bauer und vor Svensson.

Beachtlich hielten sich am zweiten GP-Tag auch Hans Weber (Schliersee/5 Punkte) und Stefan Pletschacher Ruhpolding/4) mit Platz 10 und 11.

Tags zuvor hatte Weber als Neunter sogar sechs Zähler eingefahren, während Pletschacher (15.) sich im GP VII mit zwei Punkten begnügen musste.

Luca Bauer zu jung für GP-Reserveplatz

Neben Bauer, Weber und Pletschacher wird in Inzell per Wildcard auch Max Niedermaier (Edling) im Hauptfeld mit am Start sein, der jüngst bei der Team-WM schon am Start war. Als die zwei Reservefahrer waren zunächst die zwei Nachwuchspiloten Luca Bauer (Reit im Winkl) und Franz Mayerbüchler junior (Inzell) genannt worden. Doch nun musste der Sohn von Günther Bauer wieder aus dem Feld abgemeldet werden: Wie sich kurzfristig herausstellte, muss nach den Regularien des Weltverbandes FIM ein WM-Fahrer mindestens 17 Jahre alt sein – Luca Bauer erreicht dieses Alter erst im September. Für ihn rückt Markus Jell (Altfraunhofen) als Reservepilot ins Feld.

Niedermaier und die zwei Nachwuchspiloten fuhren am Tag vor dem Grand Prix in Assen beim Roelof-Thijs-Pokal mit. Niedermaier überzeugte dort mit einer starken Leistung: Er kämpfte sich bis ins Finale vor. In diesem musste er sich nur knapp dem Schweden Ove Ledström beugen, Dritter wurde dessen Landsmann Jimmy Olsen vor dem jungen Niclas Svensson (Schweden).

Durch einen Sturz im »kleinen Finale« um die Plätze 5 bis 8 verfehlte der junge Österreicher Manfred Seifter die Chance auf einen Spitzenplatz und wurde Achter. Der Niederbayer Markus Jell belegte den 14. Rang, Luca Bauer (21.) schied nach zwei dritten Plätzen in den Vorläufen aus. Franz Mayerbüchler (20.) wurde zunächst Dritter und Zweiter, doch als Vierter seines dritten Auftritts schied er anschließend ebenfalls aus. who