weather-image
26°

Guido Tschugg wird WM-Fünfter

Im österreichischen Leogang wurde die UCI-4Cross-Weltmeisterschaft in Verbindung mit dem Weltcup-Finale im Downhill ausgetragen. Am Start war auch der Pittenharter Radprofi Guido Tschugg. Er sicherte sich überraschend den fünften Platz.

Routinier Guido Tschugg (Mitte) ließ bei der 4Cross-WM viele deutlich jüngere Fahrer hinter sich. (Foto: Hoshi Yoshida)

Da die Nominierung durch den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) für Tschugg etwas überraschend kam, hatte er nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Dennoch erreichte er im Qualifikationslauf einen starken dritten Platz und damit eine gute Ausgangsposition für die bevorstehenden Rennen. Zugute kam dem Pittenharter dabei, dass er am Bau der WM-Strecke beteiligt war und dadurch bestens mit den Feinheiten der Piste vertraut war.

Anzeige

Seine ersten beiden Läufe konnte Tschugg souverän für sich entscheiden. Das Viertelfinale kostete ihn dann allerdings viel Kraft, da er nach seiner langen Rennpause nicht mehr über die selbe Schnellkraft verfügte wie in seiner aktiven Weltcup-Zeit. Dennoch fuhr er auch in diesem Lauf als Erster über die Ziellinie. Im Halbfinale musste er sich dann allerdings dem späteren Weltmeister Joost Wichmann (Niederlande) und dem bis dato amtierenden Weltmeister Hannes Slavik (Tschechien) geschlagen geben.

Somit stand Tschugg im kleinen Finale und somit im Kampf um die Plätze fünf bis acht. Hier setzte sich der Pittenharter in einem hart umkämpften Rennen durch und sicherte sich dadurch den fünften Platz, was das beste Ergebnis aller deutschen Teilnehmer bei dieser WM bedeutete. Im Anschluss an das letzte Rennen bilanzierte Tschugg: »Ich denke, dass ich mit meinen 37 Jahren den »Youngsters« in der Szene nochmal zeigen konnte, dass ich das Rennen-Fahren noch nicht verlernt habe – hätte das nötige Sprinttraining nicht gefehlt, wäre ich an diesem Tag womöglich noch ins Finale gefahren.«