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Guido Tschugg auch auf dem Motorrad top

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Tiefer Matsch erschwerte das Vorankommen und legte sich in einer Wickelschicht auf die Fahrer und ihre Maschinen.

Eine ordentliche Schlammpackung mussten diesmal die 50 Teams beim Vier-Stunden-Endurorennen des MCE St. Leonhard auf dem Vereinsgelände bei Stadlern über sich ergehen lassen.


Der bewährte Austragungsmodus blieb unverändert: Jedes Zweierteam musste, abwechselnd fahrend, versuchen so viele Runden wie möglich auf dem abgesteckten Kurs in der vorgegebenen Zeit zu erfahren. Wie immer war die Rundstrecke mit einigen Schwierigkeiten gespickt, wobei diese extrem schnell aufeinander folgten. Zeit zum Verschnaufen blieb da kaum. Den Fahrern stellten sich steile Auf- und Abfahrten in den Weg, Steinfelder, zu überquerende Reifenstapel und Betonröhren sowie Treppenstufen.

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Dieses Jahr wurden die Verhältnisse durch den vorhergehenden Regen verschärft. Tiefer Matsch erschwerte das Vorankommen und legte sich in einer Wickelschicht auf die Fahrer und ihre Maschinen. Diese wogen dann einige Kilo mehr und zusammen mit den rutschigen Verhältnissen waren einige Passagen im weiteren Verlauf des Rennens kaum noch zu befahren. Diese Schlüsselstellen wurden zur sichtlichen Erleichterung der Fahrer nach und nach aus dem Rennen genommen. Trotzdem war ein Vorankommen noch sehr schwierig.

Das beste Ergebnis unter den beschriebenen Bedingungen konnte das Team Guido Tschugg/Stefan Geyer einfahren. Sie siegten mit einer Runde Vorsprung und konnten 52 Runden auf ihrem Konto verbuchen. Der Pittenharter Mountainbike-Profi und MCE-Mitglied Tschugg gönnt sich immer wieder einmal Abstecher in die Nachbarsportart und zeigt, dass er auch hier ganz vorne mit dabei ist. In Stefan Geyer, der schon viele Jahre aktiv und erfolgreich in der Deutschen Enduromeisterschaft mitfährt, fand er für dieses Rennen einen entsprechenden Partner.

Auch die Zweitplatzierten Alexander Sedlmair und Seppo Suttner sind in der Szene keine Unbekannten und durften schon oft auf dem Siegerpodest stehen. Sie fuhren 51 Runden ein. Auf dem dritten Platz landeten mit 50 gefahrenen Runden Roland Christ und Andreas Huber.

Besonders gefielen an dem Tag die drei Teams mit ganz jungen Fahrern, die sich furchtlos und mit viel Motorradgefühl den Anforderungen stellten. Hier muss angemerkt werden, dass diese Fahrer größenbedingt spezielle 85-ccm- und 125-ccm-Motocrossmaschinen mit kleineren Rädern einsetzten, die weder von der Getriebe- noch der Motorabstimmung zum Endurofahren abgestimmt sind. Maximilian Preukschat (Jahrgang 1999) und Lorenz Vesic (Jahrgang 2001) vom gastgebenden Verein konnten sich mit 36 Runden auf dem 33. Platz behaupten. Mit viel Courage hielten sie in den schwierigen Passagen ihre nicht leicht zu dosierenden Motoren in der passenden Drehzahl und meisterten sie leichter als mancher Erwachsener.

Tanja Schlosser (Jahrgang 2003) und Filip Kopecky (Jahrgang 1999) zeigten sich ebenfalls sehr souverän und konnten sich mit 32 Runden auf Rang 39 beweisen. Auch Emil Weide (Jahrgang 1999) und Paul Bader (Jahrgang 2001) gefielen mit 25 Runden auf dem 42. Platz. Es war für alle Beteiligten sehr schön zu sehen, dass der Nachwuchs in den Startlöchern steht.

Bei der anschließenden Siegerehrung in der Wildparkstuben Oberreit wurden alle Leistungen entsprechend gewürdigt. Die Ergebnisse:

1. Guido Tschugg/Stefan Geyer, 52 Runden, 2. Alexander Sedlmair/Seppo Suttner, 51 Runden, 3. Roland Christ/Andreas Huber, 50 Runden, 4. Markus Wanka/Florian Oberholzner, 50 Runden, 5. Tobias Judemann/Veit Friesinger, 50 Runden, 6. Helmut Bienenstorfer/Stefan Jobst, 49 Runden, 7. Josef Forstner/Tom Hasenecker, 49 Runden, 8. Marcus Marecek/Maximilan Atzenbeck, 48 Runden, 9. Christian Kerstens/Helwig Falch, 48 Runden, 10. Phillip Indlekofer/Herrmann Grammelsberger, 47 Runden.