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Günter Traub wird WM-Vize

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Er holte sich den zweiten Platz bei der Masters-WM in Inzell: Günter Traub. (Foto: Heckl)

Über 200 Sportler aus 14 Nationen beteiligten sich bei den »Masters-Sprint-Games 2017« in der Inzeller Max-Aicher-Arena. »So viele waren es noch nie«, freute sich der neue Stadionleiter Hubert Kreutz.


Die Eisschnellläufer bestritten einen Vierkampf mit Läufen von je zweimal über 500 und 1000 Meter. Insgesamt errangen die Sportler zwischen 30 und 85 Jahren neun Masters-Weltrekorde. Fünf davon entfielen auf die Einzelstrecken und vier neue Weltrekorde gab es im Vierkampf. Auch 91 neue persönliche Bestzeiten wurden erreicht. »Das ist beachtlich, schließlich wird die Leistungsfähigkeit der Teilnehmer mit dem Alter eher schwächer«, bemerkte Kreutz.

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Die herausragende Leistung aus Inzeller Sicht schaffte wieder einmal Günter Traub in der AK 75. Er kam auf den zweiten Platz und musste sich nur Frans Rietveld aus Holland um 3,69 Punkte geschlagen geben.

Damit war Traub hochzufrieden. Denn neben seinen alten Verletzungsproblemen – »die mich auf den ersten 100 Metern gut eine Sekunde kosten« – kam noch eine schmerzhafte Zerrung der Achillessehne hinzu, die er sich zehn Tage vor der WM in Inzell bei einem Sturz vor dem Haus zugezogen hatte. »Bis auf den Nachteil beim Start konnte ich sehr gut mithalten, beim zweiten 1000-Meter-Lauf war ich sogar zeitgleich mit Frans Rietveld«, freut sich Traub.

DEC-Ehrenmitglied Traub wohnt ja in St. Moritz, reist aber immer wieder gerne nach Inzell. Das liegt neben dem »wunderbaren Eis« auch an seiner dortigen Unterkunft, »weil ich seit Jahren in einer kleinen Ferien-Mietwohnung bei der Familie Marianne Pichler eine sehr gastfreundliche Aufnahme finde«, lobt er.

Allerdings: Traub, dem eigentlich die längeren Strecken besser liegen, will heuer nicht mehr zu Wettkämpfen antreten. Nach mehreren verletzungsbedingten Rückschlägen in den vergangenen Jahren »muss ich jetzt endlich mal alles auskurieren«.

Unter den Augen von Ex-Olympiasieger Erhard Keller erreichten auch die anderen Inzeller Teilnehmer gute Plätze. Erich Bohli kam in der AK 70 auf den 19. Platz, in der AK 45 schaffte Yoshi Keller den 17. Rang sowie Willem Blakborn den respektablen fünften Platz in der AK 40.

Als älteste Teilnehmer wagten sich die Russin Alla Berezina (AK 75) und ihr Landsmann Ivan Yuzubkin (AK 85) auf das Eis. Die Verabschiedung der Teilnehmer ging in einem würdigen Rahmen im Inzeller Festsaal über die Bühne.

Jeder Sportler erhielt ein Weißbierglas mit der Max-Aicher-Arena als Abbildung. Die Sieger wurden zudem auch mit Souvenir-Kuhglocken ausgezeichnet. »Wir haben viel Lob bekommen und gezeigt, dass Inzell auch für solche Großveranstaltungen der richtige Standort ist«, meinte Hubert Kreutz. SHu