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Günter Traub wieder in Form

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Eisschnellläufer Günter Traub zeigte sich beim Frillensee-Cup in Inzell in guter Form.

Eine starke Leistung zeigte Eisschnellläufer Günter Traub im Rahmen des Frillensee-Cups in Inzell: der 76-Jährige erreichte mit 5:08,36 Minuten die drittschnellste Leistung über 3000 m, die weltweit in dieser Masters-Altersklasse jemals gelaufen wurde. Zugleich war dies ein neuer deutscher Rekord. Beide schnelleren Zeiten (5:03,01 und 5:06,99 Minuten) wurden jedoch auf der Höhen-Rekord-Bahn in Calgary von zwei Holländern erzielt. Für eine Flachlandbahn war Traubs Leistung herausragend.


Dabei hatte der gebürtige Schweinfurter, der sowohl Dauergast in Inzell als auch Ehrenmitglied des DEC Inzell ist, überhaupt nicht mehr mit einem erfolgreichen sportlichen Comeback gerechnet.

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Denn nach einem Radunfall beim Trainingslager auf Mallorca im September 2014 gab es nach der Operation im Krankenhaus von Palma de Mallorca schwerwiegende Komplikationen bei Traub. Er kritisiert sogar »schwerwiegende Kontroll- und Funktionsfehler« bei der medizinischen Betreuung.

Traub hatte in seiner aktiven Zeit 1964 und 1968 an Olympischen Winterspielen teilgenommen. Nach seiner Zeit als Eisschnellläufer machte er sich als Fitnesstrainer vieler prominenter Persönlichkeiten einen Namen, profitierte nun von seinen beruflichen und sportlichen Erfahrungen und seiner positiven Einstellung. Er kämpfte sich doch allmählich wieder heran.

Zwar »kann ich beispielsweise nicht mehr joggen und mich vor meinem Rennen nur noch auf dem Fahrrad-Ergometer aufwärmen. Außerdem muss ich während jeder Startphase einer Laufstrecke auf dem Eis deutliche Zeit-Defizite in Kauf nehmen.« Dennoch: Die Form stimmt wieder, und »diese Zeitverbesserung habe ich auch meiner holländischen Trainerin Monique Vergeer, die unter anderem meine Lauftechnik verbessert hat, zu verdanken«, lobt er.

Zudem bekomme er in Inzell, das für ihn zu einer Art zweiter Heimat geworden sei, »großzügige Unterstützung bezüglich der Trainingszeiten in der wunderschönen Inzeller Eishalle durch den Stadiondirektor und 1. Vorsitzenden des DEC, Hubert Graf und des ehemaligen verdienstvollen Eisschnelllauf-Bundestrainers Markus Eicher.« Eicher ist inzwischen Koordinator des Eisschnelllauf-Wesens in der Max-Aicher-Halle.

Dort finden zahlreiche Wettkämpfe statt, und auch Günter Traub will bald wieder als aktiver Sportler dort ins Geschehen eingreifen. So plant er in Inzell unter anderem die Teilnahme bei den beliebten 19. Internationalen Master Sprint Classics am 23./24. Januar 2016. Die 120 zur Verfügung stehenden Startplätze dieses Wettbewerbs waren von den Master-Teilnehmern aus aller Welt sofort ausgebucht.

»Dies unterstreicht einmal mehr die große Beliebtheit dieser Bahn, sowie auch die präzise Wettkampf-Organisation. Dazu gehört die schnellste internationale Bereitstellung von Auslosungs-, Start- und Ergebnislisten durch den umsichtigen Hubert Kreutz«, lobt Traub weiter. Nun hofft er, auch im Januar wieder gute Zeiten auf der Inzeller Bahn »hinlegen« zu können. who

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