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Großer Jubel um Andi Wellinger

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Mitglieder des SC Ruhpolding, Vertreter der Gemeinde Weißbach und eine Schar Schüler aus dem CJD Berchtesgaden haben Goldmedaillengewinner Andreas Wellinger einen rauschenden Empfang bereitet. Insgesamt waren es rund 100 Personen.


Der 18-Jährige hatte beim Teamspringen in Sotschi die olympische Goldmedaille geholt. Mit im Flieger aus Sotschi über Frankfurt waren auch die Mannschaftskameraden Severin Freund und Marinus Kraus.

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»Ich bin schon sehr überrascht, da kommt man aus dem Gate heraus und dann stehen da so viele Menschen«, meinte Wellinger erfreut. Trotz der Strapazen nach dem Gewinn der Goldmedaille und den anschließenden Terminen sowie der anstrengenden Heimreise zeigte sich der 18-Jährige erstaunlich gut drauf.

»Natürlich bin ich jetzt sehr müde und ausgelaugt. Aber dass hier so viele da sind, macht mich sehr glücklich«, sagte Wellinger bei einer kleinen anberaumten Feier in einem Gasthaus in Söllhuben. Vor allem die Goldmedaille machte mehrmals die Runde, jeder wollte sie mal anfassen.

Bei der Ankunft am Flughafen sorgte die Blaskapelle aus Weißbach für den richtigen Ton und die Ruhpoldinger hatten flugs angefertigte T-Shirts verteilt. Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler erinnerte noch einmal an den »Schwarzen Samstag«, als er im Springen von der Großschanze verweht wurde. »Das war schon richtiges Pech, Gott sei Dank war das am Montag beim Mannschaftsspringen anders. Da schlägt das Herz eines jeden Ruhpoldingers schneller«, sagte der Rathauschef, der es gerade noch zum entscheidenden Sprung von Wellinger vor den Fernseher geschafft hatte.

Klassenlehrer Reinhold Löffler vom CJD freute sich über den Erfolg »seines Goldjungen« und meinte gönnerhaft, dass er am Tag danach wohl eher nicht zum Unterricht kommen müsse.

Sichtlich gerührt war auch der Vater des Skispringers, Hermann Wellinger, der seinen Sohn in die Arme schloss und von einer »Wahnsinnsleistung« sprach. Für Andreas Wellinger ging der Empfang erst weit nach Mitternacht mit der Heimfahrt nach Weißbach zu Ende.

»Ich bin jetzt einfach richtig müde und werde mich die nächsten Tage kaum von der Couch runterbewegen«, meinte er mit seinem typischen Lächeln.

Spätestens am Samstag ist das mit der Couch aber auch vorbei, dann will seine Heimatgemeinde Weißbach »ihren Goldjungen« gebührend feiern (siehe auch separate Ankündigung auf dieser Seite). Bereits am Montag reist Wellinger mit dem deutschen Sprungteam weiter nach Skandinavien. Dort stehen noch eine Reihe von Weltcupspringen auf dem Programm. SHu.

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