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Großer Formtest im Allgäu

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Schräglagen schon fast wie der Papa: Auch Luca Bauer will beim internationalen Rennen in Steingaden beweisen, dass er schon zu den besten deutschen Piloten gehört. (Foto: Wukits)

Die WM-Qualifikation ist vorbei, jetzt geht es für die heimischen Piloten darum, sich weitere Fahrpraxis zu verschaffen. Zumal manche von ihnen ja gar nicht bei der WM-Qualifikation antreten durften.


So geht es am Sonntag (Training ab 10.15 Uhr) in Steingaden unter anderem für den Inzeller Peter Mayerbüchler ab ca. 11.15 Uhr dann darum, sich im Kampf mit anderen Nachwuchspiloten einen Platz im Hauptfeld zu sichern. Dessen Rennen beginnen dann um 13.30 Uhr.

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Im Hauptfeld gesetzt sind unter anderem die regionalen Aushängeschilder Günther Bauer (Schleching), Max Niedermaier (Edling) und Stefan Pletschacher (Ruhpolding). Diese hatten sich allesamt in der WM-Qualifikation durchgesetzt und errangen einen Platz in der WM-Serie (Grand Prix).

Ebenfalls am Start ist der Schlierseer Hans Weber, der den WM-Einzug auf direktem Wege zunächst hauchdünn verfehlt hatte. Inzwischen erhielt aber Weber genauso wie der Schwede Niclas Svensson vom Weltverband FIM eine permanente Wildcard für die WM und ist damit im kompletten Grand Prix dabei.

Ebenfalls in Steingaden am Start ist Günther Bauers Sohn Luca, der mit einem beachtlichen 9. Platz in der Qualifikation zwar noch keinen WM-Platz errungen, sich aber schon viel Respekt verschafft hatte. Der 18-Jährige bestreitet schließlich erst seine zweite Eisspeedway-Saison.

Auch Markus Jell (Altfraunhofen), der bei der WM-Qualifikation nicht antreten durfte, will zeigen, dass er zu den besten deutschen Piloten gehört. Ein Anwärter auf einen absoluten Spitzenplatz ist er aber wohl im Gegensatz zu den drei heimischen WM-Teilnehmern nicht.

Auch diese treffen auf harte Konkurrenz: Österreichs Superstar Franz Zorn, der zuletzt die WM-Qualifikationsrunde in Strömsund vor allen anderen Mitfavoriten gewonnen hatte, und dessen starker Landsmann Harald Simon wollen im Allgäu ebenfalls beweisen, dass sie glänzend in Form sind. Simon hatte erst im Stechen die WM-Qualifikation knapp verpasst und wurde von der FIM als erster Ersatzfahrer für den Grand Prix nominiert.

In Steingaden freut man sich riesig auf das Rennen am Sonntag. Denn der MSC hatte von 2012 bis 2016 jeweils die geplanten Rennen absagen müssen, weil die warme Witterung entweder dazu führte, dass man keine Eisbahn herrichten konnte, oder aber eine präparierte Eisbahn kurz vor dem Renntag wegen der Wärme regelrecht »dahinschmolz«. Dagegen dürfen die Fahrer nun am Sonntag bei der herrschenden Eiseskälte auf der 322 Meter langen Natureisbahn auf hervorragende Bedingungen hoffen. who