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Großer Festakt zum Jubiläum des TV Traunstein

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Nicht nur die älteste, sonden auch die größte Abteilung im TVT ist die Turnabteilung. Diese präsentierte sich bei der 140-Jahr-Feier vor zehn Jahren mit gelungenen Vorführungen. (Foto: Weitz)

Der TV Traunstein feiert in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Am Samstag mit einem großen Festakt in der Franz-Eyrich-Halle, am Sonntag zeigen dann die elf Abteilungen, was vor allem im Breiten,- aber auch im Leistungssport beim Turnverein alles geboten wird. »Wir feiern mit Freude und Stolz«, betont Rudolf Belser, Erster Vorsitzender des TVT, in der umfangreichen Festschrift des Vereins, der in Traunstein auch nach der Fusion von FC und ESV Traunstein der mitgliederstärkste Verein in der Großen Kreisstadt ist.


Landrat a. D. Hermann Steinmaßl betont dabei, dass dem Turnverein Traunstein gerade auch in der Landkreisaktion »Jedes Kind in einen Verein« eine wichtige Rolle zukommt. Betreiben doch weit über 500 Kinder und Jugendliche beim TVT regelmäßig Sport – egal ob an der Freude am Spiel, zur Freizeitgestaltung oder weil der Traum von der Olympiamedaille zu besonders engagiertem Training anspornt. Erfolgreich sind dabei auch Schul-AGs – oft mit Sportlern des TVT bestückt – die sich auch in Vergleichswettbewerben bis hin zur Bundesebene erfolgreich behaupten.

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Dabei sieht man von Vereinsseite nicht nur den sportlichen Erfolg, der sich in den vergangenen Jahren beispielsweise besonders bei der Basketball-, Badminton- oder Ringerabteilung oder der Rhythmischen Sportgymnastik einstellte. Auch der Traunsteiner Halbmarathon hat sich als Wettbewerb mit überregionaler Bedeutung etabliert.

»Unersetzliche Werte«

Man will neben dem sportlichen Angebot vor allem auch soziale Kompetenzen vermitteln, mannschaftsdienliches Verhalten lehren und einen guten Umgang mit dem sportlichen Sieg und der Niederlage einüben. »Der TV Traunstein gibt den Kindern und Jugendlichen unersetzliche gesellschaftliche Werte wie Fairness und Toleranz auf den Weg«, findet denn auch die BLSV-Kreisvorsitzende Claudia Daxenberger.

Der scheidende Traunsteiner Oberbürgermeister Manfred Kösterke – selbst als Übungsleiter beim TVT in der Basketballabteilung engagiert – betont, der Verein sei das »Urgestein« unter den mehr als 30 Traunsteiner Sportvereinen. »150 Jahre TV Traunstein sind 150 Jahre Aktivität und ehrenamtliches Engagement in den unterschiedlichsten Sportarten.« Die erfolgreichen Sportler seien hervorragende Botschafter für die Große Kreisstadt Traunstein und den Sport im Allgemeinen. Das ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder sei besonders lobenswert.

Engagement der Bürger

In den vergangenen 150 Jahren hat der Verein das gesellschaftspolitische Auf und Ab der Jahrhunderte mitgemacht. Die Schrecken der beiden Weltkriege mit dem Verlust geliebter Vereinskameraden sind genauso ein Teil der Geschichte des Vereins wie herausragende Erfolge und Errungenschaften.

Prägend war indes immer auch das Engagement der Bürger, im Turnverein, in den Abteilungen und auch im Bau der vereinseigenen beiden Turnhallen etwas Großes zu verwirklichen – zum Wohl der Vereinsmitglieder und des Hauptvereins.

Auch für die Jubiläumsfeier ist der manchmal von der Vorstandschaft angemahnte Zusammenhalt der Abteilungen und Mitglieder gut sichtbar geworden. Den will man auch an den beiden Tagen der Feierlichkeiten und Sportvorführungen unter Beweis stellen.

Die beiden vereinseigenen Turnhallen haben sich in den vergangenen Jahren zu wahren »Energiefressern« entwickelt. Hinzu kamen durch verschiedene Hallenneubauten in und um Traunstein abnehmende Fremdvermietungen. Insbesondere die Vermietungen an die Schulen gingen zwischenzeitlich deutlich zurück.

Die Vereinsführung hat deshalb – nach klarer Zustimmung der Mitglieder – beschlossen, das dem Verein ehemals kostenlos von der Stadt Traunstein überlassene Grundstück zu veräußern und sich an dem geplanten Turnhallen-Neubau des Landkreises Traunstein am Annette-Kolb-Gymnasium zu beteiligen.

Ehrenvorsitzender Dieter Gätzschmann, der 25 Jahre die Geschicke des Vereins leitete, betont, dass man sich erhoffe, dass der Verein »auch weiterhin eine hervorragende Stellung in unserer Stadt und darüber hinaus einnehmen wird.« In all den veränderten Zukunftsperspektiven und gravierenden Veränderungen sei der Leitspruch der Erbauer Verpflichtung und Richtschnur gleichermaßen: »Seht das Werk eurer Väter und haltet es in Ehren!« awi