Großer Erfolg bei den »kleinen Löwen«

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Auch er trug zum Kirchanschöringer Erfolg bei: Luca Schmitzberger. (Foto: Butzhammer)

Sein kleines eigenes Oktoberfest hat der SV Kirchanschöring am Sonntag bei der Auswärtsfahrt zur Zweitvertretung der Münchner Löwen von 1860 gefeiert.


Mit Pauken, Ziach und einem vollen Liederbuch im Gepäck, machten sich 50 Zuschauer_innen mit dem Fanbus nach Giesing auf und durften am Ende ein knappes 1:0 für ihre Farben feiern. Julian Galler gelang der Siegtreffer bereits nach vier Spielminuten. In der Schlussphase waren leidenschaftliches Verteidigen im Kollektiv und die Hände von Egon Weber, der in Minute 71 einen Elfmeter parierte, die Schlüssel zum Sieg. Und eben die lautstarke Unterstützung von außen.

Richard Mühlbacher, Papa von Mittelfeldspieler Berni, packte die »Ziach« aus, um den voll besetzten Biergarten vor dem »Löwenstüberl« in der Grünwalder Straße zu unterhalten. Das Publikum – zum Großteil in gelb-schwarz gehüllt – zeigte sich entzückt, die Stimmung zu diesem Zeitpunkt längst bierselig und ausgelassen. Dafür hatte die Mannschaft zuvor gesorgt, mit einer reifen »und vor allem kämpferisch tollen Leistung«, wie Coach Mario Demmelbauer resümierte, »gegen einen technisch und taktisch Top-Gegner. Lediglich im letzten Drittel waren die Löwen nicht konsequent genug«, so Demmelbauer weiter, wobei das auch wieder an seiner Elf lag. Wieder schaffte es der SVK vor allem eines: Den Gegner vom eigenen Tor fernhalten.

So kamen auch die »kleinen Löwen« kaum dazu, ihre technischen Fertigkeiten auf den Platz zu bringen. Stattdessen gab es immer und überall Druck vom SVK, der früh in Führung ging. Das dürfte 1860-Interimscoach Thomas Hiechinger (vertrat Frank Schmöller) so gar nicht geschmeckt haben, denn das 1:0 erzielten die »Anschöringer« mit relativ wenig Aufwand. Ex-Löwe Christoph Dinkelbach hob den Ball aus der eigenen Hälft zu Manuel Omelanowsky, der stiftete gegen zwei Gegenspieler solche Unruhe, dass diese nur unsauber klären konnten. Julian Galler wartete genau darauf und platzierte den abgewehrten Ball fast mühelos mit einem schönen Flachschuss unten im Eck. Die Gäste machten weiter Druck und waren laut Demmelbauer »in einer guten ersten Halbzeit, von beiden Teams«, das etwas gefährlichere Team. Dinkelbach beispielsweise schoss nach rund 25 Minuten aus der Distanz bei seinem Volleyschuss etwas zu zentral, auf der Gegenseite wurde der SVK vor allem bei Standardsituationen geprüft. Noch geriet die Führung aber nicht wirklich ins Wanken. im zweiten Durchgang, als die »Löwen« das Geschehen etwas mehr in Richtung Kirchanschöringer Kasten verlagern konnten. Gefährlich wurde es durch eine tolle Einzelleistung. Linksverteidiger Moritz Heigl zog mit hohem Tempo von seiner Position aus an einigen Gelb-Schwarzen bis in den Sechzehner vorbei. Dort wurde ihm von Luca Obirei das Bein gestellt – Elfmeter. Doch Torwart Egon Weber hielt. Der Strafstoß von Valdrin Konjuhi war allerdings nicht die schwerste Prüfung für den starken Schlussmann. Im richtigen Eck, konnte Weber den Ball mühelos sicher halten.

Nach Berni Mühlbacher (kam für Luca Schmitzberger), stützte Demmelbauer in der Schlussphase die Verteidigung im letzten Drittel mit Defensivwechseln. Letztlich gelang es, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

TSV 1860 München II: Szekely, Bell (Kovacevic), Neziri, Spennesberger, Konjuhi, Fofanah (82. Kreuzpaintner), Sponer, Heigl, Zehetbauer, Leibelt (41. Brönauer), Amados.

SV Kirchanschöring: Weber, Obirei, Galler (78. Hosp), Jauk (78. Peter), Dinkelbach, Nicklas (91. Hofmann), Pöllner, Omelanowsky, Schmitzberger (67. Mühlbacher), Vogl, Gürcan (78. Sternhuber).

Tor: 0:1 Julian Galler (4.).

Zuschauer: 300.

Schiedsrichter: Julian Kreye.

bts

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