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»Große Sprünge« ab Mitte April?

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Wann werden wieder solche großen Sprünge wie hier von Reinhard Sax auf Chambery auf dem Turnierplatz auf Gut Ising möglich sein? Nachdem das erste, für den 9. bis 11. April geplante Turnier abgesagt werden musste, soll es nun vom 16. bis 18. April ein Spring- und Dressurturnier geben. (Foto: Weitz)

Nicht nur das Coronavirus sorgt für große Einschränkungen im Sportgeschehen: Bei den Reitern ist es das für Pferde hochgefährliche Herpes-Virus, das zur Absage aller im März geplanten Turniere in Deutschland geführt hatte. Betroffen waren auch zwei geplante Wettbewerbs-Wochenenden auf Gut Ising – und nun trifft es die Isinger auch mit dem ersten der zwei geplanten Turniere im April – das zweite vom 16. bis 18. April ist aber derzeit noch fest eingeplant.


Die für den vom 9. bis 11. April geplanten Wettbewerbe in der Dressur und im Springreiten wurden inzwischen schon wieder gestrichen. Wegen des Herpes-Virus wurde nämlich vom deutschen Dachverband (FN) ein Aufstallungs-Verbot erlassen.

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Das bedeutet, dass nur ein sehr kleiner Teilnehmerkreis der zum Turnier geladenen Berufs- und Kaderreiter zu erwarten gewesen wäre. So gab's hier auch eine »Notbremse«: Die Veranstalter sagten das Turnier ab.

»Wir hoffen, dass es ab dem 12. April wieder erlaubt ist, aufzustallen«, berichtet Parcourschef Sepp Beilmaier. Ohnehin wäre auch von Veranstalterseite her diese Unterbringung der Gastpferde nur mit einer gültigen Herpes-Impfung der Tiere erlaubt worden. Ohnehin lassen viele Pferdebesitzer – gerade in Zuchtställen – ihre Tiere impfen, »aber der Impfstoff ist knapp. Zudem muss vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung die zweite folgen« erläutert Beilmaier– und die Impfung muss jährlich erneuert werden.

Wird die Aufstallung wieder erlaubt, könnten zumindest die vom 16. bis 18. April auf Gut Ising vorgesehenen Wettbewerbe stattfinden. Dabei sollen alle Dressur-Wettkämpfe in der großen Isinger Halle ausgetragen werden, während die Springreiter den äußeren Prüfungsplatz nutzen könnten.

Dabei sollen neben zahlreichen Einsatzmöglichkeiten für junge Pferde auch wieder hochkarätige Wettkämpfe zum Programm gehören. Beim Dressurreiten sind etwa eine Prüfung der Klasse S* (Prix St. Georges) und eine der Klasse S** (Intermediaire I) geplant. Beim Springen gibt es unter anderem ein S*-Springen sowie einen Wettbewerb der Klasse S* mit Stechen.

Dabei können die Prüfungen von Dressur und Springreiten sogar zeitgleich ausgetragen werden. »Das ist kein Problem«, freut sich Beilmaier. Dadurch, dass auch zwei verschiedene Abreiteplätze zur Verfügung stehen, können sich Dressur- und Springreiter buchstäblich »aus dem Weg gehen«– schließlich sollen ja wegen des Coronavirus die Kontakte reduziert sein.

Nun hoffen die Isinger, dass sie zumindest Mitte April das Wettkampfgeschehen wieder eröffnen dürfen. Dann hätte sich das Vorhaben von Turnierleiter Sepp Beilmaier – »im April packen wir wieder an« – umsetzen lassen. Schließlich warten auch die Pferdesportler händeringend darauf, endlich wieder an Wettkämpfen teilnehmen zu können. who

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