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Große Spannung zum Abschluss auf bayerischer Ebene

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Szene aus dem Kampf des vergangenen Jahres: Relativ chancenlos präsentierte sich Gergely Kiss (rotes Trikot) gegen den türkischen Spitzenringer in Weingarts Diensten, den Weltmeisterschaftsdritten Taha Akgül Foto: Wittenzellner

13 Mal standen die Ringer in den bayerischen Ligen bislang auf der Matte. An diesem Wochenende steht nun der letzte Kampftag auf dem Programm, wobei auf einige heimische Vereine entscheidende Duelle warten. Auf nationaler Ebene dauert die Saison noch einige Runden an, ehe der Deutsche Meister feststeht.


Der (Noch)-Erstligist SV Wacker Burghausen empfängt am morgigen Samstagabend den Tabellenzweiten SV Germania Weingarten. 27:8 ging das Vorrundenduell zu Gunsten der Württemberger aus und auch in der Rückrunde dürfte die Spitzenmannschaft mit einer kaum bezwingbaren Aufstellung an die Salzach kommen. Ein Sieg wäre für den SVW ohnehin eher hinderlich, schließlich ist der Klassenerhalt nicht das Ziel. »Wir wollen und wir werden in die II. Liga absteigen«, betonte Freistil-Trainer Mahmout Karimi nochmals.

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Vor einer lösbaren Aufgabe steht der SC Anger in der II. Bundesliga: Der KSK Furtwangen war beim 22:12-Vorrundensieg nur bedingt ein Prüfstein. Allerdings könnte es sein, dass einige Leistungsträger der Angerer in die Zweite Mannschaft beordert werden, da die Reserve in der Landesliga einen entscheidenden Kampf um den Aufstieg zu bestreiten hat. Der fünfte Tabellenplatz der Zweitliga-Mannschaft ist bereits »festzementiert«, darum hat die Begegnung mit Furtwangen nicht die höchste Priorität.

In Trostberg darf man am Samstag nochmals mit einer prächtigen Stimmung und rund 300 Zuschauern rechnen. Der Spitzenreiter SpVgg Freising gibt seine Visitenkarte ab und verbindet dies mit dem Anspruch auf die Meisterschaft. Mit entscheidend könnte es sein, wie das mögliche ungarische Duell zwischen Patrick Szabo (Trostberg, 84 kg Greco, Kampfbilanz 9:1) und seinem Landsmann Zoltan Keri (Kampfbilanz 11:1) ausgeht. In der Vorrunde trafen die beiden nicht aufeinander. Unabhängig des Ausgangs ist Trostberg mit einem ausgezeichneten Auftritt in diesem Jahr die Überraschungsmannschaft in der Oberliga.

In der Bayernliga steht zum Saisonende das Spitzenduell zwischen dem ungeschlagenen Tabellenersten SVS Hallbergmoos und dem Verfolger TV Traunstein an. Die Gastgeber aus dem Münchner Umland sind favorisiert und können auf einen fast zweitligatauglichen Kader zurückgreifen. Der TVT sinnt trotzdem auf Revanche für die knappe Vorrundenniederlage. Um Hallbergmoos noch vom Aufstiegsplatz zu verdrängen, müssten die Traunsteiner allerdings mit vier Punkten Unterschied gewinnen – bei diesen Vorzeichen ein schweres Unterfangen.

Ein ähnliches Duell ist in der Landesliga Süd angesetzt. Der Tabellenerste SC Anger II gastiert beim Verfolger ASV Au/ Hallertau. Die überwiegend »zusammengekaufte« Truppe der Gastgeber konnte in der Hinrunde überraschend den Sieg in Aufham einfahren und scheint dem SCA II ebenbürtig zu sein. Während der Angerer Reserve ein Unentschieden reicht, müssen die Ringer aus der Hopfenregion gewinnen. Der Gegner in den Aufstiegskämpfen zur Bayernliga wird für den siegreichen Verein vermutlich der ASC Bindlach II sein.

Für die Tabelle weitgehend bedeutungslos sind die Begegnungen der beiden weiteren heimischen Landesligisten: Der Tabellendritte TSV Berchtesgaden muss zum Abschluss einer starken Saison zur Reserve des SC Isaria Unterföhring und sollte seiner Favoritenstellung gerecht werden können.

Der in diesem Jahr kräftig gebeutelte SV Wacker Burghausen II tritt derweil beim TSC Mering an und dürfte es dort sehr schwer haben, den Schwaben die Butter vom Brot zu nehmen. Der SVW II konnte aber durch Erfolge gegen den direkten Konkurrenten SV Untergriesbach II den Abstieg in die Bezirksliga vermeiden.

Auf internationalen Pfaden wandelt an diesem Wochenende Nicole Amann vom SC Anger, die als einzige deutsche Ringerin neben fünf männlichen Teilnehmern beim renommierten internationalen Kadettenturnier im ukrainischen Borispol in der Nähe von Kiew geladen ist. Die Vize-Weltmeisterin soll sich dort insbesondere mit den starken Ringerinnen aus den Ostblockländern messen. awi

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