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Große Gefahr durch Standards

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Seine Treffsicherheit ist auch heute wieder gefragt: Albert Deiter, der am Abend mit dem SV Kirchanschöring auf den TSV Wasserburg trifft. (Foto: Butzhammer)

Das zweite Heimspiel des Fußball-Bayernligisten SV Kirchanschöring binnen fünf Tagen ist ein echter Leckerbissen: Heute um 18.30 Uhr gibt der Inn/Salzach-Rivale TSV Wasserburg seine Visitenkarte im Stadion an der Laufener Straße ab. Und die »Löwen« vom Inn reisen – wen wundert’s – als Tabellenführer an. Die Spitzenposition hatten sie ja in den letzten Jahren – bei ihren fünf Aufstiegen von der A-Klasse bis in die Fünfte Liga – fast immer inne.


»Endlich gibt es neben uns wieder einen weiteren Vertreter des heimischen Fußballkreises Inn/Salzach in der Liga«, freut sich SVK-Pressesprecher Michael Wengler nicht nur auf eine kurze Fahrt im Rückspiel, sondern auch auf eine Top-Besucherzahl im heutigen Hinspiel. Und dafür, dass wohl durchaus um die 1000 Fans den Weg ins Stadion finden könnten, spricht für die Form beider Teams.

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Die Elf von Michael Kostner hat jüngst ihren ersten Dreier gelandet (1:0 durch einen Treffer von Albert Deiter gegen Schwaben Augsburg), die Crew von TSV-Trainer Leo Haas ist mit zwei Siegen (1:0 in Kottern, 4:1 gegen Pullach) perfekt aus den Startlöchern gekommen und hat gleich wieder ihre besondere Stärke bei Standards gezeigt – mit drei Treffern nach ruhenden Bällen gegen die »Raben«, alle erzielt von Matthias Haas, der in der Heimpremiere im Altstadt-Stadion vor mehr als 700 Fans einen Viererpack schnürte.

»Vier Tore in einem Spiel: Das hab’ ich seit der E-Jugend nicht mehr geschafft«, sagte Haas. Und ein Kopfballtor wie das 4:1 gegen Pullach nach Ecke von Sebastian Weber sei ihm »seit meiner Zeit in der U 17 des FC Bayern – so viel ich weiß – auch nicht mehr gelungen.«

Haas hat also auf alle Fälle schon mal dafür gesorgt, dass sowohl heute als auch am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zu Hause gegen Schwaben Augsburg viel los sein wird. Das gilt auch deshalb, weil die Partie gegen die Fuggerstädter unmittelbar vor dem 51. Wasserburger Weinfest über die Bühne gehen wird.

Doch nicht nur der 29-Jährige ist den meisten Fußballfreunden, die heute den Weg ins Stadion an der Laufener Straße finden werden, ein Begriff, sondern auch der Keeper der »Löwen«: Dominic Zmugg. Er wechselte ja vor der Saison als neue Nummer eins vom SVK zum Meister der Landesliga Südost, zumal dessen bisheriger Stammtorhüter Georg Haas die Handschuhe an den Nagel gehängt hat beziehungsweise zumindest mal kürzertreten will. Klar, dass »Zmuggi« besonders im Fokus steht und genauso wie sein Gegenüber Stefan Schönberger alles daransetzen wird, den Kasten im Derby sauberzuhalten.

»Was Derbys betrifft, haben wir hier in Kirchanschöring schon unterschiedlichste Erfahrungen gemacht. Die Duelle gegen den SV Erlbach sind lange her – und die Derbys gegen den SB Chiemgau Traunstein waren alles andere als erfolgreich. Hitzige Spiele, heiße Köpfe, diskutierende Zuschauer«, erinnert sich Wengler. Doch so lange es fair und friedlich bleibe, seien es »doch die Emotionen, von denen der Fußball lebt«, ergänzt der SVK-Pressesprecher.

Heute hofft er auf »eine volle Hütte und eine prickelnde Atmosphäre«. Das wird am kommenden Samstag (14 Uhr) im Gastspiel beim FC Ismaning dann wohl nicht mehr der Fall sein. Dort wird definitiv vor einer kleineren Kulisse gespielt ... cs

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