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Große Freude über ein »wunderbares Turnier« auf Gut Ising

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Hochkarätige Wettbewerbe gab es in der Großen Halle auf Gut Ising. Dabei gewann Matthias Bouten mit Meggles Veneziano eine S***-Prüfung der »Stars von Morgen« sowie eine S***-Prüfung Intermediaire II. (Foto: Weitz)

Ein Zweikampf von Anja Plönzke und Dorothee Schneider in den zwei Grand-Prix-Prüfungen, weitere hochkarätige Wettbewerbe und eine erfreuliche Teilnehmerzahl: Das prägte das Dressurturnier auf Gut Ising. Mit dessen Ausklang ist nun die Saison 2020 auf Gut Ising beendet.


Turnierleiterin Petra Hofmann zeigte sich bereits während der Wettkämpfe außerordentlich zufrieden – und das nicht nur wegen der erfreulichen Leistungen. »Wir hatten hier ein wahnsinniges Nennungsergebnis. Die Zahlen waren so hoch wie nie, deshalb mussten wir sogar schon einen Tag eher als geplant beginnen. Die Felder platzen aus allen Nähten.« Dies bestätigte sich in den weiteren Prüfungen. »So etwas habe ich noch in ganz Deutschland nicht gesehen, dass so viele von den Gemeldeten tatsächlich auch am Start waren.« Sie ergänzte: »Es war wunderbar. Wir hatten hier tolle Pferde und haben tollen Sport gesehen.«

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Das galt auch für den Grand Prix. In dieser Prüfung der Klasse S*** setzte sich Anja Plönzke (RA München) auf Tannenhofs Fahrenheit vor der Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider (Framersheim/Frankfurter Turnierstall Schwarz Gelb) auf deren Stute Fohlenhofs Rock'n Rose durch. Knapp dahinter landete Uwe Schwanz (RV Waldhauser Hof) auf Hermes. In der Grand Prix Kür – ebenfalls eine Prüfung der Klasse S*** – verwiesen jedoch Schneider und ihre Stute schließlich Plönzke und Tannenhofs Fahrenheit auf Rang 2. Den dritten Podestplatz holte sich Renate Voglsang (RA München) mit Fürst Ferdinand zur Fasanenhöh vor dem U-25-Teameuropameister Raphael Netz (RFV Aubenhausen). Die GP-Duelle fand auch Hofmann »richtig spannend.«

Stark präsentierte sich auch Matthias Bouten (Wasserburg): Hatte er am ersten Turniertag schon eine Prüfung der Klasse S*** Intermediaire II auf Meggles Veneziano zu seinen Gunsten entschieden, so legte er mit gleich zwei weiteren Siegen im Turnierverlauf nach. Dabei entschied er das St. Georgs Special (S*) auf Meggles Long Island zu seinen Gunsten und erkämpfte sich zugleich mit Meggles Jupiter den zweiten Platz. Im Finale der »Stars von Morgen« setzte er sich auf Meggles Veneziano vor dem ebenfalls überzeugenden Uwe Schwanz (diesmal auf Rockson) – durch.

Bei der Serie »Stars von Morgen« können entweder U-25-Reiter mit einem erfahrenen Pferd oder junge Pferde mit einem erfahrenen Reiter antreten. »Und wir sind schon auch stolz darauf, dass das Finale dieser Serie hier auf Gut Ising ausgetragen wurde«, freut sich Hofmann, die gemeinsam mit der Isingerin Sylvia Gugler die Turnierleitung innehatte.

Bei der Finalqualifikation zum Nürnberger-Burg-Pokal allerdings musste sich Bouten auf Meggles Jupiter zwei starken Konkurrenten beugen: Den Sieg in dieser S*-Prüfung holte sich Charlott-Maria Schürmann (RV Gehrde) mit Simsalabim, Zweiter wurde Franz Trischberger (TG Hofgut Allerer) mit Rugby. Schürmann – die aus der Oldenburger Gegend kommt – war zum ersten Mal auf Gut Ising zu Gast und jubelte entsprechend über ihren Sieg. »Das war schon etwas ganz Besonderes für sie«, hebt Hofmann hervor. Schließlich kommen aus der Serie Nürnberger-Burg-Pokal – von dieser gibt es Etappen in ganz Deutschland – nur die Sieger aus den einzelnen Etappen zum großen Finale, das heuer kurz vor Weihnachten in Frankfurt/Main ausgetragen werden soll. »80 Prozent der heutigen Championats-Pferde kommen aus dieser Serie, das ist eine der besten Prüfungen in Deutschland«, erläutert Hofmann. »Und jetzt hatten wir diese Serie zum ersten Mal in Ising.«

Schon diese Tatsache »ist für uns eine große Bestätigung. Außerdem hatten wir beim Turnier im September den Louisdor-Preis und den Piaff-Förderpreis auch hier in Ising. Es gibt sonst wohl kein Turnier in Deutschland, das von allen drei Serien Etappen ausrichten darf«, zeigt sich Hofmann begeistert davon, dass die Veranstaltung in Ising »aus kleinen Anfängen richtig gewachsen ist. Das macht auch Spaß.« Übrigens auch den Reitern, »denn hier kommt einfach das familiäre Flair der Veranstaltung gut rüber. Selbst Spitzenleute kommen gerne.«

Es gab übrigens noch eine weitere S***-Prüfung. Diese war allerdings für Amateure ausgeschrieben. Den Sieg sicherte sich hierbei Sabine Stockinger (RV Waldhauser Hof). Mit ihrem Wallach Zodak verwies sie Julia de Ridder (RFV Hof Rossheide) auf Rang zwei.

Eine weitere Talentprobe zeigte auch Raphael Netz: Er wurde mit Dwayne gemeinsamer Zweiter einer L-Prüfung mit Anna-Christina Abbelen (RV Vorst), den Sieg holte sich hier Greta Garkisch (RV Erding). Letztlich »sind alle ganz glücklich nach Hause gefahren. Selbst die Reiter, für die es sportlich nicht so lief, waren begeistert«, zieht Hofmann Bilanz. who

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