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Größter Ortsverein ist »innerlich gesund«

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Zahlreiche Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung des TSV Übersee für langjährige Vereinstreue. Unser Bild zeigt (vorne von links): Annemarie Stephl, Bernhard Hilz, Marianne Huber, Vorstand Bernhard Jakisch, Marianne Baumgartner, Ernst Höllmüller (alle 50 Jahre), Anna Marie Schwaiger (40 Jahre), Andreas Reichl (25 Jahre), Luise Olschewsky (50 Jahre) sowie (hinten von links): Andrea Kurz-Hörterer (25 Jahre), Jakob Gnadl, Peter Hilz, Johann Mitterer (je 50 Jahre), Josef Schwarz (40 Jahre) und Florian Sachsenhammer (25 Jahre). (Foto: vom Dorp)

Sportlich erfolgreich, gesellschaftlich aktiv und in den fünf Abteilungen innerlich gesund, so präsentierte sich der TSV Übersee in der Jahresversammlung im Gasthof »Hinterwirt« vor 74 Mitgliedern. Andererseits plagen den Verein auch Sorgen um die noch ungeklärte Nachfolge von Vorstand Bernd Jakisch, der bei den Neuwahlen 2019 nicht mehr antritt.


Jakisch bezeichnete 2017 als »relativ turbulentes Jahr«. Vor allem der vorzeitig unbrauchbar gewordene zweite Vereinsbus hatte für finanzielle Engpässe gesorgt. Nur durch die Unterstützung der Banken, der Gemeinde und vieler privater Spender habe man die Kosten schultern können.

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Vorstand mahnt zur Sparsamkeit

»Mit 1033 Mitgliedern hat der TSV als größter Verein in Übersee jetzt einen gewissen Stellenwert«, betonte Jakisch. Dabei zeigten über 10 000 ehrenamtliche Betreuerstunden den großen Aufwand des Vereinsbetriebs. Der Vorstand mahnte zudem zur Sparsamkeit. Es stehe nicht nur die Rückzahlung des Bus-Kredits an, sondern wegen des Wegfalls des Chiemsee Summers fehlten auch die Einnahmen durch das TSV-Zelt auf dem Festgelände.

Zu den positiven Aspekten zählte er das Teeren des Platzes vor dem Vereinsheim durch die Gemeinde »nach hartem Kampf«. Zudem bat er die Gemeinde, sich Gedanken über das 44 Jahre alte »und eigentlich abrissreife Haus« zu machen. Der Wunsch des TSV sei ein neues Haus mit gleichzeitiger Nutzung für gesellschaftliche und gemeindliche Zwecke.

Zudem war für Jakisch seine noch ungewisse Nachfolge bei den Neuwahlen 2019 und der gleichzeitige Rückzug von Kassierin Gabriela Steiner ein schwieriges Thema. Er zeigte die möglichen Folgen einer Vereinsauflösung auf: »Dann müsste jede Abteilung einen eigenen Verein gründen.«

Ein durchwachsenes Ergebnis brachte der Finanzbericht von Gabriela Steiner, den Kassenprüfer Toni Plenk näher erläuterte. Unter Berücksichtigung von 15 000 Euro Abschreibungen, unter anderem für den neuen Bus, hatte es Verluste von 9000 Euro gegeben. Ohne sie wies die Kasse ein Plus von 4000 Euro aus.

Sehr positiv läuft nach den Worten von Frank Sehliger die Fußball-Jugendabteilung. 90 Kinder zwischen sechs und 17 Jahren bilden sieben Mannschaften und besetzen damit jede Altersstufe. Für die Bambini gebe es noch keinen offiziellen Spielbetrieb. Hier werden vorwiegend Lauf- und Fangspiele sowie Koordination und Ballgefühl trainiert.

Bei der Tischtennis-Abteilung zeigt der Weg laut Manfred Wiedemann mit stabilen Mitgliederzahlen nach oben. Man habe 28 Sportler im Spielbetrieb, einige Hobbyspieler sowie sieben Jugendliche, die sich in der Kreisliga etabliert haben.

Von einem großen Zusammenhalt »seiner« 100 Handballer und 30 Trainer, Betreuer und Schiris im Spielbetrieb berichtete Jakob Gnadl. Nicht ohne Stolz erwähnte er den dritten Platz der männlichen A-Jugend, des »Parade-Teams« des Vereins, in der Landesliga. Groß gefeiert werde heuer am 9. Juni das 50-jährige Bestehen der Abteilung.

Über stabile Zahlen von 96 Mitgliedern, davon 63 Aktive, informierte Andi Rohr-meyer von der Ju-Jutsu-Abteilung, deren Stolz sechs Schwarzgurte sind. Zudem sei ein Selbstverteidigungskurs mit Teilnehmern im Grundschulalter erfolgreich gewesen. Ein »Riesenevent« mit 300 Zuschauern und 100 Sportlern nannte Rohrmeyer die Jubiläumsgala »20 Jahre Ju-Jutsu im TSV«.

Stets auf der Suche nach Geldmitteln ist Gesamt-Jugendleiter Michael Stefanutti. Seine unermüdliche Werbung, mit der erfolgreichen Regionalwährung in der Region einzukaufen, hatte die Kundenzahl von fünf im Jahr 2013 auf aktuell 66 steigen lassen und dem Verein im vergangenen Jahr 1870 Euro eingebracht. Stefanutti kündigte nochmals seinen Rückzug als Jugendleiter in zwei Jahren an. Er appellierte an die Abteilungen, sich um einen Nachfolger zu kümmern.

Ehrungen wurden folgenden anwesenden langjährigen Mitgliedern zuteil: Andrea Kurz-Hörterer, Florian Sachsenhammer und Andreas Reichl (alle 25 Jahre), Anna Maria Schwaiger und Josef Schwarz (beide 40 Jahre) sowie Luise Olschewssky, Andreas Eberl sen., Jakob Gnadl, Ernst Höllmüller, Johann Mitterer, Annemarie Stephl, Marianne Huber, Josef Wierer, Marianne Baumgartner, Peter Hilz und Bernhard Hilz (alle 50 Jahre).

Dritte Bürgermeisterin Uschi Geiger beglückwünschte den Verein für seine großartigen Leistungen im Leistungs- und Breitensport. »Der Sport ist die beste Prävention für unsere Kinder«, betonte Uschi Geiger. bvd