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Größter Erfolg beim »heißesten Wettkampf«

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Die Sensation ist perfekt: Bei den World Masters Games in Turin/Italien überraschte die Leichtathletin Petra Hirsch vom TuS Traunreut mit der Goldmedaille.


Die World Masters Games sind eines der größten Sportereignisse auf der ganzen Welt und werden auch die »Olympischen Spiele der Senioren« genannt.

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Mit knapp 38 000 Meldungen in allen Sportarten – darunter auch Olympiasieger und Weltmeister vergangener Tage – herrschte in Turin auch heuer wieder Hochbetrieb bei den World Games.

Petra Hirsch ging bei diesem Ereignis als amtierende deutsche Vizemeisterin im Speerwurf der Frauen W 45 im Turiner Stadion Nebiolo an den Start. »Das war der heißeste Wettkampf, den ich jemals hatte mit 37 Grad Celsius«, verrät die erfahrene Sportlerin des TuS Traunreut.

Der erfahrenen Athletin war klar, dass bei der dichten Konkurrenz ein langer Wettkampf bevorstehen würde.

Erste Versuche wichtig

»Das bedeutete für mich, dass der beste Wurf in den ersten drei Versuchen geschehen musste, ansonsten würden die Kräfte nachlassen«, erzählt die Traunreuterin, die sich noch im Vorfeld eine Rückenverletzung im Training zugezogen hatte.

»Und ich wollte unbedingt diesen Wettkampf gewinnen, das hatte ich mir fest vorgenommen«, sagt die ehrgeizige Athletin.

Bereits im ersten Versuch legte sie eine starke Leistung von 33,18 Metern vor, doch ob dies für den Sieg reichen würde, war nicht ganz klar.

Die sehr ausgeglichene Konkurrenz hatte nämlich ähnliche Bestleistungen wie die Landkreis-Athletin vorzuweisen und »mein Rücken machte mir immer mehr Sorgen«, so Hirsch.

Am Ende stand eine jubelnde Petra Hirsch ganz oben auf dem Siegerpodest: Als World-Masters-Siegerin 2013 feierte sie einen riesigen und zugleich sehr überraschenden Erfolg. Die Leistung von 33,18 Metern aus dem ersten Versuch reichte letztendlich für die Goldmedaille.

»Traum ist wahr geworden«

»Ein Traum ist wahr geworden«, freut sich die Sportlerin des TuS Traunreut riesig. Sie war in diesem Jahr zudem bereits Winterwurf-Europameisterin geworden. Zweite wurde Martiz Vargas Rodriguez aus Venezuela mit 30,21 Metern vor Lenka Novotna aus Tschechien, die es auf eine Weite von 28,51 Metern brachte.

Als World-Masters-Siegerin und damit »Olympiasiegerin« der Seniorinnen schaffte Petra Hirsch ihren bislang größten Erfolg.

»Diese Sommer-Goldmedaille bekommt einen ganz besonderen Platz«, lacht Hirsch, die mit diesem Triumph Leichtathletik-Sportgeschichte für den heimischen Landkreis geschrieben hat. lst