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Grabenstätt fordert den Spitzenreiter

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Oberteisendorfs Peter Enzinger (links), Torschütze im jüngsten Nachholspiel gegen Siegsdorf, hofft auf einen Auswärtssieg seiner Mannschaft beim TSV Grabenstätt. (Foto: Weitz)

Vor dem 21. Spieltag in der Fußball-Kreisklasse IV geht es sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Abstiegskampf ganz eng zu. Durch die Ergebnisse der beiden Nachholspiele am Mittwoch sind die vordersten und hintersten Mannschaften jeweils noch näher zusammengerückt.


Der Spitzenreiter SV Oberteisendorf (43 Punkte) konnte mit dem 1:1-Remis beim diesmal spielfreien TSV Siegsdorf (3. Rang/38) leben, die Mannschaft von Trainer Tom Stutz hat nun zumindest einen Punkt Vorsprung auf den Lokalrivalen TSV Teisendorf und Siegsdorf auf Distanz gehalten. Am heutigen Samstag (16 Uhr) muss der SVO nun erneut auswärts antreten und will beim TSV Grabenstätt (5./29) wieder dreifach punkten. Das dürfte nicht einfach werden, schließlich haben sich die von Siegi Straßhofer trainierten Gastgeber in der Frühjahrsrunde bislang gut präsentiert und verloren zuletzt nur unglücklich beim 2013 noch verlustpunktfreien SV Saaldorf (2:3).

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Eine Stunde später bittet die Kirchanschöringer Reserve (8./20) den TSV Fridolfing (7./25) zum Derby. Die beiden Vereine sind nicht nur durch die geringe räumliche Entfernung von sechs Kilometern Nachbarn, sondern stehen auch in der Tabelle unmittelbar nebeneinander. Mit einem Heimsieg könnten die »Anschöringer« bis auf zwei Zähler zum Lokalrivalen aufschließen und das Polster nach hinten vergrößern. Ein besonderes Spiel ist die Partie für den Fridolfinger Manuel Schild, der acht Jahre lang das gelb-schwarze Trikot trug und sich erst vor dieser Saison wieder seinem Heimatverein angeschlossen hat.

Die erste Sonntagsbegegnung wird um 14 Uhr angepfiffen. Der TSV Teisendorf (2./42) ist dabei klarer Favorit gegen den TSV Tengling (12./13), auch wenn diesem zuletzt ein Befreiungsschlag im Heimspiel gegen Petting (5:0) und damit der Sprung auf den vorletzten Rang gelang. Auf die leichte Schulter sollten die Schützlinge von Trainer Manfred Bauregger die Partie aber nicht nehmen, immerhin trotzte die Mühlbacher-Elf 2013 schon dem Spitzenreiter aus Oberteisendorf einen Punkt ab.

Durch den jüngsten Tenglinger Erfolg ist die DJK Otting (13./12) auf den letzten Platz zurückgefallen und empfängt den BSC Surheim (6./26) nun als Schlusslicht. Auch weil man schon ein Spiel mehr als Chieming und Petting sowie zwei Partien mehr als Tengling absolviert hat, ist ein Punktgewinn für den Kreisliga-Absteiger am Sonntag (15 Uhr) fast schon Pflicht. Kein Ding der Unmöglichkeit, denn Surheim ist in der Fremde nicht unbedingt eine Macht. Der letzte Auswärtssieg des BSC liegt schon ein halbes Jahr zurück.

Zur selben Zeit gastiert der SC Inzell (9./20) beim SV Saaldorf (4./38) und hofft auf ein Ende seiner Negativserie. Die letzten fünf Spiele wurden allesamt verloren und das zum Teil auch noch recht deutlich. Ob allerdings der SVS ein geeigneter Gegner für einen Befreiungsschlag ist, darf bezweifelt werden, schließlich haben die Prechtl-Schützlinge die letzten sechs Spiele allesamt gewonnen und liegen nur noch vier Punkte hinter dem Relegationsrang. Der sofortige Wiederaufstieg ist durch diese Siegesserie zum realistischen Ziel geworden, auch wenn der SVS schon zwei Spiele mehr bestritten hat als das Spitzenduo.

Zum Nutznießer eines weiteren Saaldorfer Sieges könnte der TSV Chieming (10./16) werden. Die Mannschaft von Trainer Andreas Dörner hat 2013 aus vier Spielen zehn Punkte geholt und dadurch die Abstiegsränge verlassen. Die im Winter als Ziel ausgegebene »Powerrückround« der Chieminger scheint also realisiert werden zu können. »Es läuft«, befand TSV-Kapitän Peter Mitterleitner. Im Gastspiel (15 Uhr) beim zuletzt böse zerlegten TSV Petting (11./14) soll nun nachgelegt und der Rückstand auf Inzell auf einen Punkt verkürzt werden, auch wenn Chieming noch einige Verletzte und Angeschlagene zu beklagen hat. Mitverantwortlich für den Chieminger Aufschwung ist Winterneuzugang Thomas Michels, der bereits dreimal getroffen hat. Auch das späte Siegtor im Kellerduell gegen Otting (2:1) ging auf das Konto des früheren Traunsteiners. Angeblich sollen danach einige TSV-Anhänger ihm zu Ehren schon die Lukas-Podolski-Hymne »He scores when he wants« angestimmt haben...