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Grabenstätt braucht einen Sieg und Schützenhilfe

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Auch er trug zuletzt mit einem Tor gegen Frasdorf zum 5:0-Sieg für den SV Seeon/Seebruck bei: Christian Zehetmaier, der in dieser Szene zu seinem Treffer zum 2:0 abzieht. (Foto: Wirth)

Vor dem letzten Spieltag herrscht in der Fußball-Kreisklasse Gruppe I nur im Abstiegskampf noch keine Klarheit. Mehrere Mannschaften könnten noch auf den vorderen der zwei Abstiegs-Relegationsplätze zurückfallen. Um den zweiten dieser Relegationsplätze kämpfen Schlusslicht TSV Grabenstätt (13./19 Punkte) und der ASV Au II (12./20).


Direkter Vergleich würde ASV Au II helfen

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Dabei hilft den Grabenstättern diesmal – alle Spiele der 26. Runde werden ja am Sonntag ab 15 Uhr ausgetragen – nur ein Sieg beim ESV Rosenheim (11./23), um eventuell noch am ASV vorbeizuziehen. Denn: Im Falle eines Remis der Schützlinge von Spielertrainer Jens Eckl in Rosenheim bliebe der ASV Au II bei einer Niederlage vor Grabenstätt, weil Au bei Punktgleichheit im direkten Vergleich mit dem TSV vorne liegt. So gilt es für die Grabenstätter, an die zuletzt starke Leistung vom 2:2 gegen die Spitzenmannschaft Türkspor Rosenheim anzuknüpfen und beim ESV zu gewinnen.

Doch die Gastgeber werden heftige Gegenwehr leisten. Da die ESV-Konkurrenten SC Frasdorf (10./24) und Kiefersfelden (8./25) sich im direkten Duell gegenüberstehen, wäre der ESV mit einem Sieg in jedem Falle in der Abschlusstabelle vor einem dieser Teams – und damit direkt gerettet. Außerdem können die »Eisenbahner« noch darauf hoffen, dass sie im Falle eines Dreiers auch den TSV Rimsting (9./25) überholen könnten – allerdings nur, wenn dieser gleichzeitig sein Heimspiel gegen den Tabellendritten SV Riedering (46 Punkte) verlöre.

Keine rosigen Aussichten also für den TSV Grabenstätt: Doch vielleicht gelingt ja ein Sieg in Rosenheim, und der ASV Au II schafft keinen Sieg beim ASV Grassau (2./50).

Die Spieler um Mannschaftskapitän Thomas Sollacher wollen schließlich ihrem scheidenden Trainer Viktor Gruber im letzten Heimspiel der Punkterunde einen Sieg bescheren. Für Gruber wird es dennoch nicht leicht sein, sein Team für dieses letzte Spiel der Rückrunde so richtig zu motivieren. Zudem hat das Grassauer Team mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. So werden wohl weiterhin Dajan Pajic und Sam Diokhane verletzungsbedingt ausfallen.

Thomas Färbinger fällt verletzt aus

Zu allem Überfluss hat sich noch Thomas Färbinger einen Innenbandriss am Knöchel zugezogen. Für ihn dürfte die Saison damit beendet sein, was für den ASV Grassau für die beiden noch ausstehenden Entscheidungsspiele um den Aufstieg einen herben Verlust bedeutet.

Wenn man allerdings die Saison betrachtet, hat sich der ASV Grassau gerade mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte sehr schwergetan. »Natürlich würde meine Mannschaft dem TSV Grabenstätt lieber Hilfestellung für den Klassenerhalt geben. Außerdem wäre ein Sieg auch in Sachen 'Stärkung des Selbstbewusstseins' für die beiden ausstehenden Entscheidungsspiele nicht schlecht«, betont Grassaus Trainer Viktor Gruber. Ziel ist es schließlich, in der Aufstiegsrelegation möglichst noch den Sprung in die Kreisliga schaffen.

Den hat der SV Seeon/Seebruck (1./54) bereits am vorletzten Spieltag geschafft: Da beseitigten die Schützlinge von Ralf Rößler mit einem 5:0-Sieg über den SC Frasdorf die letzten Zweifel an ihrem Titelgewinn. Zum Abschluss sind sie am Sonntag beim TSV Bernau (6./31) gefordert, der den Nachbarn vom Chiemsee ein wenig »ärgern« möchte. Schon im Hinspiel war das gelungen, der favorisierte SVS hatte da nur knapp mit 3:2 gewonnen.

Für den SVS ist mit dem Sieg gegen Frasdorf eine Last abgefallen, denn damit war der Titel gesichert. Doch morgen »wollen wir in Bernau nochmals ein gutes Spiel zeigen«, betont Trainer Ralf Rößler. Nach der Meisterparty am vergangenen Sonntag, die bis in die frühen Morgenstunden dauerte, wurde am gestrigen Freitag die Meisterfeier durchgeführt, nachdem das letzte Saisonspiel nicht zu verlegen war. »Nach sechs Auswärtssiegen in Folge wollen wir unsere Serie natürlich fortsetzen und einen würdigen Abschluss schaffen«, betont SVS-Pressesprecher Thomas Donhauser. who