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Goldenes Buch nach WM-Gold

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Petra Hirsch hatte im März bei den Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften in Südkorea mit 34,40 Metern die Goldmedaille gewonnen. Die Stadt Traunreut quittierte ihren großartigen Erfolg mit dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt und den Glückwünschen von Bürgermeister Klaus Ritter. (Foto: Rasch)

Als Weltmeisterin im Speerwurf bei der Hallen-WM durfte sich Petra Hirsch gestern im Rathaus in das Goldene Buch der Stadt Traunreut eintragen. Neben den Glückwünschen von Bürgermeister Klaus Ritter gab es von der Stadt Traunreut auch Blumen und eine kleine Finanzspritze für das Flugticket zu den Freiluft-Europameisterschaften Ende Juli in Dänemark. Die EM ist das nächste große Ziel der 52-jährigen aus Hassmoning.


Mit dem WM-Titel bei den Senioren-Hallen-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Deagu ging für Petra Hirsch ein Traum in Erfüllung. Mit einer Weite von 34,40 Metern gewann sie im vergangenen März die Goldmedaille in der Klasse W 50. Eine Goldmedaille bei einer WM sei schon immer ihr Traum gewesen, schwärmte die Sportlerin des TuS Traunreut. Bei der Hallen-WM finden mit Ausnahme des Speer-, Diskus- und Hammerwurfs alle anderen Disziplinen in der Halle statt, erklärte sie.

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Ihr Wurftalent wurde früh entdeckt. Ihr ehemaliger Sportlehrer an der damaligen Carl-Orff-Grund- und Hauptschule Traunwalchen, Siegfried Ostler, habe sie ermutigt, ihr Talent über den Ballwurf hinaus zu entwickeln. »Speerwurf hat mir relativ gut gefallen und dabei bin ich dann auch geblieben.« Dass ihr Rekord beim Werfertag 1988 in Altötting mit 47,48 Metern bis heute nicht eingestellt wurde, darauf ist sie besonders stolz.

Petra Hirsch ist national und international seit Jahren in der Bestenliste vertreten. In den vergangenen zehn Jahren hat sie in ihrer Altersklasse zahlreiche Bayerische-, Deutsche- und Europa-Meistertitel errungen. Auf bayerischer Ebene hält sie seit zehn Jahren den Rekord und auf Bundesebene seit zwei Jahren. 2013 wurde sie in Spanien Europameisterin und im gleichen Jahr gewann sie die World-Maters-Games in Turin. Neben der EM im Juli hat sie ein weiteres und letztes großes Ziel vor Augen, die Weltmeisterschaft. »Ansonsten habe ich alles durch.«

Über die Finanzspritze der Stadt freute sie sich sichtlich. Die Teilnahmen an den Meisterschaften muss sie ausschließlich aus ihrem eigenen Geldbeutel finanzieren. »Sobald man in der Altersklasse startet, gibt es keine Unterstützung mehr«, erklärt Hirsch.

Lobend erwähnte sie auch, dass ihr sichereres Einkommen eines Traunreuter Großbetriebes wesentlich dazu beitrage, dass sie die hohen Ausgaben für Flüge, Unterkunft und Startgelder auch schultern könne. »Ohne meinen Arbeitgeber würde das nicht gehen.«

Die Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Traunreut ist die höchste Auszeichnung für Sportler mit besonderen Leistungen. Nur Olympiasieger und Weltmeister dürfen sich darin verewigen. »Eine Weltmeisterin in unseren Reihen zu wissen, ist für die Stadt eine große Ehre«, sagte Ritter. Der Erfolg, der mit dem Eintrag ins Goldene Buch nicht so gewürdigt werden könne, wie es eigentlich notwendig wäre, trage auch zum positiven Image der Stadt bei. ga