Goldener Abschluss bei der EM

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Biathlet Johannes Kühn zog nach der EM ein positives Fazit und hofft jetzt auf eine WM-Nominierung. Foto: dpa

Versöhnlicher Abschluss für die deutschen Biathleten bei den Europameisterschaften im polnischen Duszniki Zdroj: In der Single-Mixed-Staffel und in der Mixed-Staffel gab es am Sonntag jeweils Medaillen – und zwar Silber und Gold! Zuvor hatte nur der Tüßlinger Biathlet Johannes Kühn am Freitag im Sprint mit Bronze für Edelmetall für den Deutschen Skiverband (DSV) gesorgt.


Mit seinem Podestplatz dürfte sich der 29 Jahre alte Athlet, der für den WSV Reit im Winkl startet, auch für einen der zwei noch offenen Plätze im deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft im slowenischen Pokljuka (9. bis 21. Februar) empfohlen haben. Im Weltcup hatte der Biathlet, der am Stützpunkt Ruhpolding trainiert, die DSV-Norm noch verpasst. Der Verband wird das endgültige WM-Aufgebot in den nächsten Tagen verkünden.

Kühn sorgte auch in der Verfolgung über 12,5 km für das beste deutsche Ergebnis. Er verpasste als Vierter knapp den erneuten Sprung aufs Podest (+18,6 Sekunden/3 Schießfehler). Europameister wurde der Ukrainer Artem Pryma (32:11 Minuten/3 Schießfehler) vor dem Tschechen Michal Krcmar (+6,6/1) und dem Norweger Haavard Gutuboe Bogetveit (+12,5/3). Kühn zeigte sich mit seinen Ergebnissen bei der EM zufrieden. »Zum Abschluss einer recht erfolgreichen Woche noch einmal Blumen und Platz vier in der Verfolgung«, schrieb er auf Instagram.

Grund zur Freude hatte auch Dominic Schmuck vom SC Schleching. Nach seinem starken 9. Platz im Sprint legte er in der Verfolgung noch eine Schippe drauf und jubelte in der Verfolgung über den 8. Rang (+40,5/3). »Wieder ein guter Platz für mich bei der EM«, freute er sich auf Instagram. Justus Strelow von der SG Stahl Schmiedeberg belegte Platz 11 (+56,1/4) und Philipp Nawrath vom SK Nesselwang reihte sich auf dem 32. Rang ein (+2:07 Minuten/4). Nicht so gut lief es für Philipp Horn vom SV Eintracht Frankenhain auf (Platz 35/+2:14/7) und Danilo Riethmüller vom WSV Clausthal Zellerfeld (48/+4:17/10). Sie leisteten sich viele Fehlschüsse und verspielten damit ihre gute Ausgangsposition.

Bei den Frauen siegte in der Verfolgung über 10 km die Polin Kamila Zuk. Sie blieb in 29:12 Minuten fehlerfrei. Zweite wurde Karoline Erdal aus Norwegen (+13,4/3) vor ihrer Teamkollegin Aasne Skrede (+16,2/3). Beste Deutsche war Vanessa Voigt (WSV Rotterode) als Siebte (+52,8/1). Juliane Frühwirt vom SV Motor Tambach-Dietharz wurde Zehnte (+1:08/1). Franziska Hildebrand vom WSV Clausthal-Zellerfeld kam auf Rang 14 (+1:20/2).

Marion Deigentesch vom SV Oberteisendorf zeigte nach ihrer schwachen Leistung im Sprint mit Platz 40 eine starke Aufholjagd – und wurde dafür auch belohnt: Sie reihte sich noch auf dem 15. Rang (+1:24/2) ein. »Das ist Biathlon«, postete die Sportlerin hinterher. Stefanie Scherer (SC Wall) auf Platz 19 (+1:33/1) und Elisabeth Schmidt (WSV Warmensteinach) auf Rang 31 (+2:15/0) komplettierten das DSV-Ergebnis.

In der Single-Mixed-Staffel traten Stefanie Scherer und Justus Strelow für den DSV an. Sie kamen in 35:01 Minuten ins Ziel und sicherten sich damit den Titel. Dahinter reihten sich Frankreich und Russland ein.

Auch in der Staffel über 4 x 6 km lief es für das deutsche Team, das in der Besetzung Vanessa Voigt, Marion Deigentesch, Dominic Schmuck und Philipp Nawrath antrat. Das Quartett durfte am Ende den Vizetitel feiern. Europameister wurden die Norweger und der dritte Platz ging an die Ukraine. SB

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