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Gold für Edith Rottenaicher und Gela Dressler

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Mehrere heimische Judoka überzeugten bei der Ü-30-Meisterschaft auf Bundesebene. Von links: Werner Schneider und Gela Dressler (beide TuS Traunreut) sowie Edith Rottenaicher und Josef Reiter (beide TSV Palling). Vorne Dresslers Tochter Elisabeth, die sich ebenso über den Erfolg der regionalen Judoka, und hier insbesondere über den Erfolg ihrer Mutter, freute. (Foto: Wittenzellner)

»Je älter, desto besser« scheint nicht nur für so manche Flasche Wein zu gelten. Auch eine Reihe von heimischen Judoka machen diesem Spruch alle Ehre. Bei den Deutschen Judo-Meisterschaften in der Altersklasse Ü 30 im hessischen Neuhof setzten sich einige regionale Judokämpfer ausgezeichnet in Szene.


Edith Rottenaicher (52 kg) vom TSV Palling schaffte wie Gela Dressler (plus 78 kg) vom TuS Traunreut den Sprung ganz oben auf das Treppchen. Beide holten mit einer ausgezeichneten Leistung Gold und dominierten ihre Gewichtsklassen klar.

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Aber auch Werner Schneider (66 kg) dekorierte sich mit seiner gewohnt kämpferisch einwandfreien Leistung mit Edelmetall und gewann Bronze. Stark präsentierten sich auch die Aktiven des SV Hirten und stellten in Katharina Oberbuchner, Gabi Moog und Sonja Hiermann gleich drei Titelträgerinnen.

415 Judoka am Start

Alleine schon die gute Teilnehmerzahl von 415 Judoka aus allen 18 Landesverbänden zeigt, dass es in Neuhof richtig zur Sache ging. Im Medaillenspiegel der Meisterschaften war am Ende Bayern vor Nordrhein-Westfalen und Hessen erfolgreich.

Pallings Edith Rottenaicher (52 kg) musste in der Altersklasse F I (30 - 34 Jahre) als Erste antreten und zeigte sich in bestechender Form. Alle vier Gegnerinnen wurden vorzeitig mit einer schnellen Bodenarbeit bezwungen, jeweils Ippon durch Festhalter hieß es gegen ihre Kontrahentinnen. Keine Begegnung dauerte wesentlich über eine Minute, dann stand die Pallingerin als Siegerin fest und durfte sich letztlich über Gold freuen.

Dritter Titel in Folge

Gela Dressler vom TuS Traunreut griff als Titelverteidigerin ins Geschehen ein. In Neuhof bekam sie es mit zwei Gegnerinnen zu tun. Endete der erste Kampf nach knapp einer Minute mit Ippon, so waren es im zweiten Duell nur 19 Sekunden, ehe Dressler mit einem fulminanten Harai-goshi (Hüftwurf) siegreich war. Dressler sicherte sich damit hoch überlegen den dritten Titel in Folge.

Werner Schneider und Josef Reiter gingen in der Alterklasse M V (50 bis 54 Jahre) an den Start. Schneider kam nach einem Freilos und einem klaren Sieg gegen seinen nordrhein-westfälischen Gegner ins Halbfinale.

Dort war allerdings gegen den Titelverteidiger und amtierenden Vize-Europameister Andreas Arendt (TSV Mainburg) nichts zu holen. Im kleinen Finale bezwang der Traunreuter seinen Kontrahenten am Boden mit einem Festhalter und machte sich einen Tag vor seinem 50. Geburtstag selbst das schönste Geschenk.

Reiter (TSV Palling) kam in der Gewichtsklasse bis 73 kg mit 14 Teilnehmern durch zwei glückliche Siege ins Halbfinale, das er gegen den späteren Gesamtsieger verlor. Und auch im kleinen Finale unterlag Reiter und holte damit am Ende einen guten fünften Platz.

Holger Hanbauer vom SV Hirten musste sich in der Altersklasse M II in der Gewichtsklasse bis 90 kg nach zwei Auftaktsiegen nur seinem späteren Gegner aus Karlsruhe beugen und wurde Zweiter.

Ergebnisse: F I: 52 kg (5 Teilnehmerinnen): 1. Edith Rottenaicher (TuS Palling). – 63 kg (4): 1. Katharina Oberbuchner (SV Hirten). – F III: 78 kg (3): 1. Gela Dressler (TuS Traunreut). – F IV: 57 kg (4): 1. Gabi Moog (SV Hirten). – Plus 78 kg (2): 1. Sonja Hiermann (SV Hirten).

Männer M I: 81 kg (8): 5. Christian Oberpieringer (SV Hirten). – M II: 90 kg (9): 2. Holger Hanbauer (SV Hirten). – M V: 73 kg (14): 5. Josef Reiter (TSV Palling). – M VI: 66 kg (10): 3. Werner Schneider (TuS Traunreut). awi