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»Glücklich und sehr müde«

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So bejubelten sie ihren Titelgewinn am Attersee (von links): Tina Lutz und Susann Beucke. (Foto: Lutz)

Für das Segel-Duo Tina Lutz vom Yachtclub Chiemsee und Susann Beucke vom Norddeutschen Regatta Verein hat es einen krönenden Saisonabschluss gegeben. Bei den Europameisterschaften am österreichischen Attersee holten sie sich den Titel in der 49er FX-Klasse. »Ich bin zufrieden und glücklich, aber auch sehr müde«, beschreibt Tina Lutz aus Holzhausen bei Bergen ihre Gefühle nach dem Triumph.


Insgesamt elf Wettfahrten waren zu bestreiten. Dabei fiel die Entscheidung am letzten Regattatag mit einem Start-Ziel-Sieg für das Duo Lutz/Beucke. Damit blieben sie im Klassement fünf Punkte vor den Norwegerinnen Helene Naess/Marie Ronningen. »Wir mussten noch einmal alles geben«, erzählt Lutz. So hatten sich die Organisatoren entschieden, den Finaltag wegen der komplizierten Windbedingungen um sieben Uhr morgens zu starten. Das hieß für die Teams, um 4.45 Uhr aufzustehen und die Boote bei völliger Dunkelheit klarzumachen. »Das war alles ziemlich hektisch, die Nationen haben sich gegenseitig mit Licht aus den Taschenlampen ausgeholfen. Sogar die Beleuchtung von unseren Handys musste herhalten«, berichtet die 29-Jährige.

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Begonnen hatten die Wettkämpfe am Dienstag mit mehreren Wettfahrten täglich. Einige der Bewerbe fielen der anhaltenden Flaute zum Opfer, allerdings war auch ein Tag mit heftigem Wind dabei. »Das war ziemlich krass, da ging es an das Eingemachte. Immer volle Konzentration, um den Wind zu beobachten.« Sicherheit gab es für die Gewinnerinnen der Kieler Woche, weil sie bereits am ersten Wettkampftag in Führung gehen konnten. »Ich bin jetzt nicht nur richtig happy, sondern auch stehend K.o. Ich möchte nur noch schlafen«, beschreibt Lutz ihren Zustand nach der Heimkehr ins beschauliche Holzhausen. »Wir haben ein tolles Jahr hinter uns. Mit dem Sieg bei der Kieler Woche haben wir uns für Olympia in Tokio qualifiziert und dazu noch die Europameisterschaft. Mehr geht nicht«, zieht die Seglerin Bilanz. Bereits 2017 hatte sie mit Susann Beucke die Europameisterschaft im Skiff-Segeln gewonnen.

Die beiden Sportlerinnen machen jetzt zunächst eine Wettkampf- und Trainingspause bis Ende November. Diese Zeit will Lutz nutzen, um die Akkus aufzuladen und ihre Masterarbeit abzugeben. Beucke muss in der Sportfördergruppe der Bundeswehr zu einem Lehrgang antreten. Ende November geht es für die zwei Seglerinnen mit ihrem Trainer Ian Parker nach Portugal zum Training. »Dort haben wir ähnliche Bedingungen wie im nächsten Sommer bei den Spielen in Tokio«, weiß Lutz. SHu

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