Glück in Spa nach Pech in Spielberg?

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Mitten im Getümmel, aber diesmal nicht weit genug vorn: Christopher Haase/Christiaan Frankenhout kamen im Audi R8 LMS mit der Startnummer 33 beim ADAC GT Masters in Spielberg nicht in die Punkteränge. (Foto: Car Collection Motorsport)

Eine Enttäuschung gab es für den Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase beim ADAC GT Masters am Red-Bull-Ring in Spielberg (Österreich). Im ersten Rennen lief es mit dem Audi R8 LMS des Teams Car Collection Motorsport nicht nach Wunsch, im zweiten Lauf kam sogar das technisch bedingte Aus. Nun hofft der 28-Jährige, dass er dafür am kommenden Wochenende mehr Glück hat: Da gastiert er im Rahmen der Blancpain-GT-Series mit seinem französischen Audi-Team Saintéloc Racing zum 24-Stunden-Rennen in Spa (Belgien).


Beim ADAC-GT-Masters präsentierte sich die idyllisch gelegene Berg- und Talbahn von Spielberg bei hochsommerlichen Temperaturen mit neu asphaltierter, extrem griffiger Piste. All das brachte Christopher Haase und seinem Teamkollegen Christiaan Frankenhout jedoch kein Glück.

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Dabei spielte es keine allzu große Rolle, dass die Mannschaft den offiziellen Testtag ausgelassen hatte: »Wir mussten uns im ersten und zweiten freien Training noch auf das richtige Setup konzentrieren. Wir haben uns Stück für Stück verbessert, waren aber zum ersten Qualifying noch nicht ganz aussortiert«, berichtet Christopher Haase. Dessen Teamkollege Christiaan Frankenhout fuhr den Audi R8 LMS letztlich auf den 23. Startplatz.

»Der Ring ist mit seinen langen Geraden zwar nicht unbedingt eine Audi-Strecke. Allerdings waren wir dieses Mal einfach nicht schnell genug«, bedauert Haase. Der Kirchanschöringer konnte im ersten Rennen nur wenige Plätze gutmachen – das Team landete auf Rang 20.

Im zweiten Zeittraining lief es dann ein wenig besser, Startplatz 19 war aber dennoch nicht das, was man sich erhofft hatte. »Damit waren wir zwar mit den meisten Audi-Teams auf Augenhöhe, was zeigt, dass die Leistung ganz okay war. Aber um von so weit hinten in die Punkte zu fahren, braucht man schon auch etwas Glück«, betont Haase – schließlich ist die Leistungsdichte in der Serie enorm hoch.

Doch Glück hatten Haase/Frankenhout beileibe nicht. Zuerst forderte ein schleichender Reifenschaden vorne links einen außerplanmäßigen Boxenstopp, kurz vor dem Fahrerwechsel kam dann mit einem Antriebswellenschaden das endgültige Aus. »Es lagen so viele Carbonteile herum, da kann ein Reifenschaden immer passieren. Dass wir dann mit dem Defekt der Antriebswelle ausgefallen sind, war nicht mehr besonders tragisch, da das Rennen zu diesem Zeitpunkt schon gelaufen war«, weiß der 28-Jährige.

Im zweiten Rennen setzten sich stattdessen die Gesamtführenden Jules Gounon/Daniel Keilwitz (120 Punkte) mit ihrer Corvette durch, nachdem sie im ersten Lauf Dritte geworden waren. Diesen hatten David Jahr/Kevin Estre mit ihrem Porsche 911 vor Fabian Hamprecht/Christer Jöns vom Bentley Team Abt gewonnen. Vierte waren Patrick Assenheimer und der Eisenhofener Dominik Schwager mit ihrer Corvette geworden, gefolgt von Sebastian Asch/Luca Ludwig mit dem Mercedes-AMG des Teams Zakspeed. Rang 2 im zweiten Lauf eroberten Jordan Lee Pepper/Daniel Abt (Bentley Team Abt) vor Asch/Ludwig.

Das Duo der beiden Rennfahrersöhne Asch/Ludwig nimmt mit 79 Punkten hinter dem Audi-Duo Connor de Philippi/Christopher Mies (79) vom Team Montaplast Rang 3 der Gesamtwertung ein. Haase/Frankenhout liegen derzeit mit 17 Zählern auf Rang 24.

»Hoffentlich haben wir bei den nächsten Rennen wieder etwas mehr Glück«, so Haase. Für ihn geht es gleich nahtlos weiter: Sein nächstes Rennen ist der Einsatz bei den 24 Stunden von Spa, auf das er sich bereits sehr freut. Im Audi R8 LMS des Teams Saintéloc Racing sind als Fahrer bislang Grégory Guilvert, Mike Parisy (beide Frankreich) und Haase gemeldet, ein vierter Pilot dürfte noch hinzukommen.

Im ADAC GT Masters ist Haase dann am Wochenende vom 5. bis 7. August am Nürburgring gefordert – und will auf seiner »Hausstrecke« ebenfalls wieder auf Erfolgskurs kommen. who

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