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Glück in Oschersleben nach Pech in Monza?

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Voll in Fahrt: In der Blancpain-Serie gab es einen unverschuldeten Ausfall, nun will Christopher Haase beim Saisonauftakt im ADAC GT Masters mit Jeffrey Schmidt im Audi R8 LMS gute Ergebnisse erreichen. (Foto: Montaplast by Land-Motorsport)

Ein extrem kurzes Rennen ausgerechnet im Endurance-Cup: Das erlebte der Kirchanschöringer Autorennfahrer Christopher Haase im Rahmen der Blancpain-GT-Series in Monza (Italien). Denn sein Teamkollege Marc Rostan wurde unverschuldet gleich nach dem Start in eine Kollision verwickelt – das bedeutete das Aus.


Dabei hatte das erste Rennen des Endurance-Cups im Rahmen der Blancpain-GT-Series für Christopher Haase und seine Teamkollegen Christian Kelders und Marc Rostan wirklich gut begonnen: Nach einer Anpassung der sogenannten »Balance of Performance«, die etwas mehr Leistung für den Audi R8 LMS brachte, konnte man gute Ränge verbuchen. Es gab im freien Training Platz zwei, im Pre-Qualifying Rang sieben und im Qualifying schließlich Startplatz 17 – eine ordentliche Leistung im Feld von über 50 Teilnehmern.

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Die Zeitabstände sind »einfach irrsinnig knapp«

»Auch wenn sich Platz 17 nicht so toll anhört: Damit waren wir zweitbester Audi, drittbestes Auto in der Pro-Am-Kategorie und nur eine Zehntelsekunde hinter den Top Ten. Die Zeitabstände sind einfach irrsinnig knapp«, so der Kirchanschöringer. Im Rennen selbst kam das Team dann nicht einmal bis zur ersten Kurve – unverschuldet, wohlgemerkt.

Christopher Haase musste von der Box aus zusehen, wie sein Kollege Marc Rostan in eine riesige Startkollision verwickelt wurde: »Es waren sieben oder acht Autos beteiligt, pures Chaos. Ausgelöst wurde das ganze Malheur durch einen Kontakt zwischen einem Bentley und einem Lamborghini. Marc ist völlig unschuldig zum Handkuss gekommen. Sehr schade für das gesamte Team von Sainteloc-Racing, das wirklich tolle Arbeit abgeliefert hat«, so der 29-Jährige.

Der Sieg in Monza ging an Christian Engelhart, Andrea Caldirelli, Mirko Bortolotti im Lamborghini Huracan vor Pasin Lathouras, Michele Rugolo, Alessandro Pier Guidi (Ferrari 488 GT 3) und Jimmy Eriksson, Franck Perera, Maximilian Buhk (Mercedes-AMG GT3).

Das nächste Rennen der Blancpain-Serie findet am Wochenende 6./7. Mai in Brands Hatch (Großbritannien) statt, dort steht wieder ein Wettbewerb des Sprint-Cups (d. h. ein einstündiges Rennen) auf dem Programm.

Von Monza geht es für Audi-Pilot Haase jetzt aber erst einmal direkt nach Oschersleben, wo der Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Programm steht. Dort startet Haase – der im Jahr 2007 der allererste Meister dieser deutschen Supersportwagen-Rennserie geworden war – gemeinsam mit dem Schweizer Talent Jeffrey Schmidt auf einem Audi R8 LMS des Meister-Teams Montaplast by Land-Motorsport. Die Vorfreude ist bei allen Beteiligten groß, natürlich auch bei Christopher Haase: »Ich bin voll motiviert und freue mich sehr auf diese Saison. Montaplast by Land-Motorsport hat die Meisterschaft 2016 nicht zufällig gewonnen, das Team ist einfach Spitzenklasse. Zudem habe ich mit Jeffrey einen tollen Teamkollegen. Er ist sauschnell und wir verstehen uns blendend, auch die gemeinsamen Testfahrten haben super geklappt. Ich kann es kaum mehr erwarten, dass es endlich losgeht.«

17 Teams mit Autos von sieben Herstellern am Start

Das ADAC GT Masters startet am Wochenende in seine elfte Saison, das Rennen am Sonntag ist das insgesamt 150. Dabei gehen 17 Teams mit Autos von sieben Herstellern (Audi, BMW, Corvette, Lamborghini, Mercedes-AMG, Nissan und Porsche) in der Magdeburger Börde an den Start, darunter auch das Freilassinger BMW-Team Schnitzer mit Ricky Collard (Großbritannien) und dem Österreicher Philipp Eng.

Bereits am Freitag (12 Uhr) findet das erste freie Training statt, um 17 Uhr folgt das zweite Training. Am Samstag geht es im Zeittraining I (ab 9.10 Uhr) um die besten Startplätze für Rennen I (13.15 Uhr). Am Sonntag (8.45 Uhr) folgt das Zeittraining II und ab 13.03 Uhr das Rennen 2.

In der ADAC Formel 4, die im Rahmen des ADAC GT Masters ausgetragen wird, fährt auch die talentierte Grünwalderin Sophia Flörsch mit. Die 16-Jährige will in ihrer zweiten Saison möglichst oft in den Punkterängen landen. who